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Migros geht in der Fischzucht neue Wege
Aus Tagesschau vom 18.09.2020.
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Aquakultur Zukunft des Fischkonsums: Migros eröffnet eigene Fischzucht

  • Ab Ende September bietet die Migros ihren Kunden frischen Fisch an - direkt aus der eigenen Zucht in Birsfelden.
  • Rund 240 Tonnen Egli und Felchen sollen dort jährlich nachhaltig aufgezogen werden.
  • Die Nachhaltigkeit soll mit geschlossenen Kreislaufanlagen sichergestellt werden.

Gerade beim Fisch herrscht in Sachen Nachhaltigkeit noch grosses Potenzial. Denn vom stetig wachsenden Konsum stammen gerade einmal fünf Prozent aus Schweizer Seen oder hiesigen Fischzuchten.

Wir wollen den Schweizer Fisch wieder in den Vordergrund bringen.
Autor: Martin StalderLeiter Fisch-Geschäft Micarna

Die Migros-Tochter Micarna möchte mit der ersten eigenen Aquakultur nun die wachsende Konsumlust mit Fischen aus der Schweiz und der Region stillen. «Wir wollen den Schweizer Fisch wieder in den Vordergrund bringen», betont Martin Stalder, Leiter des Fisch-Geschäfts von Micarna.

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Martin Stalder: «Egli Coming Home»
Aus News-Clip vom 18.09.2020.
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Von diesen Aquakulturen gibt es in der Schweiz mittlerweile immer mehr. Erfolgreiche Beispiele für inländische Fischproduktion lassen sich beispielsweise mit der Lachsfarm in Lostallo (GR) oder einer Genossenschaft von zehn Bauern im Kanton Luzern finden, welche Zander und Lachs produziert. Da ist ausserdem noch das Tropenhaus Frutigen, welches eine Zucht von Stören, Egli und Zander betreibt.

Importzahlen steigen stetig

Insgesamt sind die rund 240 Tonnen Schweizer Egli und Felchen aber nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Vom gesamten Konsum werden nämlich weiterhin 95 Prozent importiert. Und die Zahlen steigen stetig: In den letzten Jahren kletterten sie gar auf gut über 70'000 Tonnen pro Jahr.

Mathias Sigrist leitet die Aquakultur an der ZHAW in Wädenswil. Aus ökologischer Sicht sei es durchaus sinnvoll, vermehrt auf solche Kreislauf-Fischzuchtanlagen zu setzen, sagt er.

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Mathias Sigrist: «Das ist immer noch verhältnismässig eine kleine Produktion»
Aus News-Clip vom 18.09.2020.
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Das Konzept stimmt also laut Experten. Ab Ende September sind die einheimisch gezüchteten Fische in der Migros Basel erhältlich. Schrittweise werden sie dann aus Birsfelden in der ganzen Schweiz angeboten.

Tagesschau, 18.09.20, 19:30 Uhr

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Janice Bürgel  (JaniceB.)
    Ein Schritt in die richtige Richtung um vom Fischimort weg zu kommen. Aber nein, Kritik von überall. LIEBE KRITIKER, seien sie ehrlich, machen sie es besser?
    Andere zu kritisieren, wenn man es selber nicht besser macht finde ich heuchlerisch.
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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Zunächst müssen die Lebensräume für die Fische aufgewertet werden. Vor allem muss die Durchgängigkeit in den Flüssen verbessert werden. Die Fische müssen von den Flüssen in die Seen und umgekehrt wandern können. Entlang der Gewässer müssen ausserdem vermehrt Strukturen geschaffen werden, in deren Umgebung sich die Fische wohlfühlen, Unterschlupf finden und sich vermehren können. Das Stichwort lautet hier: Revitalisierung der Gewässer und der Ufer. Das Wasser muss sauber gehalten werden.
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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Die Hälfte der grössten Schweizer Seen erfüllt die Gewässerschutzverordnung punkto Sauerstoffkonzentration nicht. Grund sind Pestizide und Düngemittel aus der Landwirtschaft. Wenn die Sauerstoffkonzentration zu gering ist, wird das für die Fische zum Problem. Die Probleme müssen an der Quelle angegangen werden. damit Fische auch wieder in unseren Seen überleben können. Die Aquakulturen sind überfüllt mit Fischen - kein natürliches Verhalten (Tierwohl und Platz) mehr für die Fische vorhanden.
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    1. Antwort von Sascha Ehring  (MountainmanSG)
      Haben sie dazu Quellen oder Beweise? Ich denke dafür gibt es einige verschiedene Ursachen die zusammen spielen.
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    2. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      Durch die Gewässerschutzverordnungen haben wir jetzt aber teilweise schon zu sauberes Wasser, so dass die Fische keinen Plankton mehr finden & verhungern.
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