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8 Milliarden Negativzinsen Banken leiden unter der Finanzpolitik der SNB

  • Die Schweizer Banken haben seit der Einführung der Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) vor fünf Jahren laut einer Studie bereits über acht Milliarden Franken an die Nationalbank abgeliefert.
  • Den höchsten Stand erreichten die Zahlungen demnach im letzten Jahr. 2019 hätten die Banken rund zwei Milliarden Franken bezahlt.
  • Für die Schweizer Banken stellten diese Zahlungen eine erhebliche Belastung dar, heisst es in der Studie weiter.
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Aus dem Archiv: Nationalbank hebt Mindestkurs auf
Aus Tagesschau vom 15.01.2015.
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Die Negativzinsen lasten klar auf den Schweizer Banken. Gemäss einer anlässlich des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos erstellten und am Dienstag veröffentlichten Studie des deutschen Fintech-Unternehmens Deposit Solutions sind die Zahlungen seit 2015 Jahr für Jahr angestiegen und haben im letzten Jahr mit zwei Milliarden Franken einen bisherigen Höchststand erreicht.

Im Jahr 2015, dem ersten Jahr der negativen Zinsen auf Guthaben bei der SNB, entrichteten die Schweizer Finanzinstitute noch eine Milliarde Franken an Negativzinsen.

Laut der Studie ist das Verhältnis zwischen der Höhe der bezahlten Beträge und den Gewinnen der Banken in der Schweiz wesentlich höher als in der Eurozone. So hätten die Banken hierzulande im Jahr 2018 rund 13 Prozent ihrer Vorsteuergewinne an die SNB abgeliefert, in der Eurozone betrug dieser Wert im Durchschnitt 5.6 Prozent.

Höhere Freibeträge entlasten

Es zeichne sich aber ein «Silberstreifen am Horizont» ab, da die SNB im November den Freibetrag vom 20-Fachen der vorgeschriebenen Mindestreserven auf das 25-Fache erhöhte, so die Studie weiter. Dieser Schritt verringere die Belastung der Schweizer Banken.

Gemäss den Berechnungen der Studienverfasser sinkt mit jeder Veränderung des Freibetrags um den Multiplikator 2.5 die Negativzinsbelastung der Banken um jeweils 270 Millionen Franken. Eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte auf – 1.00 Prozent hätte für die Banken indes eine Mehrbelastung von 360 Millionen Franken zur Folge.

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