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Legende: Audio Die Grünen und ihre Top 6 im Nationalrats-Wahlkampf abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 21.05.2019.
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Prelicz-Huber auf Platz 1 Spielen die Zürcher Grünen im Nationalratskampf mit dem Feuer?

Die Bisherigen Bastien Girod und Balthasar Glättli müssen auf der Liste der Grünen für den Nationalrat zurückstehen.

Sie gehörte im vergangenen März zu den Gewinnern der Parlamentswahlen im Kanton Zürich. Die Grüne Partei legte im Kantonsrat neun Sitze zu und kommt nun auf 22 Vertreter im 180-köpfigen Kantonsparlament. Nun will die Partei vom Schwung profitieren und im nächsten Herbst auch im nationalen Parlament zulegen. An ihrer Nominations-Versammlung gestern in Zürich präsentierten die Grünen nun offiziell ihre Nationalratsliste und machten Parteipräsidentin Marionna Schlatter zu ihrer Ständerats-Kandidatin.

Girod und Glättli im Abseits?

Geht man streng nach den Listenpositionen, ist Katharina Prelicz-Huber das Zugpferd der Grünen Partei. Die Präsidentin der Gewerkschaft VPOD wurde auf Position 1 gesetzt. Zweifelsfrei ist sie eine verdiente Parteipolitikerin, sie sass von 2008 bis 2011 im Nationalrat und politisiert jetzt im Zürcher Gemeinderat. Für die grossen Glanzresultate der Grünen vermochte sie indes nicht zu sorgen. 2011 wurde sie abgwählt, vier Jahre danach holte sie deutlich weniger Stimmen als die beiden jetzigen Nationalräte Bastien Girod und Balthasar Glättli. Zudem ist Prelicz-Huber hauptsächlich für ihre Sozialpolitik bekannt, und weniger für die gerade topaktuelle Umweltpolitik.

Nationalratsliste Grüne Kanton Zürich

PositionName
1Katharina Prelicz-Huber
2Marionna Schlatter
3Balthasar Glättli
4Bastien Girod
5Anika Brunner
6Meret Schneider
10Tamy Glauser

Trotzdem: Die meisten Mitglieder stellten sich an der Nominations-Versammlung gestern Abend hinter Prelicz-Huber auf Listenplatz 1. Und auch Parteipräsidentin Marionna Schlatter verteidigte diese Wahl. «Viele hatte den Wunsch, dass die Grüne Partei zeigt, dass sie auch ältere, profiliertere Politikerinnen hat. Und das ist die Seite von Katharina Prelicz-Huber.» Zudem wollen die Grünen mit Prelicz-Huber und Schlatter auf den ersten beiden Listenplätzen ein Zeichen setzen für die Frauen in der Politik.

Ziel der Zürcher Grünen ist es, ihre Sitze im Nationalrat auf vier zu verdoppeln. Dabei bindet die Partei ihre beiden bekanntesten Politiker auf nationaler Ebene zurück. Balthasar Glättli belegt auf der Nationalratsliste der Grünen Position 3, Bastien Girod Position 4. Somit könnte den beiden prominenten Politikern die Abwahl drohen. Ein Spiel mit dem Feuer? Nein, sagt Bastien Girod selbst. Aber: «Die Bisherigen sollen sich nicht einfach auf den vorderen Plätzen ausruhen können.»

Model Tamy Glauser mit ihrer Freundin Dominique Rinderknecht am Zurich Film Festival.
Legende: Model Tamy Glauser (links) mit ihrer Freundin Dominique Rinderknecht am Zurich Film Festival. Keystone

Topmodel Tamy Glauser, die ebenfalls für die Grünen kandidiert, steht auf Platz 10 der Liste. Ihr werden nur geringe Wahlchancen attestiert, sie könnte aber durchaus für zusätzliche Stimmen sorgen.

Mehr als nur eine Lokomotive

Aufschwung für die Nationalratswahlen erhoffen sich die Grünen auch von ihrer Ständerats-Kandidatin. Parteipräsidentin Marionna Schlatter wurde gestern ohne Gegenstimme nominiert. Nur Lokomotive für den Nationalrats-Wahlkampf wolle sie nicht spielen: «Man muss selber eine Chance sehen, sonst braucht man nicht anzutreten», so Schlatter.

Marionna Schlatter

Marionna Schlatter

Ständerats-Kandidatin Grüne Kanton Zürich

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Marionna Schlatter hat Soziologie mit Schwerpunkt Umweltpolitik und Architektur studiert. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt im Zürcher Oberland. Von 2011 bis 2019 war sie Präsidentin der Grünen im Kanton Zürich. Im März 2019 eroberte Schlatter einen Sitz im Zürcher Kantonsrat, nun will sie für die Grünen in den Ständerat einziehen.

Bei den Ständeratswahlen sieht sich Schlatter harter Konkurrenz ausgesetzt. Neben den beiden Bisherigen Daniel Jositsch (SP) und Ruedi Noser (FDP) wollen auch die SVP mit Nationalrat Roger Köppel, die Grünliberalen mit Nationalrätin Tiana Angelina Moser, die CVP mit Kantonalpräsidentin Nicole Barandun und die EVP mit Nationalrat Niklaus Gugger ins Stöckli.

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