Totalumbau bei Axpo Auch die Eigentümer wollen der Axpo ein modernes Kleid geben

Die Kantone und ihre Kraftwerke als Axpo-Besitzer tragen die Massnahmen mit, die den Stromkonzern modernisieren sollen.

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Axpo spaltet sich auf

3:57 min, aus Tagesschau vom 21.12.2016
  • Die Kantone und Kantonswerke als Eigentümer wollen den Axpo-Gründungsvertrag ablösen sowie den Verwaltungsrat verkleinern und entpolitisieren, wie die Eigentümerkantone gemeinsam mitteilen.
  • Noch nicht klar ist, ob sie auch Geld in die neu zu gründende Unternehmenseinheit «Axpo Solutions» einschiessen werden. Laut Axpo sollen sich Investoren mit einem noch zu bestimmenden Minderheitsanteil an der neuen Firma beteiligen können.
  • Zum Unternehmensteil «Axpo Solutions» gehören sollen die erneuerbaren Energien, Energiebeschaffung und -vertrieb für Dritte, die Netze sowie der der Stromhandel und -vertrieb.

Die Kantone und die kantonalen Elektrizitätswerke als Eigentümer der Axpo Holding wollen den aus dem Jahre 1914 stammenden Gründungsvertrag ablösen. Ein grosser Teil der Bestimmungen des Vertrags entspreche nicht mehr der Realität auf dem Strommarkt und sei deshalb nicht mehr umsetzbar, teilen die Axpo-Eigentümer mit. An die Stelle des Gründungsvertrags soll ein Aktionärsbindungsvertrag treten.

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Die Axpo-Besitzer

Die Aktien der Axpo Holding sind im Besitz von: Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (18,41 Prozent), Kanton Zürich (18,342 %), AEW Energie (14,026 %), Kanton Aargau (13,975 %), St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke (12,501 %), EKT Holding (12,251 %), Kanton Schaffhausen (7,875 %), Kanton Glarus (1,747 %) und Kanton Zug (0,873 %).

Keine Doppelmandate im VR mehr

Zudem soll der heute 13 Mitglieder umfassende Axpo-Verwaltungsrat (VR) neu zusammengesetzt werden. Er wird verkleinert, entpolitisiert und nur noch nach fachlichen Kriterien besetzt. Doppelmandate soll es keine mehr geben.

Derzeit sitzen viele Regierungsmitglieder der Axpo-Kantone gleichzeitig im Axpo-Verwaltungsrat sowie in den Aufsichtsgremien ihrer kantonalen Elektrizitätswerke. Dies führe immer wieder zu Rollen- und Interessenskonflikten, schreiben die Axpo-Kantone.

Zürich und Aargau federführend

Die geplanten Änderungen werden von Arbeitsgruppen der Aktionäre unter der Federführung der Kantone Aargau und Zürich vorbereitet. Die Verkleinerung und Entpolitisierung des Verwaltungsrats soll bis zur Axpo-Generalversammlung 2018 umgesetzt werden.

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