Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio CVP will beide Sitze verteidigen abspielen. Laufzeit 01:50 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 29.03.2019.
Inhalt

Ständeratswahlen Kanton Wallis Die erste Frau oder das Ende der CVP-Dominanz?

Jean-René Fournier tritt nicht mehr an. Die SP, die FDP und die SVP versuchen im Herbst, den Unterwalliser Sitz für sich zu gewinnen.

Dafür starten sie mit grossen Namen: Für die Sozialdemokraten kandidiert Nationalrat Mathias Reynard, für die Freisinnigen Nationalrat Philippe Nantermod. Bei der SVP steigt der Parteipräsident der Unterwalliser Sektion in den Wahlkampf, Grossrat Cyrille Fauchère.

Der FDP-Politiker geht alleine ins Ständeratsrennen. Reynard kandidiert auf einer gemeinsamen Liste mit der Präsidentin der Oberwalliser Grünen, Brigitte Wolf. An Fauchères' Seite steht der Visper SVP-Gemeinderat Michael Kreuzer. Ohne etablierte Partei im Rücken startet Jaqueline Lavanchy, die noch nie ein politisches Mandat inne hatte.

Auf den ersten Blick stehen die Chancen gut, dass die über 150-jährige Dominanz der Walliser CVP im Stöckli ein Ende finden wird: Ständeratspräsident Jean-René Fournier tritt nicht mehr an. Er ist ein politisches Schwergewicht, das nicht einfach zu ersetzen sein wird.

CVP schickt eine Frau ins Rennen

Bei der CVP galt Yannick Buttet lange als gesetzt. Doch dann wurde bekannt, dass er seine Ex-Geliebte belästigt hatte. Im Dezember 2017 trat er als Nationalrat zurück und wurde wegen Nötigung verurteilt.

Nach Monaten des Zweifelns hat sich die CVP schliesslich auf eine Frau geeinigt: Grossrätin Marianne Maret soll es richten. Die 61-jährige ehemalige Gemeindepräsidentin von Troistorrents steigt an der Seite ihres Parteikollegen Beat Rieder aus dem Oberwallis in den Ständeratswahlkampf. Würde sie gewählt, wäre sie die erste Walliserin in der kleinen Kammer. Sie ist weit weniger bekannt als ihre welschen Konkurrenten, könnte den CVP-Sitz aber dennoch retten.

Minderheiten zerstritten

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Walliser Minderheitsparteien werden sich in einem wahrscheinlichen zweiten Wahlgang kaum auf einen Kandidaten einigen können. Das wäre aber notwendig, um die jahrzehntelange Dominanz der CVP zu brechen.

SVP-Präsident Cyrille Fauchère macht der FDP zwar Avancen, kann sich vorstellen, in einem zweiten Wahlgang deren Kandidat zu unterstützen. Dass diese Meinung in seiner Partei mehrheitsfähig ist, darf bezweifelt werden. Die FDP will zudem von einem «Päckli» nichts wissen: Sie hätten mit einem Wählerpotential von rund 20 Prozent auch ohne Partner Anspruch auf einen Sitz im Stöckli, sagt FDP-Präsident René Constantin gegenüber SRF.

Und Mathias Reynard? Der Sozialdemokrat gilt zwar als volksnah und als guter Wahlkämpfer. Bei den letzten nationalen Wahlen sorgte er für eine Überraschung, mit dem zweitbesten Resultat aller Walliser Nationalräte. Allerdings ist er wohl doch zu links, um bei der Ständeratswahl im bürgerlich dominierten Kanton genügend Stimmen zu erhalten. Eine Allianz mit der FDP oder gar der SVP ist wenig wahrscheinlich.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?