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Wegen mehr Aufgaben Bundesrat beschliesst: Schweiz soll Botschaft im Vatikan erhalten

  • Zum ersten Mal in der Geschichte der Schweiz hat der Bundesrat die Errichtung einer Schweizer Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom beschlossen.
  • Heute werden die diplomatischen Interessen der Schweiz durch den Botschafter von Slowenien vertreten.
  • Als Nächstes wird das Parlament konsultiert.
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Aus dem Archiv: Braucht die Schweiz eine Botschaft im Vatikan?
12:21 min, aus HeuteMorgen vom 07.09.2021.
abspielen. Laufzeit 12:21 Minuten.

Mit diesem Grundsatzentscheid wolle der Bundesrat der Tatsache Rechnung tragen, dass die diplomatischen Aufgaben im Vatikan in den letzten Jahren zugenommen haben, heisst es in einer Mitteilung des Bundesrats. «Es ist heute nicht mehr möglich, sämtliche diplomatischen Aufgaben im Zusammenhang mit dem Heiligen Stuhl effizient wahrzunehmen.»

Starke Zunahme der offiziellen Besuche

Die Zahl der hochrangigen offiziellen Besuche aus der Schweiz sei in den letzten Jahren stark gestiegen. Die diplomatischen Interessen der Schweiz werden seit 2014 durch den Botschafter von Slowenien vertreten. In einem nächsten Schritt wird das Parlament zu dem Entscheid konsultiert.

Im Vorfeld waren die Pläne des Bundesrats kritisiert worden, etwa von den Evangelischen Kirchen Schweiz. Noch 2012 war ein Vorstoss von FDP-Nationalrätin Doris Fiala (ZH) im Parlament gescheitert, die eine Vertretung im Vatikan forderte. Unter anderem auch deshalb, weil sich der damalige Aussenminister Didier Burkhalter gegen den Vorstoss stellte.

SRF 4 News, 01.10.2021, 12.00 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Genau! Die Schweiz muss den Vatikan diplomatisch aufwerten. Wir schwimmen ja im Geld und sind dem Katholizismus verpflichtet.
  • Kommentar von Elmar Th. Mäder  (Elmar Th. Mäder)
    Kaum jemand ist sich der Tatsache bewusst, dass im Vatikan vor allem sehr erfahrene Botschafter mit direktem Draht zu obersten Entscheidungsträgern ihres Landes verkehren.

    Man soll nicht glauben, dass diese Botschafter miteinander und mit Stellen des Heiligen Stuhls nur über religiöse Fragen sprechen.

    Kritikern gebe ich zu bedenken, dass es den Eisernen Vorhang vielleicht noch immer gäbe, wenn nicht auch der Vatikan tätig gewesen wäre.

    Elmar Th. Mäder
    ehem. Kommandant Schweizergarde
  • Kommentar von Sebastian Demlgruber  (SeDem)
    Wenn die Schweiz jahrhundertelang keine Botschaft im Vatikan brauchte, ist es angesichts der massiv schrumpfenden Bedeutung und des sinkenden Ansehens der katholischen Kirche in der Welt schon fragwürdig, was das für viele zusätzliche diplomatische Aufgaben im Zusammenhang mit dem Vatikan sein sollen. Es hat doch längst null Effekt, wenn ein Papst irgendwas verlautbart, nicht mal in früher erzkatholischen Gegenden. Es sollte doch reichen, die Kontakte einfach direkt aus Bern zu managen.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Sebastian Demlgruber: Auch wenn die Schweizer Regierung zum Frieden aufruft hat das meistens Null Effekt.