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Legende: Video Würth: «Es werden keine Dossiers in Schieflage kommen» abspielen. Laufzeit 02:42 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.05.2019.
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Nagelprobe für Bisherige Würth und Rechsteiner müssen sich behaupten

Der neue CVP-Ständerat Benedikt Würth muss seinen Sitz bereits im Herbst wieder verteidigen. Auch der SP-Sitz von Paul Rechsteiner ist nicht unangefochten.

Der Ständeratswahlkampf im Kanton St. Gallen wird spannend. Die Bürgerlichen greifen den SP-Sitz an. Und der erst im Mai neugewählte CVP-Ständerat muss sich bereits wieder stellen. Alle grossen Parteien haben Kandidaturen angekündigt.

Viele Kandidaten

Bereits entschieden hat die FDP. Sie schickt ihren Nationalrat Marcel Dobler ins Rennen. Die St.Galler FDP will im Herbst den verlorenen Sitz zurückholen und wieder eine bürgerliche Doppelvertretung in Bern. Dobler sagt es zwar nicht direkt, aber klar ist: Er macht Jagd auf den SP-Sitz. Offen sind noch die Kandidaturen der SVP, Grünen und der GLP. Dazu werden auch Parteilose kandidieren.

Die grosse Anzahl Kandidaten wird wohl dazu führen, dass im ersten Wahlgang am 20. Oktober bei den Ständeratswahlen in St. Gallen noch nicht alle Entscheide fallen werden. Ein zweiter Wahlgang ist wahrscheinlich.

Bisherige treten wieder an

Paul Rechsteiner, SP, und auch der neugewählte Benedikt Würth, CVP, treten wieder an. Beide Bisherigen geraten im Herbst wohl unter Druck. Der erst im Mai in einer Ersatzwahl gewählte CVP-Ständerat Benedikt Würth hat kaum Zeit, seine Stärken in Bern zu zeigen und sich entsprechend zu präsentieren. Er kann nur gerade an zwei Sessionen teilnehmen. Dazu behält er vorerst auch sein Amt als Regierungsrat. Diese Doppelrolle dürfte ihm Kritik einbringen.

Auch für den SP-Ständerat Paul Rechsteiner wird es keine einfache Wahl werden. Zum einen ist er im Pensionsalter, zum andern in Bern ein «Sesselkleber». Der 67jährige sitzt seit 1986 im eidgenössischen Parlament. Dazu kommt, dass er nicht mehr - wie letztes Mal - quasi «Hand in Hand» mit FDP-Ständerätin Karin Keller Sutter kandidieren kann.

SVP nochmals mit Mike Egger?

Auch die SVP wird wieder antreten. Neu-Nationalrat Mike Egger blieb bei der Nachfolge für Keller-Sutter chancenlos. Deshalb ist fraglich, ob die SVP bei den Wahlen im Herbst nochmals mit Egger antreten wird.

Für mich ist Mike Egger nach wie vor ein valabler Kandidat.
Autor: Walter GartmannSVP Parteipräsident

Die Parteileitung hatte Anfang Jahr zwar betont, dass sich im Frühling und im Herbst derselbe Kandidat zur Verfügung stellen wird. Derzeit ist aber noch offen, ob dies auch tatsächlich der Fall sein wird, oder ob die SVP einen neuen Kandidaten ins Spiel bringt.

Die St. Galler SVP hat noch nie einen Sitz im Stöckli erobern können. Vor vier Jahren scheiterte sie gegen den SP-Mann Paul Rechsteiner, vor acht Jahren ebenfalls, damals mit Toni Brunner.

Auch die Grünen wollen mitmischen. Der St. Galler Parteipräsident Thomas Schwager sagte, dass die Grünen eine Frau ins Rennen schicken könnten. Die Nationalratskandidatin und St. Galler Stadtparlamentarierin Franziska Ryser wäre eine Möglichkeit.

(SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz; 17:30 Uhr)

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