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Zunahme bei den Velo- und Motorradunfällen macht der Polizei Sorgen
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 10.03.2021.
abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
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Zürcher Unfallstatistik Zweirad-Unfälle fordern wieder mehr Schwerverletzte und Tote

Trotz Homeoffice und Corona-Shutdown: Im Kanton Zürich gibt es deutlich mehr schwere Unfälle – vor allem mit dem Velo.

Es klingt wie eine gute Nachricht: Insgesamt haben sich im letzten Jahr im Kanton Zürich weniger Unfälle ereignet. Die Gesamtzahl nahm um 7 Prozent auf knapp 15'000 Unfälle ab. Die Schattenseite aber: die Zahl der schweren Unfälle nahm im gleichen Zeitraum zu. Fast 600 Personen haben sich schwer verletzt, die Zahl der Toten stieg gar um 20 Prozent auf 30 Personen.

Grund für diese Entwicklung ist der Veloboom. Bei einem Grossteil der Unfälle waren die Personen mit Fahrrädern oder E-Bikes, aber auch mit Motorrädern unterwegs. Zweiradfahrerinnen und -Fahrer machen gemäss Angabend der Kantonspolizei Zürich 70 Prozent aller Schwerverletzten und Getöteten aus.

Mehr Freizeit-, weniger Berufsverkehr

Ihren Teil zu dieser Entwicklung trug auch die Corona-Pandemie bei. Homeoffice und Shutdown bewirkten einen Rückgang des allgemeinen Verkehrs, die Strassen waren hauptsächlich im letzten Frühling weniger befahren als in der Regel. Dies wiederum führte zu weniger Unfällen als in den Vorjahren.

Allerdings nahm der Freizeitverkehr durch die Corona-Pandemie zu. Velogeschäfte verkauften so viele Fahrräder wie noch selten zuvor, im letzten Jahr wurden viermal so viele Motorräder verkauft wie in den Vorjahren. Die Polizei geht davon aus, dass dies den grössten Einfluss hatte auf die Entwicklung bei den Unfallzahlen.

Die Polizei sieht Handlungsbedarf

Der Anstieg bei den schweren Unfällen vor allem bei den Zweiradfahrerinnen und -Fahrern bereitet der Polizei Sorgen. Gerade um die Sicherheit bei den Motorradfahrern zu erhöhen, lanciert sie eine neue Kampagne.

Die Kampagne startet Ende März. So sollen auf bekannten Motorradstrecken Geschwindigkeits- und Lärmkontrollen stattfinden, um die Fahrerinnen und Fahrer zu sensibilisieren. Gleichzeitig führt die Kantonspolizei auch die Kampagne für mehr Sicherheit auf dem E-Bike weiter.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr;

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Dietmar Logoz  (Universalamateur)
    Der Anteil der Schwerverletzten nimmt auch zu, weil immer mehr schwere Autos (SUV) unterwegs sind. Dagegen hilft auch kein Velohelm oder Töffanzug.
    1. Antwort von Daniel Müller  (Filter11)
      Sie haben Recht, Herr Logoz. Vor allem in der Stadt wird es eher enger für Velofahrer. Ich fahre jeden Tag in der Stadt mit dem Velo. Dabei wurde ich schon paarmal von diesen sinnlosen SUV übersehen. Abdrängen, ohne Blinken vor der Nase abbiegen, im Kreisel vordrängeln und dies je nachdem mit Handy am Ohr. Die Strasse gehört nicht nur den Blechkisten.
  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Fortsetzung. Im Rahmen ihres Mitverschuldens sind Radfahrer auch für den Schaden des Unfallbeteiligten haftbar. Ueberfahren des Rotlichts, Abschwenken ohne Zeichengabe und einiges mehr wird in der Regel als grobfahrlässig taxiert. Und ausserdem haben fahrlässige Radfahrer auch Bussen oder weiteren Strafen zu rechnen. Es ist als keineswegs so, dass Radfahrer in jedem Fall ungeschoren davon kommen. Fahrlässiges oder grobfahrlässiges Verhalten kann sie teuer zu stehen kommen.
  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Ein wenig Richtigstellung. Radfahrer verkehren nicht im rechtsfreien Raum. Kollidiert ein Radfahrer mit einem anderen Verkehrsteilnehmer, reduziert sich die Haftpflicht des anderen im Rahmen einer allfälligen Fahrlässigkeit des Radfahrers. Hat der Radfahrer gar grobfahrlässig gehandelt, kann das die Kausalhaftung des anderen allenfalls total aufheben. Ausserdem müssen Radfahrer mit einer zum Teil massiven Leistungskürzung bei ihrer Unfallversicherung rechnen.