- US-Präsident Donald Trump wird definitiv am World Economic Forum 2026 in Davos teilnehmen, wie die Organisatoren bestätigen.
- Laut Medienberichten soll er am Mittwoch, 21. Januar, in Davos eintreffen und zwei Tage dort verbringen.
- Das WEF rechnet mit über 3000 Teilnehmenden, davon 64 Staatschefs und sechs von sieben G7-Leadern.
- Das WEF 2026 beginnt am 19. Januar und dauert bis am 23. Januar.
Der US-Präsident werde von einer grossen Delegation begleitet, sagte WEF-Chef Børge Brende an einer Medienkonferenz am Dienstag. Darunter seien Aussenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Bislang wurden noch keine Details zum Programm des US-Präsidenten bekannt gegeben.
Das WEF 2026 nehme historische Dimensionen an, sagte Brende weiter. Denn die Jahresversammlung finde vor dem komplexesten geopolitischen Hintergrund seit 1945 statt. Unter dem diesjährigen Motto «A Spirit of Dialogue» betonte Brende die Notwendigkeit des Dialogs in unsicheren Zeiten.
Das WEF biete eine unparteiische Plattform, um sich mit den wichtigsten wirtschaftlichen, geopolitischen und technologischen Kräften und dem Wandel auseinanderzusetzen, hiess es.
Gespräche zur Geopolitik
Der geschäftsführende Direktor des WEF, Mirek Dušek, erläuterte die Themen des diesjährigen WEF. Das Augenmerk liege unter anderem auf den Themen Ukraine, Iran, Gaza und Venezuela.
Der Wandel des Handels werde beleuchtet und was dieser für Schwellenländer bedeute. Aber auch über Bildung, Gesundheit, Klima und Natur werde gesprochen. Nicht zuletzt dürfe das Thema künstliche Intelligenz nicht fehlen und wie man diese innovativ und verantwortungsbewusst einsetze.
Rekordzahl an Teilnehmenden
Am 56. WEF wird eine Rekordzahl von 400 Spitzenpolitikern teilnehmen – darunter praktisch alle europäischen Staats- und Regierungschefs. Rund 1700 Führungskräfte aus der Wirtschaft, darunter fast 850 der weltweit führenden CEO seien dabei. Insgesamt nehmen Vertreterinnen und Vertreter aus 130 Ländern teil.
Auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski wolle laut den Organisatoren nach Graubünden reisen. Russland hingegen ist nach wie vor nicht eingeladen.
Der libanesische Premierminister sei dabei und zum ersten Mal überhaupt der syrische Präsident, ausserdem eine grosse Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Man erwarte dieses Jahr zudem eine grosse Delegation aus Afrika, denn der Dialog zwischen Europa und Afrika sei sehr wichtig.
Die Schweiz muss ihr Programm noch vorstellen. Bislang wurde nur die Anwesenheit von Bundespräsident Guy Parmelin angekündigt. Verteidigungsminister Martin Pfister wird am Montag die Truppen vor Ort besuchen.