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Aussenansicht der Synagoge
Legende: Die Synagoge an der Löwenstrasse in Zürich. Keystone
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Schweiz Wie sicher sind jüdische Einrichtungen in der Schweiz?

Die grausamen Anschläge in Paris und Kopenhagen haben auch die jüdische Gemeinschaft in der Schweiz stark verunsichert. Die Sorgen um die Sicherheit sind spürbar grösser geworden. Darauf beginnt jetzt auch die Politik zu reagieren.

Zu Gewalttaten gegen Juden wie in anderen Ländern ist es in der Schweiz nicht gekommen. Aber antisemitische Vorfälle haben auch hierzulande zugenommen; zum Beispiel Drohbriefe oder judenfeindliche Aktivitäten im Internet.

Das ist auch Innenminister Alain Berset bewusst. Von einer Journalistin darauf angesprochen betonte er, dass die Juden zur Schweizer Gesellschaft gehörten und hier zu Hause seien. Und dass ihre Sicherheit gewährleistet sein müsse.

Herbert Winter, der Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG), begrüsst diese Äusserung von Bundesrat Berset. «Zum ersten Mal wird ausdrücklich gesagt, dass der Bundesrat die Antisemitismus-Situation ernst nimmt, und dass er nach den Ereignissen von Paris und Kopenhagen auch die Sicherheitsbedürfnisse der jüdischen Gemeinschaft ernst nimmt.»

Offizielle Erklärung gefordert

Von den Bundes- und Kantonsbehörden erwartet Winter, dass sie überprüfen, ob die Sicherheitsmassnahmen für jüdische Einrichtungen angepasst werden müssen. Das war diese Woche auch ein Thema, als die jüdischen Dachorganisationen Bundesrat Ueli Maurer zu einem Gespräch trafen. Und Winter wünscht sich, dass – ergänzend zur Antwort von Berset – bald auch eine offizielle Erklärung des Gesamtbundesrates zum Thema Antisemitismus folgt.

Das fordert auch der Genfer SP-Nationalrat Manuel Tornare. Klare Worte der Anerkennung und Unterstützung für die jüdische Gemeinschaft seien jetzt gefragt, ähnlich wie das verschiedene europäische Regierungschefs bereits vorgemacht hätten. Das sei ein starkes Zeichen: «Vielleicht ein Symbol, aber ein notwendiges in diesen Zeiten», sagt er. Deshalb wird sich Tornare nächste Woche in dieser Angelegenheit mit einer parlamentarischen Anfrage an den Bundesrat wenden.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Rudolf Hirschi , 3472 Wynigen
    Herr Bundesrat Berset hat soweit recht. Jedoch müssen Drohungen aller Art (auch mit Telefon oder Internet) gleich und härter geahndet werden. Anderseits sollte sachliche Kritik an Religionsgemeinschaften und andern Institutionen immer möglich sein und nicht bei evtl. Uebertreibung mit dem Richter gedroht werden. Die politische Auseinandersetzung soll dort spielen. Kommen Drohungen in Europa immer nur von Eingeborenen ? - Ich glaube weniger, aktuell eher aus benachbarten Kulturkreisen.
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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser , Aeschi
    @ Werner Gerber, Bern: Kommentar ist reine Lobhudelei. Wenn Härte des Gesetzes nicht angewendet wird, liegt dies an den Richtern. Ich plädierte dafür, dass Straftäter und Chaoten ohne Wenn und Aber in Chinesischen Straflagern solange arbeiten müssten, bis Schaden abgezahlt ist. Im Übrigen würde ich meinen, dass unsere Juden bei uns sicher sind und daher überhaupt keine Notwendigkeit besteht, dass sie sich im palästinensischen Ghetto konzentrieren und exponieren.
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  • Kommentar von Andrea Müller , Zürich
    Um die Antworten vorwegzunehmen: Wie sicher sind die Einrichtungen? So sicher wie zuvor, und das ist ziemlich sicher. Muss was angepasst werden? Nein, die Vorkehrungen sind ausreichend, und wenn nicht, dann nicht speziell auf jüdische Einrichtungen beschränkt. Aber natürlich muss man sagen, dass man sich da Sorgen macht, das kann ich schon verstehen. Die wirkliche Gefahr ist natürlich immer noch vernachlässigbar klein. Aber mit solchen Aussagen wird man nicht ein erfolgreicher Politiker.
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