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424 Millionen Franken Gewinn CS-Chef erntet die Früchte seines Umbauprogramms

Dass die Grossbank im dritten Quartal so viel verdient hat wie seit vier Jahren nicht mehr, sieht Tidjane Thiam als sein Verdienst.

Legende: Video Credit Suisse auf Erfolgskurs abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.11.2018.

Er sei sehr zufrieden mit dem Resultat, sagt Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam: «Das ist unser bestes drittes Quartal seit 2014.» Er ist überzeugt, dass das die Früchte des umfassenden Umbauprogramms sind, das er bei seinem Stellenantritt einleitete und das hunderte Stellen kostete.

Wäre die Bank heute noch so aufgestellt, wie er sie vor drei Jahren angetroffen habe, dann hätte sie heute einen Verlust eingefahren und keinen Gewinn, sagt Thiam.

In den letzten drei Jahren hat die Bank die Risiken im Investment Banking begrenzt und den Bereich so ausgerichtet, dass er in erster Linie die Vermögensverwaltung unterstützt. Mit 55 Milliarden Franken an neuen Kundengeldern in diesem Jahr geht diese Strategie nun auf. So viel habe die Credit Suisse noch nie eingenommen, sagt Thiam nicht ohne Stolz.

Auf die Frage, ob angesichts des Erfolgs die Zeit des Stellenabbaus bei der Credit Suisse nun vorbei sei, reagiert er leicht verärgert. «Ich habe das nicht zum Vergnügen gemacht.» Die Schuld am Stellenabbau trügen eigentlich seine Vorgänger: «Wenn die Bank vor mir besser geführt worden wäre, hätte ich es nicht tun müssen.» Er habe lediglich aufgeräumt.

So wie die Grossbank jetzt dastehe, werde sie auch gute Resultate liefern, wenn sich die Weltwirtschaftslage wieder eintrübe, so Thiam.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Claire McQueen (freedom)
    Ich vermisse die wahrnehmbaren Aktivitäten der SP und Gewerkschaften, welche die Arbeitsplatzvernichtungsmaschine CS öffentlich bekämpfen. Habe ich einen Demonstrationsaufruf verpasst? SP will den Kapitalismus überwinden, oder?
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  • Kommentar von Kurt Flury (Simplizissimus)
    Personalkosten zurückfahren, sprich Leute entlassen, kann jeder BWL-Student nach dem 1.Semester. Eine echte Reifeprüfung steht noch aus!
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  • Kommentar von Claire McQueen (freedom)
    Thiam in der Tagesschau: die Hälfte der Aktionäre ist Amerikaner, sie schauen auf die Karte und sehen die CS in der Mitte von Europa. Nachbar Staaten sind verschuldet, viele ungelöste politische Probleme. Diese Kunden machen keinen Unterschied zwischen CH und Europa. So verkaufen sie die Aktien. Thiam muss ihnen immer alles erklären. Wenn die Bank nicht in der CH wäre, hätte sie bessere Resultate? Heisst das übersetzt, dass die CS langfristig nicht mehr Hauptsitz in CH haben wird? Was plant man?
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