Keine zwei Stunden nach Schliessung der Wahlurnen war klar: Der neue Stadtpräsident von Winterthur heisst Stefan Fritschi (FDP). Er holte rund 16'000 Stimmen, knapp 700 Stimmen mehr als sein Konkurrent Kaspar Bopp (SP).
Damit bleibt das Winterthurer Stadtpräsidium in bürgerlicher Hand. Fritschi tritt die Nachfolge des langjährigen Stadtpräsidenten Michael Künzle (Mitte) an.
Wenig überraschend überzeugte Fritschi insbesondere die Wählerinnen und Wähler in den Stadtkreisen Seen und Wülflingen. Aber auch in Oberwinterthur und Töss liess Fritschi seinen Konkurrenten zurück. Rund 44 Prozent der Stimmberechtigten nahmen am zweiten Wahlgang teil.
Ausgangslage war spannend
Im ersten Wahlgang im März erhielten Kaspar Bopp (SP) und Stefan Fritschi (FDP) fast gleich viele Stimmen – das absolute Mehr erreichte jedoch keiner von beiden. Bopp erhielt fürs Präsidium knapp 700 Stimmen mehr als Fritschi. Allerdings landete dieser bei der Wahl in den Stadtrat auf Platz eins – mit fast 400 Stimmen vor Kaspar Bopp. Die Ausgangslage versprach daher Spannung.
14 Jahre prägte Mitte-Politiker Michael Künzle Winterthur als Stadtpräsident. Dieses Mal trat er nicht mehr an. Vor ihm war Ernst Wohlwend von der SP an der Spitze der Stadtregierung.
Finanzvorsteher Kaspar Bopp, der seit 2019 im Stadtrat ist, wollte das Präsidium zurückerobern. Es war sein zweiter Anlauf. Stefan Fritschi, Vorsteher des Departements Technische Betriebe, ist seit 2010 im Stadtrat.