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Die Delegierten der Zürcher SVP verabschieden ihre Nationalratsliste einstimmig.
abspielen. Laufzeit 02:01 Minuten.
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Präsident Patrick Walder «Die Zürcher SVP muss wieder lauter und deutlicher werden!»

Bei den Zürcher Wahlen verlor die SVP deutlich. Nun soll die Rückkehr zum aggressiveren Politstil die Wende bringen.

Nach den Parlamentswahlen im Kanton Zürich blieb bei der SVP kein Stein auf dem anderen. Neun Sitze verlor die Volkspartei im Kantonsrat. Die Konsequenz: Präsident Konrad Langhart und mit ihm die gesamte Parteileitung musste gehen. Der junge Dübendorfer Patrick Walder übernahm die Führung und leitete am Dienstagabend zum ersten Mal als Kantonalpräsident eine Delegiertenversammlung seiner Partei.

Der Zürcher SVP-Präsident patrick Walder nimmt Gratulationen von Partei-Kollegen entgegen.
Legende: Anfang April wurde Patrick Walder zum neuen Zürcher Kantonalpräsidenten der SVP gewählt. Keystone

Angerichtet wurde gross im zürcherischen Hüntwangen, am äussersten Zipfel des Bezirks Bülach, nahe der Grenze zu Deutschland. Eigentlich sollte das Amphitheater die Kulisse bilden für die Rückkehr der SVP zum Wahlerfolg, aufgrund des regnerischen Wetters musste die Delegiertenversammlung aber im nahen Festzelt abgehalten werden. Wenn man den Klimawandel einmal brauche, dann sei er nicht da, scherzte Matthias Hauser, Gemeindepräsident von Hüntwangen und Gastgeber zu Beginn des Anlasses.

Die Rückkehr zur lauten SVP

Parteipräsident Patrick Walder gab sich in seiner Rede kämpferisch. Nach den kantonalen Wahlen müsse die Partei nun wieder lauter, deutlicher und einfacher werden. «Wir müssen den Kampf wieder suchen und unsere Gegner demaskieren», sagte er. Wahlen würde man nur mit Emotionen gewinnen.

Nationalratsliste SVP Kanton Zürich

Position
Name
1
Roger Köppel
2Gregor Rutz
3Alfred Heer
4Thomas Matter
5Hans-Ueli Vogt
6Barbara Steinemann
7Bruno Walliser
8Claudio Zanetti
9Mauro Tuena
10Martin Haab
11Therese Schläpfer
12Martin Hübscher
15Christoph Mörgeli
16Konrad Langhart

Während die Zürcher SVP unter Ex-Präsident Konrad Langhart eher sanftere Töne anschlug, soll es nun also wieder der aggressivere Politstil richten. Ziel sei es, bei den nationalen Wahlen im Herbst die aktuell zwölf Nationalratssitze zu verteidigen, so Walder. Er sei zuversichtlich, dass dies mit der aktuellen Liste gelingen werde.

Kaum Diskussionen, kaum Kritik

Diese Ansicht teilten auch alle Delegierten der Zürcher SVP am Dienstagabend. Einstimmig verabschiedeten sie den Vorschlag der Listengestaltungskommission. Die Liste mit allen bisherigen Nationalrätinnen und Nationalräte auf den Spitzenpositionen sei ausgewogen und brauche keine Änderungen.

Nur eine kleine Diskussion entstand im Zusammenhang mit dem Frauenanteil. Auf der Liste der SVP befinden sich unter den ersten 15 Kandidaten zwei Frauen. Zwei Delegierte forderten daher, Kantonsrätin Nina Fehr Düsel aufgrund ihres guten Abschneidens bei den Kantonsratswahlen einen besseren Listenplatz zu gewähren als Position 25. Der Vorschlag wurde jedoch deutlich verworfen.

Mörgeli im Listen-Mittelfeld

Ebenfalls auf der Nationalratsliste vertreten ist der prominente Zürcher SVP-Politiker Christoph Mörgeli – auf Position 15. Mörgeli sass zwischen 1999 und 2015 im Nationalrat, wurde vor vier Jahren allerdings trotz guter Ausgangslage und historischem Wahlsieg der Partei abgewählt. Seine Chancen auf eine Rückkehr ins nationale Parlament dürften auch aufgrund des Listenplatzes im Mittelfeld eher klein sein.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von U. Salzmann  (pfefferusalz)
    Konfrontation steht im Vordergrund. Diese Partei hat offenbar nichts gelernt!
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  • Kommentar von James Wright  (romantischer Rationalist)
    Ich fasse mal zusammen: die SVP verliert Wahl um Wahl. Anstatt ihre inhaltlichen Positionen zu überdenken, lautet die Antwort: «lauter werden», «Kampf suchen», die «Gegner bezeichnen», die «Gegner demaskieren» ... und natürlich noch «Lösungen präsentieren». Was hat das mit einer nachhaltigen, lösungsorientierten Sachpolitik zu tun? – Stimmt, genau gar nichts, aber das wäre ja auch nicht das, was diese Partei ernsthaft anstreben würde. Diese Uneinsichtigkeit macht alles nur noch schlimmer.
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  • Kommentar von R. Sommerhalder  (rso)
    Wenn ein Parteipräsident der Meinung ist, man könne Wahlen nur mit Emotionen gewinnen, dann ist er sehrwahrscheinlich eine Fehlbesetzung! Interessant ist auch eine Umfrage die ergeben hat, dass fast die Hälfte der SVP Wähler mehr Engagement der SVP bei Klima + Umwelt wünschen. Diese Wähler sollten auf der SVP Nationalratsliste ihres Kantons bisherige SVP Nationalräte, welche die aktuelle Klimagefahr nicht richtig beurteilen können, streichen + durch neue, kompetente SVP NR-Kandidaten ersetzen!
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