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Legende: Audio Der Wassermangel ist noch nicht besorgniserregend abspielen. Laufzeit 02:19 Minuten.
02:19 min, aus SRF 4 News aktuell vom 08.04.2019.
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Zu wenig Regen Bauern hoffen auf einen nassen Frühling

Der lange Sommer 2018 wirkt nach: Die Grundwasserpegel sind tiefer als üblich. Kein Grund zur Sorge, sagen die Behörden.

Zu wenig Wasser: Immer mehr Luzerner Landwirte bohren auf ihren Feldern nach Wasser. Dies berichtete die «Luzerner Zeitung» am Sonntag. Grund dafür seien akuter Wassermangel wegen des ausbleibenden Regens sowie die ohnehin tiefen Grundwasserpegel infolge des trockenen und heissen letzten Sommers. Beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) heisst es dazu, man sehe derzeit keinen Grund zur Sorge.

Tiefe Wasserspiegel: Zwar seien die Grundwasserspiegel im langjährigen Durchschnitt seit Ende Frühjahr 2018 in der Tat zu tief, sagt Ronald Kozel vom Bafu. Aussergewöhnlich sei insbesondere, dass der Niedrigstand so lange anhalte. Trotzdem: «Wir hatten vergleichbare Situationen, etwa nach dem Trockenjahr 2003», so Kozel. Trocken seien auch die Jahre 2011 und 2015 gewesen.

Unterschiedliche Perioden: Landesweit seien die Niederschläge in der Schweiz insgesamt hoch, «und sie werden auch in Zukunft hoch sein», so der Hydrogeologe. Allerdings verfüge die Schweiz nur über vergleichsweise geringe Grundwasservorkommen. Wenn nun über längere Zeit zu wenig Regen falle, könnten sie durchaus beeinträchtigt werden. «Nach allem, was wir wissen, folgen aber wieder feuchtere Perioden, die das Ganze ausgleichen.» Trockenperioden hätten in den letzten Jahrzehnten nie länger als drei oder vier Jahre gedauert.

Wie wird der Frühling? Ob sich die derzeitige Situation weiter verschärfe, komme vor allem auf das Wetter im Frühjahr an, so Kozel. Im Alpenraum habe sich die Situation dank der relativ warmen Temperaturen und der damit einhergehenden Schneeschmelze der vergangenen Wochen bereits einigermassen normalisiert. Im Mittelland dagegen würden weiterhin zahlreiche Messstationen unterdurchschnittliche Grundwasserpegel ausweisen. Deshalb: «Dort hängt es jetzt von den Niederschlägen der nächsten Monate ab.»

Wem gehört das Grundwasser?

Wem gehört das Grundwasser?

Grundwasser sei ein endliches Gut, sagt Hydrogeologe Kozel: Dabei konkurriere etwa die Trinkwasserversorgung mancherorts mit den Bedürfnissen von Natur und Landwirtschaft. Wegen der kleinen Grundwasservorkommen in der Schweiz könne es bei ausbleibendem Regen deshalb durchaus zu Konkurrenzsituationen kommen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von E Hitz (Habo)
    Was auch erwähnt sein will ist die Tatsache das in den meisten Betrieben mit kommerzieller Tierhaltung in der Schweiz die Güllekästen, Tanks und Offenlager voll sind seit langer Zeit. Bei Trockenheit kann Gülle nicht ausgebracht werden, man denke an den letzten Sommer. Dazu gehören auch mehrere hunderttausend Tonnen Soja welche nach Import und anschliessendem Magen-Darm Transit durch ein Schweizer Nutztier nun auch auf Schweizer Kulturland ausgebracht werden müssen...
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  • Kommentar von Leo Degelo (Leo Degelo)
    Wieviele Hausdächer in der Schweiz werden wohl immer noch über die Kanalisation entwässert? Auch diese Millionen von Liter fehlen dann in unserem Grundwasser. Ich hab mich diesen Winter abgekoppelt, ging relativ einfach und es funktioniert, auch bei heftigen Niederschlägen!
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  • Kommentar von H T (TomiTomi)
    Wieso wird das kostbare Schmelzwasser nicht gefasst, welches in der Zeit wo nicht bewässert werden muss, in riesigen Mengen über die Flüsse ins Meer gelangt?

    Man könnte ein ausgeklügeltes Wasserfassungs-System mit Pipelines für die Verteilung in die benötigten Gebiete, sowie für die Fassung in Wassertanks realisieren für die Bewässerung der Felder.
    Somit würde man dann kostbares Trink-und Grundwasser sparen.

    In Zukunft wird Wasser das Gold sein, bei Öl-Pipelines ging es bisher auch.
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