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Das ist die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 18.03.2021.
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Walliser Wahlen Verlieren die Oberwalliser den Einfluss im Kanton?

Der Einfluss bröckelt – das zeigt sich auch im Hinblick auf den zweiten Wahlgang der Staatsratswahlen.

Sechs Männer kandidieren für den zweiten Wahlgang der Staatsratswahlen am 28. März. Die beiden bestgewählten aus dem ersten Wahlgang, die C-Politiker Roberto Schmidt und Christophe Darbellay, gelten als gesetzt. Wahrscheinlich ist auch die Wahl des SP-Nationalrats Mathias Reynard.

FDP-Staatsrat Frédéric Favre landete im ersten Wahlgang auf dem vierten Platz. Er kann sich seiner Sache noch nicht sicher sein.

Am wahrscheinlichsten aber ist am 28. März ein Zweikampf zwischen dem französischsprachigen CVP-Neuling Serge Gaudin und dem deutschsprachigen SVP-Nationalrat Franz Ruppen. Die beiden trennten im ersten Wahlgang nur gerade 718 Stimmen.

Auf den ersten Blick ist es eine Wahl zwischen zwei konservativen Politikern. Auf den zweiten Blick wird klar: Es geht um mehr. Wird Gaudin gewählt, verliert die Oberwalliser Minderheit im Kanton einen ihrer beiden Staatsratssitze. Wird Ruppen gewählt, ist die Vormachtstellung der CVP im Kanton Wallis endgültig Geschichte. Sie hätte dann nur noch zwei statt wie bisher drei der fünf Regierungssitze.

Für die Partei – oder die Region

Falls Franz Ruppen (SVP) die Wahl nicht schaffen sollte, steht die deutschsprachige Minderheit im Kanton Wallis zum ersten Mal mit nur noch einem Regierungssitz da.

In den letzten Jahren hat das Oberwallis wegen der demografischen Entwicklung an politischem Einfluss verloren. Alle Versuche, das mit Sitzgarantien zu ändern, schlugen bisher fehl. Viele Oberwalliser – gerade die Wähler der CVP – werden deshalb wohl die Region höher gewichten als die Parteizugehörigkeit.

Man muss über seinen Schatten springen und SVP wählen.
Autor: Stimmbürger aus Brig

Eine Strassenumfrage in Brig zeigt, dass wohl viele gegen ihre politische Couleur stimmen werden. Franz Ruppen sei politisch nicht auf seiner Linie, sagt etwa ein Mann. Aber: «Wir sind im Oberwallis in der Minderheit und da muss man halt auch mal über seinen Schatten springen und SVP wählen.» Und eine Passantin meint: «Ich bin sonst kein Fan der SVP, aber den Ruppen den wähle ich.»

Mit Blick auf das Unterwallis sagt Wallis-Korrespondentin Priska Dellberg: «Im Unterwallis bestreitet zumindest niemand offiziell den Anspruch der Oberwalliser Minderheit auf zwei Regierungssitze.» Auch, wenn es vielen dabei wohl weniger um den kantonalen Zusammenhalt ginge. Als vielmehr darum, die jahrzehntelange Dominanz der CVP zu brechen, diese sei den Minderheitsparteien schon länger ein Dorn im Auge, so Dellberg.

SRF 1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 18.03.2021, 17:30 Uhr;

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