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E-Bikes sind in der Coronakrise im Aufschwung
Aus Tagesschau vom 23.07.2020.
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E-Bike statt ÖV Veloläden melden Rekord-Verkaufszahlen

Das Coronavirus hat den Trend zum Velofahren verstärkt. Auch das E-Bike ist hoch im Kurs: Vielen Pendlern dient es als Alternative zum öffentlichen Verkehr.

«Besonders eindrücklich waren die Online-Zahlen im April», sagt Daniel Bühler, Geschäftsführer des E-Bike-Anbieters m-way. «Innerhalb eines Monats konnten wir das Dreifache eines ganzen Jahres absetzen.» Und das, obwohl die Leute Fahrräder normalerweise gerne in einer Filiale ausprobieren und sich vor Ort persönlich beraten lassen wollen.

In der ganzen Schweiz konnten Veloläden in den letzten Monaten unzählige Neukunden gewinnen. Dazu gehörten einerseits Pendlerinnen und Pendler, die aus Angst vor einer Covid19-Ansteckung oder weil sie die ÖV-Maskenpflicht umgehen wollen, aufs Velo umsatteln – und sich dabei gerne auf solche mit Elektroantrieb setzen.

Andererseits suchten Menschen nach sportlichen Möglichkeiten für ihre Ferien, die sie nun in der Schweiz statt im Ausland verbringen.

Schon länger im Trend

E-Bikes boomen nicht erst seit Corona. In den letzten Jahren konnte Velo Schweiz, die Vereinigung der Schweizer Veloimporteure, ein durchschnittliches Wachstum von 20 Prozent verzeichnen. 2020 aber sei der Zuwachs mit 23.6 Prozent im ersten Halbjahr noch höher.

Zig E-Bikes stehen in einem Veloständer in den Bergen.
Legende: Die Nachfrage nach E-Mountainbikes hat sich in gewissen Betrieben zwischen Mitte Mai und Mitte Juni verdreifacht. Keystone

Besonders beliebt: das E-Mountainbike. Im Kanton Tessin etwa haben heute 80 Prozent der verkauften Mountainbikes einen Elektroantrieb. «Die Nachfrage nach E-Mountainbikes ist explodiert», sagt Fahrradladen-Besitzer Olimpio Spini. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni habe sie sich verdreifacht.

Auch in den 30 Filialen von m-way waren gewisse E-Mountainbikes zeitweise fast ausverkauft. Die Industrie ist nun mit Hochdruck daran, bereits 2021er-Modelle auszuliefern. Mancherorts sollten sie bereits ab Ende Juli verfügbar sein.

Tagesschau vom 23.07.2020, 19:30 Uhr;

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Vorgestern gesehen: Velofahrer mit dem Handy während der Fahrt beschäftigt, und gestern in der Zeitung: Velofahrer auf breiter Strasse frontal in entgegenkommendes Auto geprallt...
    Die REGA hat interessante Pandemiezeit Mountainbike-Statistik.
    1. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      Besser wenn solche Leute mit dem Velo unterwegs sind als mit einem Bulldozer.
    2. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Ich sehe jeden Tag Autofahrer, die am Handy sind. Jeden Tag....
    3. Antwort von Remo Fischer  (remi22)
      Ach Patrik, man kann nicht einfach einen Zusammenhang zwischen zwei unabhängigen Ereignissen herstellen. Nur weil Sie einen Velofahrer am Handy sahen, war die Ursache des Unfalls nicht, dass der Velofahrer am handy war.
      Und Natürlich gibt es mehr Mountainbikeunfälle bei dem schönen Wetter und weil jetzt viele zeit hatten. Da wird die REGA sicher auch interessante Statistiken aus den vorigen Jahren haben (bei schönen Wochenenden, vorallem im Sommer)...
  • Kommentar von René Straub  (Jonschi)
    Noba, ich bin mit ihnen Einverstanden, aber nur wenn dasselbe für Wanderer, Skifahrer, Gleitschirmflieger und alle anderen, die nicht mit eigener Kraft, sondern mit Bahnen, Autos, Shuttle, Bus und dergleichen in die Berge fahren, gilt.
  • Kommentar von Urs Imboden  (Noba)
    EBikes sind sehr gut, weil sie bei einer breiten Bevölkerung sportliche Aktivität fördert. Hingegen finde ich, dass sie auf Wanderwegen und generell im Gebirge nicht hingehören. Wer es aus eigener Kraft nicht da hinauf schafft, muss es einfach lassen. Es gibt natürliche Grenzen. Nicht alles, was möglich ist, muss auch gemacht werden.
    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Richtig! Auf das Jungfraujoch können dann auch nur ziemlich versierte Alpinisten. OK, das halbe Berner Oberland macht dann touristisch zwar dicht, ist ja unter gewissen Aspekten auch ökologisch aber wirtschaftlich desaströs. Es gilt die goldene Mitte zu wahren!
    2. Antwort von Remo Fischer  (remi22)
      Dank des E-Bikes wird die "natürliche Grenze" nur verschoben, und das ist gut so.
      Die Bergwelt den Mutigen.