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Legende: Audio Alois Bissig will «eine echte Auswahl ermöglichen» abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 02.09.2019.
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Nationalratswahlen Nidwalden SVP-Mann Peter Keller bekommt Konkurrenz von alt Regierungsrat

Der ehemalige Regierungsrat Alois Bissig tritt gegen ihn an. Als wilder Kandidat, weil ihn die CVP nicht nominiert hat.

Nidwalden hat bloss einen Sitz im Nationalrat. Diesen besetzt seit 2011 der 48-jährige Historiker und Journalist Peter Keller. Dessen Partei, die SVP, hatte ihn Mitte Januar einstimmig für eine dritte Amtszeit nominiert.

Am Montag ist nun im Kanton Nidwalden die Eingabefrist für National- sowie Ständerats-Kandidaturen abgelaufen und es zeigt sich: Nebst der SVP stellt keine der Nidwaldner Parteien einen offiziellen Kandidaten oder eine Kandidatin für den Nationalrat.

Dennoch muss sich Amtsinhaber Peter Keller einer Wahl stellen. Denn der 63-jährige, ehemalige Nidwaldner Justiz- und Sicherheitsdirektor Alois Bissig tritt zur Wahl an, unterstützt von einem überparteilichen Komitee.

Keller schaffte Einzigartiges

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2011 war es SVP-Mann Peter Keller gelungen, den Nidwaldner Nationalratssitz der FDP wegzuschnappen. Damit holte er erstmals für die SVP Nidwalden ein eidgenössisches Mandat. Dieses wollen die SVP und Keller nun im Herbst ein weiteres Mal verteidigen.

Von seiner Partei, der CVP, wurde Alois Bissig zwar nicht nominiert. Die CVP-Ortspartei von Ennetbürgen stimmte mit 17 zu 11 gegen eine Nomination.

Doch das liess Bissig nicht auf sich sitzen: Er gab erneut seine Kandidatur bekannt, diesmal unterstützt von einem überparteilichen Komitee. Zur Begründung sagt Alois Bissig: Er wolle den Wählerinnen und Wählern eine echte Auswahl ermöglichen. Von seiner Partei erhält Bissig offiziell keine Unterstützung. Der Kantonalvorstand überlässt es den Parteimitgliedern, ob sie Alois Bissig unterstützen wollen.

Warum die Parteien nicht angreifen

Die stärkste Fraktion im Nidwaldner Kantonsparlament, dem Landrat, ist die FDP. Sie besetzt mit Hans Wicki bereits den Ständeratssitz und erhebt deshalb nicht auch noch den Anspruch auf den Nidwaldner Nationalratssitz.

Am wahrscheinlichsten gewesen wäre deshalb eine Kandidatur aus den Reihen der CVP, der zweitgrössten Fraktion. Doch Parteipräsidentin Therese Rotzer sagte auf Anfrage von Radio SRF, die Ortsparteien hätten bis zum Ablauf der parteiinternen Frist Ende Juni niemanden nominiert. Obwohl es die Kantonalpartei begrüsst hätte, mit jemandem bei der Nationalratswahl antreten zu können.

Verzichtet haben auch die Grünen, wie schon vor vier Jahren. Sie teilten mit, sie seien mit der Politik der Nidwaldner Vertreter in Bern zwar nicht einverstanden, es sei aber nicht ihre Aufgabe, stille Wahlen zu verhindern.

Im Kanton Nidwalden kommt es immer wieder zu stillen Wahlen. Um eine stille Wahl Kellers zu verhindern, hatte 2015 der Zürcher Journalist Andreas Fagetti für den Nidwaldner Ständeratssitz kandidiert.

(SRF 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 / 17:30 Uhr)

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