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Zollinger: «Abbau hat nichts mit geplatztem Deal zu tun»
Aus News-Clip vom 21.02.2020.
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160 Mitarbeitende betroffen UPC Schweiz streicht jede zehnte Stelle

  • Der Kabelnetzbetreiber UPC Schweiz baut rund 160 Stellen ab.
  • Betroffen sind Angestellte in Zürich, Bern, Renens VD, aber auch Mitarbeiter von UPC Schweiz in Österreich.
  • Der Abbau sei Teil eines Massnahmenplans der UPC agiler machen soll, erklärt Nadine Zollinger, Mitglied der Geschäftsleitung von UPC Schweiz, im Interview mit SRF. Dies sei nötig, da der Telekommunikationsmarkt in der Schweiz hart umstritten sei.

Sunrise, der zweitgrösste Telekommunikationsanbieter der Schweiz, wollte UPC letztes Jahr übernehmen. Der Deal scheiterte letztlich am Widerstand grosser Sunrise-Aktionäre. Dies sei jedoch nicht der Grund für den Stellenabbau, betont Zollinger: «Wir haben bereits vor 18 Monaten an diesen Massnahmen und der Neuausrichtung von UPC gearbeitet.» So solle eine weitere Vereinfachung und Digitalisierung des Geschäfts erreicht werden.

Milliardendeal geplatzt

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Der Kauf von UPC durch Sunrise wurde Ende Oktober abgeblasen. Der 6.3 Milliarden Franken schwere Deal scheiterte am Widerstand der Sunrise-Grossaktionäre unter der Führung der deutschen Freenet, die knapp ein Viertel der Sunrise-Anteile besitzt.

Damit misslang erneut ein Versuch, im Schweizer Telekommarkt dem Branchenprimus Swisscom einen stärkeren Herausforderer entgegenzustellen. Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) hatte vor neun Jahren die geplante Fusion von Sunrise und Orange aus Wettbewerbsgründen verboten. Gegen den UPC-Kauf durch Sunrise hatten die Kartellwächter allerdings nichts einzuwenden.

Der Kabelnetzbetreiber hatte in der Vergangenheit mit Qualitätsproblemen zu kämpfen. Das Unternehmen strich heute in einer Mitteilung heraus, man habe den Rückgang der Abonnemente deutlich bremsen können. Zudem sei die Kundenzufriedenheit auf dem höchsten Wert seit 2009.

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Nadine Zollinger, UPC: «Wir wollen agiler arbeiten»
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«Möglichst wenige Kündigungen aussprechen»

Weniger Personal heisst oft auch weniger Qualität. Fällt man zurück in alte Zeiten? Zollinger widerspricht: «Der Abbau betrifft ja nicht eine grosse Masse, sondern wir hoffen, dass höchstens bis zu 10 Prozent der Stellen betroffen sind». Natürlich wolle man einen Teil der Reduktion über die natürliche Fluktuation vornehmen und so wenig Kündigungen wie möglich aussprechen.

Die Entlassungen dürften bis Ende April 2020 vollzogen sein. Vom Abbau seien verschiedene Bereiche über alle Funktionen und Ebenen hinweg betroffen. UPC verfüge über einen Sozialplan, der im Falle von Entlassungen für die betroffenen Mitarbeiter gilt. Dieser Sozialplan sei gemeinsam mit den Sozialpartnern von UPC abgeschlossen worden.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Wenn ich mir den Support bei UPC abschaue,
    muss ich mich wirklich fragen wie dort, wenn überhaupt, die Leute ausgebildet sind. Ich hatte noch nie einen kompetenten Mitarbeiter am Telefon. So frage ich mich ob UPC überhaupt noch eine Berechtigung hat.
    Einfach alles nur katastrophal.
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    1. Antwort von Christian Weber  (CWeb)
      Sehen sieh's doch mal so: Würden sie als kompetenter Mitarbeiter im Callcenter arbeiten? Sich den ganzen Tag von wütenden Kunden beleidigen lassen, um dann herauszufinden, dass diese ihren Fernseher nicht eingesteckt haben? Wohl kaum. Das ist nicht nur bei UPC so...
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Da denkt sich UPC wohl: Was die Swisscom kann, bringen wir längst auch fertig...
    Dass ein Stellenabbau Teil eines Wachstumsplanes ist, zeigt exemplarisch auf wie verqueert ab einer gewissen Stufe tatsächlich "nachgedacht" wird.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Die Meldungen über Stellenabbau in diversen Sektoren reissen nicht ab. Das ist für mich der Beweis, dass die Firmen den Stellenabbau autonom entscheiden und auch mit eigenen Methoden durchziehen, Bilateralen hin oder her.
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