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Zweiter Schweizer Doppelbürger in Marokko in Haft
Aus Rendez-vous vom 11.01.2019.
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Zweite Verhaftung in Marokko Erneut führt die Spur nach Genf

Ein zweiter Schweizer Doppelbürger wurde in Marokko verhaftet – auch er soll Verbindungen zur Terrormiliz IS haben.

Auch der zweite in Marokko verhaftete Schweizer stammt aus Genf, das ergaben Recherchen von SRF. Die lokale Website «Le360» hatte berichtet, in der marokkanischen Stadt Témara hätte die Polizei am Donnerstagmorgen einen schweizerisch-britischen Doppelbürger festgenommen.

Damit sitzen zwei Schweizer in marokkanischer Haft wegen angeblichen Verbindungen zur Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS). Am 29. Dezember war ein spanisch-schweizerischer Doppelbürger in Marrakesch festgenommen worden; er soll die mutmasslichen Mörder zweier Touristinnen unterstützt haben.

Mord an Rucksacktouristinnen

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Mitte Dezember waren zwei Touristinnen enthauptet worden. Die Leichen der 24-jährigen Dänin und ihrer vier Jahre älteren norwegischen Freundin wurden in einer einsamen Gegend des Atlas-Gebirges gefunden.

In einem Video haben sich die Hauptverdächtigen zur Terrormiliz IS bekannt. Das Filmmaterial ist von den marokkanischen Behörden als «authentisch» eingestuft worden.

Kontakt zu französischen Sympathisanten

Wie weit der zweite verhaftete Schweizer involviert sein soll, scheint offen. Recherchen von SRF zeigen aber, dass sich die beiden verhafteten Schweizer kennen: Sie stammen beide aus Genf und haben sich in einer Gruppe von Jihad-Sympathisanten regelmässig getroffen. Einige dieser Treffen fanden in der Grossen Moschee im Genfer Stadtteil Petit-Saconnex statt. Die Gruppe dürfte Schweizer und auch französischen Sicherheitsbehörden bekannt gewesen sein. So unterhielt der gestern in Marokko Verhaftete auch Kontakte zu französischen Jihad-Sympathisanten.

Zuletzt war der Mann offenbar in Annemasse wohnhaft, der französischen Nachbargemeinde von Genf. Zur Schule gegangen war er unter anderem in einer Genfer International School, dies gibt der Mann auf einer seiner mehreren Facebook-Seiten an. Dort bezeichnet er sich selber als «Schweizer Konvertit».

Gilt als strukturiert und intelligent

Ebenfalls gemäss seiner Facebook-Seite war er als Schröpf-Therapeut tätig. Dies übte er unter der arabischen Bezeichnung für Schröpfen aus: «Hijama». Die Tätigkeit scheint, wie der Mann es darstellt, auch nach strenger sunnitischen Auslegung des Islams zulässig.

Während der erste verhaftete Schweizer offenbar psychische Probleme hat und eine Invalidenrente bezog, gilt der zweite Schweizer aus Genf als strukturiert denkend und intelligent.

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Aus dem Archiv: Verdächtiger Schweizer polizeibekannt
Aus Tagesschau vom 31.12.2018.
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