Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Weltwirtschaftsforum in Davos WEF bestätigt Teilnahme von US-Präsident Donald Trump

  • US-Präsident Donald Trump wird definitiv am World Economic Forum 2026 in Davos teilnehmen, wie die Organisatoren bestätigen.
  • Laut Medienberichten soll er am Mittwoch, 21. Januar, in Davos eintreffen und zwei Tage dort verbringen.
  • Das WEF rechnet mit über 3000 Teilnehmenden, davon 64 Staatschefs und sechs von sieben G7-Leadern.
  • Das WEF 2026 beginnt am 19. Januar und dauert bis am 23. Januar.

Der US-Präsident werde von einer grossen Delegation begleitet, sagte WEF-Chef Børge Brende an einer Medienkonferenz am Dienstag. Darunter seien Aussenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Bislang wurden noch keine Details zum Programm des US-Präsidenten bekannt gegeben.

Person spricht beim Weltwirtschaftsforum.
Legende: Für Trump ist es das dritte Mal, dass er ans WEF reist. Während seiner ersten Amtszeit hatte er zweimal daran teilgenommen (Bild von 2018). Vergangenes Jahr, zu Beginn seiner zweiten Amtszeit, hatte er sich per Video zugeschaltet und eine Rede gehalten. Archiv/REUTERS/Carlos Barria

Das WEF 2026 nehme historische Dimensionen an, sagte Brende weiter. Denn die Jahresversammlung finde vor dem komplexesten geopolitischen Hintergrund seit 1945 statt. Unter dem diesjährigen Motto «A Spirit of Dialogue» betonte Brende die Notwendigkeit des Dialogs in unsicheren Zeiten.

Das WEF biete eine unparteiische Plattform, um sich mit den wichtigsten wirtschaftlichen, geopolitischen und technologischen Kräften und dem Wandel auseinanderzusetzen, hiess es.

Gespräche zur Geopolitik

Der geschäftsführende Direktor des WEF, Mirek Dušek, erläuterte die Themen des diesjährigen WEF. Das Augenmerk liege unter anderem auf den Themen Ukraine, Iran, Gaza und Venezuela.

SRF-Wirtschaftsredaktor: «WEF klar im Zeichen der USA»

Box aufklappen Box zuklappen

Matthias Heim, SRF-Wirtschaftsredaktor

Das diesjährige WEF steht ganz klar im Zeichen der USA und ihrer Politik. Nebst Donald Trump werden gleich mehrere Minister aus seiner Regierung teilnehmen, darunter der Aussenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent. Sie alle werden das WEF als Bühne nutzen, um ihre aktuelle Politik zu erklären und zu verteidigen.

Inwiefern die US-Regierung mit ihrer Politik auf Widerspruch stossen wird, ist eine der grossen, offenen Fragen. Es wird sich erst im Laufe der Woche zeigen, ob es Buhrufe gibt für die USA – wie in der Vergangenheit – oder Applaus. Angesichts der Vorzeichen dürfte es vor allem Letzteres geben. Insbesondere für die vielen europäischen Regierungschefs dürfte es eine Gratwanderung werden zwischen Anbiederung und Kritik.

Gleichzeitig unterstreichen die USA ihre Rolle als weltpolitisches Schwergewicht, auch durch die Präsenz ihrer Technologie-Giganten: So sind etwa die Chefs des Chipherstellers Nvidia und von Microsoft in Davos.

Aus Schweizer Sicht dürfte das Treffen zwischen dem Bundespräsidenten Guy Parmelin und Donald Trump im Vordergrund stehen, namentlich wegen der verhassten US-Zölle auf Schweizer Produkte.

Der Wandel des Handels werde beleuchtet und was dieser für Schwellenländer bedeute. Aber auch über Bildung, Gesundheit, Klima und Natur werde gesprochen. Nicht zuletzt dürfe das Thema künstliche Intelligenz nicht fehlen und wie man diese innovativ und verantwortungsbewusst einsetze.

Rekordzahl an Teilnehmenden

Am 56. WEF wird eine Rekordzahl von 400 Spitzenpolitikern teilnehmen – darunter praktisch alle europäischen Staats- und Regierungschefs. Rund 1700 Führungskräfte aus der Wirtschaft, darunter fast 850 der weltweit führenden CEO seien dabei. Insgesamt nehmen Vertreterinnen und Vertreter aus 130 Ländern teil.

Flughafen Zürich rechnet mit 1000 zusätzlichen Flügen

Box aufklappen Box zuklappen
Militärflugzeug auf dem Rollfeld vor bewaldetem Hügel.
Legende: Auf dem Flughafen Zürich ist bereits ein Transportflugzeug der US-Armee gelandet. Es hat vermutlich Material für den anstehenden WEF-Besuch von Trump an Bord. KEYSTONE/Michael Buholzer

Am Flughafen Zürich werden rund 1000 Zusatzflüge während des WEF erwartet. Das sind ähnlich viele wie in den vergangenen Jahren. Neben Business-Jets und Flugzeugen von Staatschefs stünden auch vermehrt Helikopter im Einsatz, schreibt der Flughafen in einer Medienmitteilung.

Vereinzelt könne es in dieser Zeit zu Flugbewegungen nach 23:30 Uhr kommen. In Zürich gilt eine Nachtflugsperre von 23:30 bis 6 Uhr. Ausserhalb dieses Zeitraums braucht es eine Ausnahmebewilligung.

Zur Entlastung des Flughafens Zürich werden auf dem Militärflugplatz Dübendorf 30 Standplätze für Businessflugzeuge angeboten, wie ein Armeesprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski wolle laut den Organisatoren nach Graubünden reisen. Russland hingegen ist nach wie vor nicht eingeladen.

Der libanesische Premierminister sei dabei und zum ersten Mal überhaupt der syrische Präsident, ausserdem eine grosse Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Man erwarte dieses Jahr zudem eine grosse Delegation aus Afrika, denn der Dialog zwischen Europa und Afrika sei sehr wichtig.

Die Schweiz muss ihr Programm noch vorstellen. Bislang wurde nur die Anwesenheit von Bundespräsident Guy Parmelin angekündigt. Verteidigungsminister Martin Pfister wird am Montag die Truppen vor Ort besuchen.

Diskutieren Sie mit:

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 13.1.2026, 12:00 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel