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Legende: Audio Felix Wettstein hält viele Operationen für unnötig. abspielen. Laufzeit 14:05 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 14.09.2019.
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Felix Wettstein (Grüne) «Benzin und Diesel kann man nicht einfach durch Strom ersetzen»

Felix Wettstein ist im Kanton Solothurn der erste Grüne Ständeratskandidat seit dem Jahr 1995. Auf der nationalen Bühne fehlen ihm die politischen Erfahrungen, die Solothurner Politik kennt der ehemalige Kantonalpräsident der Grünen dagegen. Felix Wettstein sitzt seit 2010 im Kantonsrat, seit 2007 ist er Mitglied des Gemeindeparlaments Olten.

Zur Person

  • Geboren: 1958, Wohnort: Olten
  • Beruf: Dozent Fachhochschule Nordwestschweiz
  • seit 2010: Kantonsrat; 2012 – 2018: Präsident der Grünen Kanton Solothurn, seit 2007: Gemeindeparlament Olten
  • Zivilstand: verheiratet, keine Kinder
  • Hobbys: kulturelle Anlässe besuchen, vor allem Theater

Der Grüne Ständeratskandidat studierte Pädagogik, Geografie und Volkskunde an der Universität Zürich. Bis 2002 arbeitete er im Erziehungsdepartement des Kantons Aargau, seither ist er Dozent an der Hochschule für Soziale Arbeit (Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW). Felix Wettstein ist verheiratet und wohnt in Olten.

Teurere Flüge, günstigere Medizin

Felix Wettstein setzt sich für «klassische» grüne Themen ein wie den Klimaschutz. «Die Schweiz ist in diesem Bereich gefordert. Wir Grüne haben das Fundament dafür.» Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit sind ihm wichtig. Zum Autobahnausbau im Kanton Solothurn meint er etwa, dies sei «ein Konzept aus dem letzten Jahrtausend». Kurzstreckenflüge sollten dreimal so viel kosten wie heute, sagt er im Gespräch mit SRF.

Um die Strassen zu entlasten reiche es nicht aus, Autos mit Verbrennungsmotor durch Elektroautos zu ersetzen. Die Gesellschaft sollte sich so organisieren, dass kürzere Distanzen zwischen Wohnort, Arbeitsort und dem Einkaufen entstehen.

Smartspider Felix Wettstein
Legende: Das politische Profil von Felix Wettstein. SRF

Auch Gesundheitsthemen sind dem Grünen wichtig. Jede fünfte Operation sei unnötig, so Wettstein. Er plädiert deshalb dafür, dass bei jeder Operation mit voraussichtlichen Kosten über 5000 Franken eine unabhängige Zweitmeinung eingeholt werden sollte. «Die Kostensenkung im Gesundheitsbereich funktioniert aber nur mit vielem Mosaiksteinchen aus Einzelmassnahmen.»

Mit Kandidatur Präsenz markieren

Das Ziel der Solothurner Grünen bei den Wahlen sei der Einzug im Bundeshaus, so Felix Wettstein. Als Angriff auf die SP will er diese Aussage nicht verstanden haben. Schön wäre eine Dreiervertretung von Grünen und SP im Nationalrat.

Auch wenn die Grünen in den Umfragen zulegen konnten und sie im Kanton Solothurn nun mit Brigit Wyss eine Regierungsrätin stellen – bei der letzten Nationalratswahl erzielten sie im Kanton Solothurn 5.6 Prozent Wähleranteil. Ihr Ständeratskandidat im Kanton Solothurn wird es schwer haben. Die Kandidatur von Felix Wettstein ist denn auch in diesem Sinn zu verstehen, dass die Grünen damit Präsenz markieren.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von ueli hofer  (refoh,parteifrei)
    Ich vermisse ein Konzept für die Migration. Das gesagte in Sachen Verkehrsüberlastung reicht mir nicht. Mehr Menschen in der Schweiz bedeutet mehr Verkehr und mehr Umweltbelastung. Auch höhere Gesundheitskosten natürlich. Die Antworte find ich allgemein zu schwammig. Meine Stimme könngte ich Herr Wettstein kaum geben.
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  • Kommentar von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
    Ein exzellenter Lebenslauf der auf ein hohes Maß an intellektueller Reife hindeutet. Mit solchen Leuten kann man zukünftige Probleme sachlich, konstruktiv und lösungsorientiert diskutieren, ohne sofort auf Stammtischniveau zu landen. Wünsche viel Erfolg !
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