Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Männer sterben an Krebs abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.12.2018.
Inhalt

Weniger Demenztote Krebs bei Männern neu häufigste Todesursache

  • 2016 starben in der Schweiz insgesamt 64'964 Menschen, vier Prozent weniger als im Vorjahr.
  • Krebs löste bei den Männern Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Todesursache ab.
  • Der Anteil der Demenztoten hat seit 2010 in fast allen Alterskategorien abgenommen.

Die Zahlen gehen aus der Todesursachenstatistik des Bundesamts für Statistik hervor. 2016 starben demnach insgesamt 3975 Frauen und 1789 Männer an der Hauptdiagnose Demenz. In absoluten Zahlen entspricht dies etwa dem Ausmass von 2012.

Berücksichtigt man die Alterung der Bevölkerung, bedeutet dies eine leichte Abnahme von Demenztoten seit 2010. Einzig bei den Frauen über 85 nimmt die Demenz seit 2010 weiterhin leicht zu. In dieser höchsten Altersgruppe macht die Demenz bei den Frauen 17 Prozent und bei den Männern 11 Prozent der Todesursachen aus.

Sehr tiefe Sterblichkeit bei Jungen

Die Ursache, warum Menschen sterben, sind je nach Alter sehr unterschiedlich. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind Unfälle und Selbsttötungen die häufigsten Todesursachen. Die Sterblichkeit ist in jungen Jahren allerdings insgesamt extrem tief.

Im ersten Lebensjahr starben 3,6 von 1000 Säuglingen. Zwischen dem 1. und 16. Lebensjahr verstarb in der Schweiz im Jahr 2016 eines von 12'000 Kindern. In der Altersgruppe 30 bis 34 starben einer von 2200 Männern und eine von 3300 Frauen.

Immer weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Insgesamt starben im Jahr 2016 erstmals mehr Männer an Krebs als an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dass letztere stärker abnehmen ist ein Trend, der gemäss Bundesamt für Statistik schon seit einigen Jahren zu beobachten ist.

Über die Gesamtbevölkerung gesehen bleiben allerdings Herz-Kreislauf-Krankheiten die häufigste Todesursache in der Schweiz. Krebskrankheiten belegen in dieser Statistik mit einem Anteil von 26,5 Prozent den zweiten Rang.
Die absolute Zahl von 17'201 Krebstoten hat sich gegenüber dem Vorjahr praktisch nicht verändert. Auffällig ist laut der Mitteilung, dass Lungenkrebs bei den Frauen weiterhin zunimmt (+115 Personen). Brustkrebs blieb konstant.

Gestiegene Lebenserwartung

Für Frauen lag die Lebenserwartung in der Schweiz 2016 bei 85,3 Jahren (2015: 84,9 Jahre), Männer hatten eine solche von 81,5 Jahren (2015: 80,7 Jahre). Rückläufig waren die Zahl der Selbsttötungen und assistierten Suizide. 759 Männer und 257 Frauen haben sich 2016 das Leben genommen, das sind insgesamt 57 Personen weniger als im Jahr zuvor. Sterbehilfe nahmen 399 Männer und 529 Frauen in Anspruch, das sind 37 assistierte Suizide weniger als 2015.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Anita Rusterholz  (Anita Rusterholz)
    Natürlich schafft es heute die Medizin allen Beschwerden/Krankheiten längeres Leben zu ermöglichen. Die Gesundheitskosten steigen dementsprechend von Jahr zu Jahr.Was früher kaum geheilt werden konnte, ist heute teils möglich. Krebserkrankungen, Niereninsuffizienz, Leberzirrhose, Entzündungen, Allergien jeglicher Art, Aids, Syphilis, Syndromkrankheiten verlängert Leben - in welcher Qualität auch immer, sei dahingestellt. Vielleicht kommt e.Kehrtwende bei Antibiotikaresistenz od. tox.Vergiftungen
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Es gibt Menschen die werden alt ohne gross krank zu sein.. und verursachen wenig Med Kosten... warum sollen die nicht ihr Leben geniessen.. wie ich es (noch) tue... aber Sicherlich, sollte eine Ihrer beschriebenen Krankheiten meinen Lebenskomfort stoeren dann werde ich ohne Reue abtreten wollen und koennen
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Adrian Steinemann  (steinead)
    Das ist ja alles sehr erfreulich. Kürzlich habe ich gelesen, dass 60 - 70 % aller Wirbeltiere auf diesem Planeten die ewigen Jahdgründe suchen. Unverschämt, wie gemein wieder einmal mehr die Natur zu uns Menschen ist. Es reicht ihr wohl nicht, plötzlich das Klima zu verändern, nein, sie muss uns noch unser Lebensraum streitig machen. Und dann gibts noch Menschen die so etwas schreiben.....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Im Verlauf der Existenz der Erde sind 99.99% aller Tierarten ausgestorben. Dass Herr Steinemann nenn sich Evolution....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Jonas Sanddorn  (Sanddorn)
      @A.M. Neueste Erhebungen gehen davon aus, dass die derzeitige Aussterberate von 3 bis 130 Arten pro Tag um den Faktor 100 bis 1.000 über dem natürlichen Wert liegt...ich nenne das nicht Evolution.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      @S.D. Welche 130 Arten sind denn heute ausgestorben? und welche gestern und Vorgestern? Können sie diese benennen oder eine Quelle angeben die das Aussterben von Arten überwacht (erhebt)? Denn wenn man etwas so präzise quantisieren kann, muss man es auch benennen können.

      Wie unterscheidet sich die natürliche Aussterbe Rate von der “unnatürlichen“? Sind die grossen Massen Aussterben durch Vulkane oder Impakt Ereigenisse natürlich oder “unnatürlich“?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Ja Laura Brunner, das ist sehr traurig und tragisch aber nicht verwunderlich bei diesem "Leistungsdruck und Stress"! Wer es nicht auf die "Reihe kriegt" sacks eben ab!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen