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Würth: «Es werden keine Dossiers in Schieflage kommen»
Aus News-Clip vom 19.05.2019.
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Nagelprobe für Bisherige Würth und Rechsteiner müssen sich behaupten

Der neue CVP-Ständerat Benedikt Würth muss seinen Sitz bereits im Herbst wieder verteidigen. Auch der SP-Sitz von Paul Rechsteiner ist nicht unangefochten.

Der Ständeratswahlkampf im Kanton St. Gallen wird spannend. Die Bürgerlichen greifen den SP-Sitz an. Und der erst im Mai neugewählte CVP-Ständerat muss sich bereits wieder stellen. Alle grossen Parteien haben Kandidaturen angekündigt.

Viele Kandidaten

Bereits entschieden hat die FDP. Sie schickt ihren Nationalrat Marcel Dobler ins Rennen. Die St.Galler FDP will im Herbst den verlorenen Sitz zurückholen und wieder eine bürgerliche Doppelvertretung in Bern. Dobler sagt es zwar nicht direkt, aber klar ist: Er macht Jagd auf den SP-Sitz. Offen sind noch die Kandidaturen der SVP, Grünen und der GLP. Dazu werden auch Parteilose kandidieren.

Die grosse Anzahl Kandidaten wird wohl dazu führen, dass im ersten Wahlgang am 20. Oktober bei den Ständeratswahlen in St. Gallen noch nicht alle Entscheide fallen werden. Ein zweiter Wahlgang ist wahrscheinlich.

Bisherige treten wieder an

Paul Rechsteiner, SP, und auch der neugewählte Benedikt Würth, CVP, treten wieder an. Beide Bisherigen geraten im Herbst wohl unter Druck. Der erst im Mai in einer Ersatzwahl gewählte CVP-Ständerat Benedikt Würth hat kaum Zeit, seine Stärken in Bern zu zeigen und sich entsprechend zu präsentieren. Er kann nur gerade an zwei Sessionen teilnehmen. Dazu behält er vorerst auch sein Amt als Regierungsrat. Diese Doppelrolle dürfte ihm Kritik einbringen.

Auch für den SP-Ständerat Paul Rechsteiner wird es keine einfache Wahl werden. Zum einen ist er im Pensionsalter, zum andern in Bern ein «Sesselkleber». Der 67jährige sitzt seit 1986 im eidgenössischen Parlament. Dazu kommt, dass er nicht mehr - wie letztes Mal - quasi «Hand in Hand» mit FDP-Ständerätin Karin Keller Sutter kandidieren kann.

Die SVP mit Roland Rino Büchel

Auch die SVP wird wieder antreten. Bildungsdirektor Stefan Kölliker und SVP-Kantonalpräsident Walter Gartmann verzichten auf eine Kandidatur. Im Duell zwischen den zwei Rheintaler Nationalräten Mike Egger und Roland Rino Büchel setzte sich Büchel überraschend klar durch. Neu-Nationalrat Mike Egger hatte schon bei der Nachfolge für Keller-Sutter kandidiert und blieb damals chancenlos.

Die St. Galler SVP hat noch nie einen Sitz im Stöckli erobern können. Vor vier Jahren scheiterte sie gegen den SP-Mann Paul Rechsteiner, vor acht Jahren ebenfalls, damals mit Toni Brunner.

Junge Grüne Kandidatin

Auch die Grünen wollen mitmischen. Dass sie mit einer Frau ins Rennen steigen werden, ist seit längerem klar. Nun hat die Partei entschieden: Sie will mit der Nationalratskandidatin und St. Galler Stadtparlamentarierin Franziska Ryser in den Ständerat. Die 27-Jährige gilt als grosses politisches Talent. Die Grünen wollen mit ihrer Kandidatur doppelt profitieren: Einerseits davon, dass grüne Themen derzeit Hochkonjunktur haben, andererseits davon, dass Ryser eine junge Frau ist.

In letzter Minute

Praktisch in letzter Minute hat sich auch die BDP zu einer Kandidatur entschlossen. Sie schickt den kantonal praktisch unbekannten Uzwiler Norbert Feldmann ins Rennen. Ebenfalls am letzten Tag der Einreichefrist hat sich Pietro Vernazza zu Wort gemeldet. Er ist Spitzenkandidat auf der Nationalratsliste der GLP. Nun möchte der Mediziner auch in den Ständerat. Seine Partei hat ihn bereits nominiert.

Damit stehen den beiden bisherigen St. Galler Ständeräten fünf Herausforderer gegenüber.

(SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz; 17:30 Uhr)

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