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Bild 1 von 7. Der neue Berner Gemeinderat mit Reto Nause (CVP), Alec von Graffenried (GFL), Ursula Wyss (SP), Franziska Teuscher (GB) und Michael Aebersold (SP) von links kurz nach der Wahl. Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 7. «Ich bin überwältigt und noch etwas sprachlos», sagte Alec von Graffenried im Berner Rathaus, als am Sonntagabend sein erster Rang im Rennen um das Berner Stadtpräsidium bekannt wurde. Auch bei der Wahl in den Gemeinderat hat er am meisten Stimmen geholt. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 7. Franziska Teuscher (GB) machte das zweitbeste Resultat bei der Gemeinderatswahl. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 7. Ursula Wyss (SP) ist seit vier Jahren im Berner Gemeinderat. Sie wurde lange als Favoritin für das Berner Stadtpräsidium gehandelt. Nun könnte ihr Alec von Graffenried vor der Sonne stehen. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 7. Michael Aebersold (SP) ist neu in der 5-köpfigen Berner Stadtregierung. Bildquelle: zvg.
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Bild 6 von 7. Reto Nause (CVP): «Ich bin nun der letzte bürgerliche Mohikaner in der Berner Stadtregierung.». Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 7. Alexandre Schmidt (FDP) wird sich eine neue Aufgabe suchen müssen. Er schaffte die Wiederwahl nicht. Seine Partei war bei dieser Wahl alleine angetreten, ohne Verbindung mit der SVP. Bildquelle: Keystone.
In den Berner Gemeinderat gewählt sind:
- Alec von Graffenried (GFL, neu): 31'127 Stimmen
- Franziska Teuscher (GB, bisher): 27'866 Stimmen
- Ursula Wyss (SP, bisher): 26'160 Stimmen
- Michael Aebersold (SP, neu): 23'351 Stimmen
- Reto Nause (CVP, bisher): 11'033 Stimmen
Die Wiederwahl verpasst hat Alexandre Schmidt von der FDP. Er erhielt 10'066 Stimmen.
Die FDP war bei diesen Wahlen ohne Zusammenarbeit mit der SVP angetreten. Diese trat mit einer eigenen Liste an, auf der Erich Hess mit 5104 Stimmen bestplatziert ist.
Somit kann das rot-grüne Lager auch nach 24 Jahren an der Macht noch weiter zulegen. Das Bündnis kommt neu auf einen Wähleranteil von 61,8 Prozent. Bei den Wahlen vor vier Jahren betrug der Wähleranteil noch 59 Prozent. Das Mitte-Bündnis kommt 2016 auf 13,1 Prozent, die SVP auf 10,7 Prozent, die FDP auf 11,4 Prozent. Ferner konnte die SD dieses Jahr 0,4 Prozent Wähleranteile verbuchen, die Neue Berner Welle 2,6 Prozent.
Bern tickt noch linker – was bedeutet das?
Stadtpräsidium noch offen
Die Wahl für das Stadtpräsidium war separat. Hier hat niemand das absolute Mehr von 21‘279 Stimmen erreicht. Damit gibt es am 15. Januar 2017 einen zweiten Wahlgang, an dem alle gewählten Gemeinderatsmitglieder teilnehmen können. Reto Nause hat im Gespräch mit Radio SRF bereits am Sonntagabend bekanntgegeben, dass er nicht noch einmal antreten wird.
Die Rangliste vom 27. November 2016 für das Berner Stadtpräsidium:
- Alec von Graffenried (GFL): 13'846 Stimmen
- Ursula Wyss (SP): 12'368
- Franziska Teuscher (GB): 6916
- Reto Nause (CVP): 3282
- Alexandre Schmidt (FDP): 2840
- Erich Hess (SVP): 1421
- Rudolf Friedli (SVP): 1065
- Stefan Theiler (Neue Berner Welle): 519
- Daniel Lehmann (SVP): 300
Hohe Beteiligung, langes Warten
Die Stadtberner Wahlen vermochten zu mobilisieren. Vor den Wahllokalen hatten sich lange Schlangen gebildet, Wartezeiten von 45 Minuten waren am Sonntagvormittag keine Seltenheit.
Hohe Wahlbeteiligung in Bern
Die Stimmbeteiligung fürs Stadtpräsidium lag bei 51,7 Prozent, für den Gemeinderat bei 46,4 Prozent. Bei den letzten Wahlen 2012 waren es beim Gemeinderat nur gerade 37,2 Prozent. Aufgrund der hohen Beteiligung hat sich die Bekanntgabe der Resultate nach hinten verschoben.
Wahlen Stadt Bern
«Die Wahlurnen konnten 45 Minuten später als geplant zu den Auszählungsorten gebracht werden», sagt der Leiter des Informationsdienstes, Walter Langenegger. Die Resultate für die Berner Stadtregierung wurden schliesslich erst um 21:30 Uhr bekanntgegeben.
Im Parlament dominiert Rot-Grün
Auch im Stadtberner Parlament (Stadtrat) war die rot-grüne Mehrheit nicht gefährdet. Die linken und grünen Parteien konnten noch weiter zulegen. Sitze verloren hat insbesondere die BDP.