Zum Inhalt springen

Header

Audio
Sandra Kolly (CVP) und Peter Hodel (FDP) komplettieren die Solothurner Regierung – und sorgen für Umbruch.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 25.04.2021.
abspielen. Laufzeit 03:39 Minuten.
Inhalt

Wahlen Kanton Solothurn Mehr Frauen und weniger CVP in der Solothurner Regierung

Die Solothurner Kantonsregierung ist komplett: Die letzten beiden Sitze holen Sandra Kolly (CVP) und Peter Hodel (FDP).

  • Erstmals in seiner Geschichte wird der Kanton Solothurn von einer Frauenmehrheit regiert.
  • Im zweiten Wahlgang schafft CVP-Präsidentin Sandra Kolly den Sprung in den Regierungsrat. Sie ist neben den bereits gewählten Susanne Schaffner (SP) und Brigit Wyss (Grüne) die dritte Frau in der fünfköpfigen Kantonsregierung.
  • Der zweite noch zu vergebende Sitz geht an Peter Hodel von der FDP. Damit erobern die Freisinnigen etwas überraschend auf Kosten der CVP einen zweiten Sitz im Regierungsrat.
  • Die neue Solothurner Regierung besteht aus zwei Vertretern der FDP und je einer Vertreterin von CVP, SP und Grünen.

Drei der fünf Regierungssitze im Kanton Solothurn wurden bereits im ersten Wahlgang besetzt. Am 7. März wurden Susanne Schaffner (SP) und Brigit Wyss (Grüne) ebenso im Amt bestätigt, wie Remo Ankli (FDP).

Hinter den gewählten Bisherigen lag Sandra Kolly (CVP) bereits im ersten Wahlgang klar in Führung. Sie verpasste im März das absolute Mehr nur knapp und ging folglich als grosse Favoritin in die zweite Runde.

Nun hat sie sich wie erwartet durchgesetzt: Kolly holt über 35'000 Stimmen, rund ein Drittel aller abgegebenen Stimmen und distanziert damit ihre Konkurrenten deutlich. Trotz Favoritenrolle zeigt sich Kolly am Abend nach der Wahl erleichtert: «Die Zeit zwischen den Wahlgängen war intensiv. Es ist fast die mühsamste Zeit, weil man dranbleiben muss, egal, wie man im ersten Wahlgang abgeschnitten hat.»

Mit Sandra Kolly zieht nun also eine dritte Frau in die fünfköpfige Solothurner Kantonsregierung ein, die dadurch erstmals mehrheitlich in Frauenhand liegt. Solothurn ist damit aktuell der vierte Kanton der Schweiz mit einer Frauenmehrheit in der Regierung, neben Zürich, Thurgau und Waadt.

FDP gewinnt Sitz auf Kosten der CVP

Während Kollys Wahl eigentlich bereits gesetzt war, kam es beim letzten Sitz zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Im ersten Wahlgang lagen Thomas A. Müller (CVP) und Peter Hodel (FDP) fast gleichauf, Müllers Vorsprung betrug lediglich 286 Stimmen.

Im zweiten Wahlgang ist das Resultat nun deutlicher – zugunsten von Peter Hodel. Der FDP-Mann lag am Wahlsonntag praktisch von Beginn an in Führung. Mit 25'772 Stimmen distanziert er CVP-Vertreter Thomas A. Müller schliesslich relativ deutlich und erobert für die FDP den zweiten Sitz in der Regierung zurück, neben dem bereits im ersten Durchgang gewählten Remo Ankli.

Gegenüber SRF zeigte sich Hodel erleichtert, dass er es nach über einem halben Jahr im Wahlkampf nun geschafft habe. Die Gründe für den Erfolg seien schwierig zu definieren: «Ich glaube, der Bekanntheitsgrad hatte sicher einen Einfluss.» Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten von der CVP sitzt Hodel aktuell im Kantonsparlament.

SVP muss in der Opposition bleiben

Nach wie vor nicht in der Solothurner Regierung vertreten bleibt die SVP. Ihr Kandidat Richard Aschberger liegt mit 21'431 Stimmen deutlich auf dem letzten Platz. Zwar konnte Aschberger seinen Rückstand gegenüber den Konkurrenten Hodel und Müller im Vergleich zum ersten Wahlgang verringern, verpasste die Wahl aber dennoch klar.

Die SVP ist damit als zweitgrösste Partei des Kantons weiterhin nicht im Regierungsrat vertreten. Bei den Parlamentswahlen im März hatte sie drei Sitze zugelegt und überholte damit sowohl SP als auch CVP. Trotzdem verwehrt die Stimmbevölkerung der SVP nun den lange ersehnten Sitz in der Regierung. Mit knapp 21 Prozent der abgegebenen Stimmen gelang es SVP-Kandidat Richard Aschberger nicht wirklich, weit über die Parteigrenzen hinaus Stimmen zu holen.

Trotz der Nichtwahl ist SVP-Kandidat Richard Aschberger zufrieden mit seinem Resultat. Natürlich sei es schade für die SVP. Aber immerhin habe er im Gegensatz zum ersten Wahlgang aufgeholt und sei knapper an die Konkurrenten von FDP und CVP herangekommen: «Wir wussten, dass es sehr schwierig wird und haben es trotzdem probiert und gekämpft.» Die SVP müsse sich nun nicht verstecken.

Urnengänge im Kanton Solothurn

Box aufklappenBox zuklappen
Urnengänge im Kanton Solothurn

Hier finden Sie alles zu den Wahlen und Abstimmungen im Kanton Solothurn vom 25. April 2021.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 12:03 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christian Kauer  (Chrika)
    Solange es keiner oder eine aus der Sünnelipartei ist ist doch eigentlich alles recht.
    1. Antwort von Janusz Kaltenbacher  (anti_sozialist)
      Dann haben Sie aber ein ganz schön tiefes Anforderungsprofil, wenn bei Ihnen von allen anderen Parteien alles recht ist.
    2. Antwort von Christian Kauer  (Chrika)
      Janusz Kaltenbacher, nein, hab ich nicht, die Sünneler stehen ja mehr oder weniger geschlossen unter meiner Anforderungsprofilliste..
    3. Antwort von Janusz Kaltenbacher  (anti_sozialist)
      Ihre persönliche Anforderungsliste ist eben nicht prädestiniert für den Regierungsrat und auch nicht von Belang.
  • Kommentar von Arthur Fricker  (Thury)
    Ist doch egal ob mehr Frauen oder Männer oder sonstige die Posten besetzen. Das einzig wichtige ist doch das Die Person ihre Arbeit richtig machen.
    Das ewige Theater um die Frauen quote ist völlig Geschlechter feindlich.
  • Kommentar von Janusz Kaltenbacher  (anti_sozialist)
    Die spannendsten Wahlen seit Jahrzehnten, ein Sitz wechselt von der CVP zur FDP. So als ob es zwischen der FDP und der CVP ( KandidatenInnen) überhaupt noch Unterschiede geben würde. Alles die selben inhaltsleeren grauen Mäuse .
    1. Antwort von Herbert Infanger  (HerbertEduard)
      Herr Kaltenbacher, schade dass Sie nicht in der Politik sind!
      Sonst wäre dies natürlich ganz anders!
    2. Antwort von Erich Furrer  (rico1)
      Ja herr kaltenbacher sie haben vollkommen recht.. Die CVP, Wasserträger der linken oder die Fdp als sozialisten im liberalen mänteli der unterschied ist nicht mehr auszumachen