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Stellenabbau bei Julius Bär
Aus Rendez-vous vom 03.02.2020.
abspielen. Laufzeit 02:03 Minuten.
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Alle Bankenbereiche betroffen Julius Bär baut 300 Stellen ab

  • Die Julius Bär-Gruppe wird im Rahmen eines neuen Kostensparprogramms im laufenden Jahr weitere 300 Stellen abbauen.
  • Der Stellenabbau werde über alle Bereiche der Bank hinweg erfolgen, sagte CEO Philipp Rickenbacher an einer Telefonkonferenz.
  • Julius Bär hatte am Morgen gemeinsam mit der Präsentation der Jahreszahlen die Anpassung der Unternehmensstrategie und ihrer mittelfristigen Ziele angekündigt.

Demnach möchte das Vermögensverwaltungsinstitut seine Kostenbasis durch Produktivitäts- und Effizienzmassnahmen um 200 Millionen Franken reduzieren. Dabei soll auch die geografische Präsenz überprüft werden – so wird ein Buchungszentrum auf den Bahamas geschlossen. Die Erträge sollen gleichzeitig um mehr als 150 Millionen Franken verbessert werden.

Trotz des neuen Abbauprogramms sollen auch im laufenden Jahr weitere Kundenberater angestellt werden, erklärte Rickenbacher. Allerdings habe man sich nun keine konkrete Zahl mehr vorgenommen.

Werden Standorte geschlossen?

Zur geografischen Präsenz von Bär wollte sich der CEO nicht weiter äussern. Neben der angekündigten Schliessung auf den Bahamas sehe man sich die Standorte derzeit an, sagte Rickenbacher lediglich. Weitere Entscheidungen würden im ersten Halbjahr 2020 getroffen werden, sagte er. Man wolle weiterhin präsent sein, wo man «Wachstumschancen» sehe.

Der Konzerngewinn von Julius Bär bildete sich 2019 um über ein Drittel auf noch 465 Millionen Franken zurück, wie die Finanzgruppe mitteilte. Dabei belasteten eine Abschreibung auf die problembehaftete italienische Tochtergesellschaft Kairos sowie hohe Rückstellungen für einen Rechtsstreit um DDR-Vermögen. Der um Integrations- und Restrukturierungskosten adjustierte Konzerngewinn ging um 4.7 Prozent auf 772.0 Millionen Franken zurück.

Bei der italienischen «Problem-Tochter» Kairos hätten sich die Abflüsse gegen Ende des vergangenen Jahres verlangsamt, sagte Finanzchef Dieter Enkelmann auf eine entsprechende Frage. Sie seien auch zu Beginn 2020 langsamer als noch vor Jahresfrist. «Wir wollen nun Kairos weiter stabilisieren und dann zurück auf den Wachstumspfad führen», sagte er.

An Übernahmen sei Julius Bär derweil weiterhin interessiert, erklärte Rickenbacher. Diese müssten allerdings sicherlich geografisch am richtigen Ort sein, zudem sollten sie «die richtige Qualität und den richtigen Preis» aufweisen, sagte der CEO, ohne sich konkreter äussern zu wollen.

Schon 2019 wurden Stellen gestrichen

Julius Bär hatte bereits vor Jahresfrist ein Kostensenkungsprogramm im Umfang von 100 Millionen Franken angekündigt, das zu einer Nettoreduktion des Personalbestands der Gruppe um 2 Prozent oder rund 140 Stellen bis Ende 2019 führen sollte. Die Ersparnisse aus diesem Programm seien bis Ende 2019 bereits zu rund 60 Prozent realisiert worden, sagte Rickenbacher.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Und Herr Rechsteiner: Wenn das Geld sich immer mehr zu Gunsten Reicher verlagert, fehlt es bei den Aermeren und Armen, die vom Neoliberalismus „ausgeschieden“ werden.
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  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Also reissen wir die Schere Reich/Arm noch weiter aus? Dass es die Banken von heute so gibt, ist vor allem in den Gründerjahren von Mittelstandbürger und weniger Reiche ( Sparbüechli) getragen worden. Das geht leider vergessen. Der GW vieler schreitet voran. Ein Abbau von Stellen trotz Gewinn von bis jetzt 462‘000‘000.-
    Was will man eigentlich?
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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    Banken sind Institutionen die Geld verwalten und verleihen. Dazu braucht es Reiche Leute. Wenn diese fehlen verschlechtert sich die Geschäftslage, also braucht es weniger Mitarbeiter. Ist doch logisch. Mit Armen kann man keine Geschäfte machen Herr von Känel.
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