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Wahlen Kanton Graubünden SVP zieht nach 18 Jahren wieder in die Kantonsregierung ein

Die Davoserin Valérie Favre Accola holt sich den freigewordenen Sitz in der Bündner Regierung.

Vier Anläufe blieben erfolglos, nun schafft die SVP den Sprung in die Bündner Regierung. Valérie Favre Accola kommt unter den «Neuen» auf die meisten Stimmen um den freiwerdenden Regierungssitz.

Favre Accola liess damit die vier weiteren Kandidierenden um den freiwerden Sitz des Mitte-Regierungsrats Jon Domenic Parolini hinter sich.

Regierungsrätin im Interview.
Legende: Valérie Favre Accola gibt in Chur ihre ersten Interviews als gewählte Regierungsrätin. Keystone/Gian Ehrenzeller

Neben der Davoserin kandidierten die Pontresiner Gemeindepräsidentin Nora Saratz Cazin von der GLP, die Scuoler Gemeindepräsidentin Aita Zanetti von der Mitte, FDP-Kantonalpräsident Maurizio Michael sowie der parteilose Jurastudent Reto Bott.

Bisherige Regierungsmitglieder wiedergewählt

Die vier amtierenden Mitglieder der Bündner Regierung, die sich zur Wiederwahl stellten, bleiben im Amt. Finanzdirektor Martin Bühler von der FDP kommt auf die meisten Stimmen, gefolgt von den beiden Mitte-Vertretern, Volkswirtschaftsdirektor Marcus Caduff und Carmelia Maissen vom Departement Infrastruktur, Energie und Mobilität. Justizdirektor Peter Peyer von der SP schneidet von den bisherigen Regierungsmitgliedern am schlechtesten ab.

Historischer Sieg für SVP

Mit Valérie Favre Accola ist die SVP nach 18 Jahren wieder Teil der Bündner Kantonsregierung.

Die 53-Jährige ist aktuell Mitglied des Kleinen Landrats, der Regierung der Gemeinde Davos. Sie ist verheiratet mit dem ehemaligen Skirennfahrer Paul Accola und hat drei Kinder.

SRF-Graubünden Korrespondent: «Wahlsieg ist logische Konsequenz»

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SRF Graubünden Korrespondent Sandro Oertli

Nach der Neugründung 2008 hat sich die Partei im Grossen Rat Schritt für Schritt zurück gekämpft und hält heute über 20 Prozent der Sitze. Dazu kommt: Die Abstimmung über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» könnte zusätzliche SVP-Wählerinnen und -wähler mobilisiert haben.

Entscheidend war aber auch die Kandidatin selbst. Valérie Favre Accola ist keine unbekannte Herausforderin, sondern eine etablierte Politikerin mit Regierungserfahrung. Sie ist derzeit Mitglied der Davoser Regierung. Als amtierende Standespräsidentin war sie im vergangenen Jahr kantonsweit präsent. Und sie hat gezeigt, dass sie auch Wählerinnen und Wähler in der politischen Mitte ansprechen kann – genau das hat früheren SVP-Kandidaturen oft gefehlt.

Regionaljournal Ostschweiz, 14.06.2026, 14:10 Uhr ; 

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