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Waldbrand im Puschlav Feuer mehrheitlich eingedämmt – Bahnlinie bleibt gesperrt

  • Der Waldbrand im Puschlav ist laut der Bündner Kantonspolizei unter Kontrolle.
  • Am Donnerstagmorgen wurde das Gebiet mit einer Drohne überflogen, um Glutnester ausfindig zu machen.
  • Die Bahnlinie der Rhätischen Bahn bleibt weiterhin unterbrochen. Es verkehren Bahnersatzbusse.

«Die Löscharbeiten waren erfolgreich. Der Waldbrand konnte grossmehrheitlich eingedämmt werden», sagte Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, am Donnerstagvormittag auf Anfrage von SRF.

Um Glutnester ausfindig zu machen, haben Drohnen mit Wärmebildkameras das betroffene Gebiet überflogen. Dabei seien noch einige Brandpunkte gefunden worden. Diese würden fortlaufend aus der Luft bekämpft.

Karte der Schweiz mit Brusio im Süden als Brandort
Legende: Das Brandgebiet im Süden der Schweiz umfasst eine Fläche von rund zwei Quadratkilometern. SRF

Laut Polizei sind weiterhin zwei Löschhelikopter der Schweizer Armee im Einsatz, sowie drei zivile. Sie unterstützen die Feuerwehren von Brusio und Poschiavo. Diese sind weiterhin im Einsatz. Sie stellen das Löschwasser für die Helikopter bereit.

Sobald der Einsatz der Helikopter abgeschlossen ist, werden Spezialisten der Feuerwehr ins Brandgebiet geschickt. Sie sollen das steile Gelände weiter untersuchen und bei Bedarf Glutnester löschen. Wann genau dies der Fall sein wird, ist noch unklar. «Sie werden mit Seilen gesichert sein», erklärt Polizeisprecher Walser das Vorgehen. Bislang war der Zutritt aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Ausserordentliche Luftraumsperre

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Um die Löscharbeiten nicht zu behindern, verfügte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) eine ausserordentliche Luftraumsperre bis am Donnerstagabend.

Mit den Helikoptern wurde gestern so viel Wasser geflogen, dass der Waldboden genügend durchnässt wurde, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, erklärte Walser gegenüber SRF. Gleichzeitig betonte er, dass die Situation nicht mehr besorgniserregend sei.

Nachtaufnahme eines Waldbrands an einem Berghang.
Legende: Flammen über Brusio: Der nächtliche Waldbrand rückt nah ans Dorf. KANTONSPOLIZEI GR

Die Meldung über den Waldbrand war am Dienstagnachmittag bei der Kantonspolizei Graubünden eingegangen. Der Brand sei legal entfacht worden, teilte die Polizei mit. Ein lokales Unternehmen in Brusio habe Abfallholz verbrannt und dafür eine Bewilligung gehabt. Wegen der Trockenheit und des starken Windes geriet das Feuer jedoch ausser Kontrolle und entwickelte sich zu einem rund zwei Quadratkilometer grossen Waldbrand.

Bahnlinie und Strasse gesperrt

Das Feuer war in unmittelbarer Nähe des Kreisviadukts der Rhätischen Bahn (RhB) ausgebrochen. Der Bahnverkehr bleibt weiterhin unterbrochen. «Wir können noch keine Entwarnung geben», so Mediensprecher Markus Walser. Die Strasse nach Viano GR ist wieder offen.

Brennender Berghang nahe einer Bahnbrücke mit Rauchentwicklung.
Legende: Die Kantonspolizei Graubünden konnte keine Angaben dazu machen, wann die RHB-Strecke wieder aufgeht. www.webcam.valtline.it

Via Alertswiss hatte der Kanton am Mittwochmorgen für die Bündner Südtäler ein absolutes Feuerverbot im Freien erlassen. Die Kantonspolizei Graubünden hat die Brandermittlung aufgenommen. Erste Befragungen hätten stattgefunden.

Regionaljournal Ostschweiz, 8.4.2026, 6.32 Uhr ; 

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