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62-Milliarden-Dollar-Deal Grünes Licht für Bayer auch aus den USA

Legende: Audio Die letzte grosse Hürde der Fusion ist genommen abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
01:31 min, aus HeuteMorgen vom 30.05.2018.
  • Bayer hat die entscheidende Hürde für die milliardenschwere Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto genommen.
  • Das US-Justizministerium genehmigte den Mega-Kauf unter Auflagen.
  • Zwar muss der Deal 62-Milliarden-Dollar-Deal noch von Mexiko und Kanada abgesegnet werden, aber Bayer erwartet auch diese Genehmigungen in Kürze.
  • Grünes Licht unter Auflagen hatte Bayer bereits von den Kartellbehörden der EU, Russlands, Brasiliens und Chinas erhalten.
Als Skelette und Teufel verkleidete Protestierende mit Protestschildern.
Legende: Ihr Protest hat nicht geholfen: Gegner der Fusion vor der Bayer-Aktionsärsversammlung in Bonn. Reuters

Die Freigabe aus Washington galt als letzte grosse Hürde der umstrittenen Fusion, mit der Bayer zum weltgrössten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut aufsteigen wird. Um die Zustimmung der US-Kartellwächter zu bekommen, hatte Bayer schon im Vorfeld harten Auflagen zugestimmt.

Verkauf von Unternehmensteilen an BASF

So muss der Aspirin-Hersteller unter anderem sein Geschäft mit Baumwoll-, Soja- und Gemüsesamen und den Bereich digitale Landwirtschaft verkaufen. Abnehmer ist der Chemiekonzern BASF. Er bezahlt dafür rund 7,6 Milliarden Euro. Die EU-Kommission hat den Verkauf an BASF genehmigt.

Die Auflagen der US-Kartellbehörden sind strenger ausgefallen als erwartet. Darum rechnet Bayer jetzt mit kleineren Einspareffekte als ursprünglich geplant.

Die Fusion ist vor allem bei Umweltschützern und Landwirtschaftsverbänden hoch umstritten: Der Gentech-Konzern Monsanto ist einer der weltweit grössten Hersteller des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat und steht wegen seiner aggressiven und oft unethischen Geschäftspraktiken in der Kritik.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Trasser (chiggifan)
    Bayer verkauft dann also Krebsmedikamente und Glyphosat gleichzeitig. Ein geniales Geschäftsmodell! Das ist wie Tretminen und Prothesen verkaufen. Da kann fast nichts schief gehen. Ich bin sonst kein Verschwörungstheoretiker. Aber sollen die grossen Konzerne wirklich vom Saatgut über die Pestizide über die Nahrung, Nahrungsergänzung bis zur Krankheitsbekämpfung alles in der eigenen Hand haben? Und je kränker die Menschen, desto mehr Geld machen sie... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Hybriden sind die Norm, Sorten also, welche aus Kreuzungen entstehen, die im eigenen Garten nicht selber weitervermehrt werden können. Oder Sorten, welche durch Patente geschützt sind und ebenfalls Jahr für Jahr neu gekauft werden müssen. Und die Politik unterstützt solche Praktiken, denn die Saatgutlobby ist stark. Hobbygärtner können auf "Pro Specie Rara" ausweichen und kulturhistorische Pfanzen und Saatgut der genetischen Vielfalt anpfanzen. Erhaltung der biologischen Vielfalt ohne Chemie.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Vielfalt und Unabhängigkeit Ade. Die Macht über den Agrarmarkt teilen sich nur wenige Multi-Konzerne, hat gravierende Folgen für die Gesellschaft und die Natur. Agrarkonzerne bestimmen was auf unseren Tellern landet, die Abhängigkeit der Bauern und Bäuerinnen von wenigen Konzernen steigt. Die Kosten für Saatgut und Lebensmittel steigen, die Vielfalt landwirtschaftlicher Nutzpflanzenarten und -sorten sinkt dramatisch. Vor allem Weizen, Reis und Mais. Wo bleibt die Natur?
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