- Der Waldbrand im Puschlav konnte laut der Bündner Kantonspolizei eingedämmt werden.
- Die Feuerwehr Brusio hat mit den Nachlöscharbeiten begonnen.
- Die Rhätische Bahn verkehrt ab Freitag wieder gemäss Fahrplan.
Der seit Dienstag wütende Waldbrand bei Brusio konnte durch den Einsatz verschiedener Partnerorganisationen eingedämmt werden, schreibt die Polizei in einer Mitteilung.
Die Feuerwehr habe mit Nachlöscharbeiten begonnen, bei denen verbliebene Brandherde sowohl am Boden als auch aus der Luft bekämpft werden. Vier Helikopter sollen voraussichtlich bis Freitag im Einsatz bleiben. Die Einsatzkräfte rechnen damit, die Nachlöscharbeiten in den kommenden Tagen abzuschliessen.
Auch die Stromversorgung nach Viano wird repariert und soll bis Freitagabend wiederhergestellt sein. Rund ein halber Quadratkilometer Schutzwald wurde zerstört. Die Einsatzleitung wechselt am Donnerstagabend von der Kantonspolizei Graubünden zur Gemeinde Brusio.
Sobald der Einsatz der Helikopter abgeschlossen ist, werden Spezialisten der Feuerwehr ins Brandgebiet geschickt. Sie sollen das steile Gelände weiter untersuchen und bei Bedarf Glutnester löschen. Wann genau dies der Fall sein wird, ist noch unklar. «Sie werden mit Seilen gesichert sein», erklärt Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden das Vorgehen. Bislang war der Zutritt aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
Mit den Helikoptern wurde gestern so viel Wasser geflogen, dass der Waldboden genügend durchnässt wurde, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, erklärte Walser gegenüber SRF. Er betonte, dass die Situation nicht mehr besorgniserregend sei.
Die Meldung über den Waldbrand war am Dienstagnachmittag bei der Kantonspolizei Graubünden eingegangen. Der Brand sei legal entfacht worden, teilte die Polizei mit. Ein lokales Unternehmen in Brusio habe Abfallholz verbrannt und dafür eine Bewilligung gehabt. Wegen der Trockenheit und des starken Windes geriet das Feuer jedoch ausser Kontrolle und entwickelte sich zu einem rund zwei Quadratkilometer grossen Waldbrand.
Bahnlinie und Strasse gesperrt
Das Feuer war in unmittelbarer Nähe des Kreisviadukts der Rhätischen Bahn (RhB) ausgebrochen, die Bahnlinie wurde unterbrochen. Die Rhätische Bahn verkehrt ab Freitag wieder gemäss Fahrplan. Die Strasse nach Viano GR ist bereits wieder offen.
Via Alertswiss hatte der Kanton am Mittwochmorgen für die Bündner Südtäler ein absolutes Feuerverbot im Freien erlassen. Die Kantonspolizei Graubünden hat die Brandermittlung aufgenommen. Erste Befragungen hätten stattgefunden.