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Zahlen des Ensi für 2019 30 meldepflichtige Vorkommnisse bei Schweizer AKW

  • In den fünf Schweizer Atomkraftwerken haben sich 2019 gemäss dem Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) insgesamt 30 meldepflichtige Vorkommnisse ereignet – vier weniger als 2018.
  • Die Kernanlagen der Schweiz seien im vergangenen Jahr sicher betrieben worden, hält das Ensi fest.
  • Bis auf einen Fall im AKW Gösgen (SO) wurden alle Vorkommnisse auf der Ereignisskala INES der untersten Stufe zugeordnet.
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Aus dem Archiv: Die dritte Abschaltung in diesem Jahr
Aus Tagesschau vom 28.12.2019.
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Im AKW Leibstadt (AG) kam es zu elf Vorkommnissen, wie das Ensi auf seiner Website mitteilte. Im AKW Gösgen wurden acht Vorkommnisse registriert.

Auf der Liste folgen das AKW Beznau 2 (AG) (5 Vorkommnisse), das AKW Beznau 1 (AG) (3) sowie das mittlerweile definitiv abgeschaltete AKW Mühleberg (BE) (2). Ein weiteres Vorkommnis betraf die beiden AKW Beznau.

Stufe 1 im AKW Gösgen

Ein Vorkommnis im AKW Gösgen führte zur INES-Bewertung auf der Stufe 1 («Anomalie»). Der AKW-Betreiber hatte im Mai 2019 festgestellt, dass in seinem Ringraum insgesamt 101 Druckmessumformer im Einsatz waren, die nicht auf ihre Eignung für Störfallbedingungen geprüft waren.

Da sowohl die auf ihre Eignung bei Störfallbedingungen geprüften als auch die nicht geprüften Umformer die gleiche Typenbezeichnung des Herstellers tragen und sie sich optisch nicht nennenswert unterscheiden, wurde der Fehler gemäss Ensi erst aufgrund einer Meldung aus ausländischen Kernkraftwerken erkannt.

AKW Gösgen.
Legende: Beim AKW Gösgen wurden im Mai 2019 führte festgestellt, dass im Ringraum insgesamt 101 Druckmessumformer im Einsatz waren, die nicht auf ihre Eignung für Störfallbedingungen geprüft waren. Keystone

Das Ensi registrierte zudem drei Vorkommnisse in den Kernanlagen des Paul Scherrer Instituts (PSI) im Kanton Aargau. Zwei Vorkommnisse betrafen den Forschungsreaktor der ETH Lausanne (EPFL). Auch im Zentralen Zwischenlager in Würenlingen (AG) wurde ein Vorkommnis registriert.

Als Aufsichtsbehörde sei man mit angemeldeten und unangemeldeten Inspektionen sowie mit Aufsichtsgesprächen regelmässig präsent gewesen. Das Ensi vergewisserte sich nach eigenen Angaben, dass sämtliche Anlagen die gesetzlichen Vorgaben einhalten.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Ich weiss gar nicht, warum die Meldepflicht überhaupt eingeführt wurde. Geht es nach Betreibern, und volchsnahen Parteien, dann sind Schweizer AKW`s ja darum so unglaublich sicher, weil "made in Switzerland" draufsteht. Dieses stolze Label macht auch den gefährlichsten Schrottmeiler unkaputtbar. Weg mit der Meldepflicht. Das ist eines rächten Schweizer AKWs unwürdig.
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  • Kommentar von Vale Nipo  (VNxpo)
    Es wird Zeit die Weichen auf Solarpower und Waterfuel zu stellen.
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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Die Zahlen könnten suggerieren, dass in der CH "das sicherste" von allen 5 Kraftwerken stillgelegt wird. Aber wir dürfen uns nicht täuschen lassen. Einen Fall wie den in Gösgen konnte es eventuell nur deshalb in Mühleberg nicht geben, weil es keine gleichen ausländischen Kraftwerke mehr gibt die in Betrieb sind. Will sagen, da die Instrumentierung in Mühleberg älter ist (trifft auch für Beznau zu), werden gewisse geringfügige Vorkommnisse dort eventuell gar nicht festgestellt.
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