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Kein Blindflug trotz Sehschwäche
Aus HeuteMorgen vom 23.05.2019.
abspielen. Laufzeit 02:10 Minuten.
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Auf der Suche nach Piloten Swiss nimmt Brillenträger ins Visier

  • Die Swiss braucht viele neue Piloten und hat darum eine Marketingkampagne gestartet.
  • Neu werden explizit auch Brillenträger angesprochen.
  • Ein Problem für die Sicherheit sei dies nicht, sagt das Bazl.

«Du hast den vollen Durchblick? Werde Pilotin, Fliegen ist auch mit Brille möglich!» So will die Fluggesellschaft Swiss neue Bewerberinnen und Bewerber ins Cockpit bringen. Denn viele junge Leute würden sich nicht bewerben, weil sie meinten, dass Brillenträger keine Chance hätten, heisst es bei der Swiss. Doch das stimme nicht.

Sehschwäche ist kein Absturzgrund

Christian Schubert vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) präzisiert: «Vor rund 20 Jahren war eine Korrektur bis drei Dioptrien möglich. Heute hat man andere Werte, die als Mindestanforderung für Piloten gelten.»

Die Vorschriften für die Sehschärfe wurden gelockert, weil die Augenmedizin laufend Fortschritte machte – und wegen der guten Erfahrungen in den USA. Dort gibt es seit Jahrzehnten keine Einschränkungen für Leute mit einer Sehschwäche. Dennoch sei es noch nie zu einem Flugzeugabsturz gekommen, weil der Pilot eine Brille getragen habe, so das Bazl.

«Wir stehen in starker Konkurrenz»

Auch in der Schweiz gelten die gelockerten Vorschriften bereits seit fast 20 Jahren. Nur wisse das kaum jemand, sagt Swiss-Sprecherin Karin Müller.

Das soll die neue Kampagne ändern: «Wir benötigen sehr viele neue Piloten in den nächsten Jahren. Wir wachsen sehr stark», so Müller. Das gelte für die ganze Aviatikbranche. «Wir stehen in starker Konkurrenz, darum müssen wir unser Marketing verstärken.»

Auch ein Studium ist nicht mehr zwingend nötig, um Pilot zu werden. Mit einer Matura oder einem Lehrabschluss könne man sich bewerben, sagt die Swiss-Sprecherin. Das sechsstufige Auswahlverfahren sei dann aber immer noch gleich anspruchsvoll wie vorher.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von b. glaset  (glaset)
    Ich wollte immer Pilot werden, aber damals in der Schule hiess es immer, das geht nicht, du kannst mit (damals Realschule) nicht Pilot werden. Ich wollte es immer noch werden, aber wurde immer behindert von Lehrern. Heute will ich immer noch, nur bin ich mittlerweile über 57. Liebe Swiss, falls Sie noch wollen, ich wäre dabei.
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  • Kommentar von Hanspeter Müller  (Hape63)
    Eigentlich könnte Swiss auch die ehemaligen Crossair Piloten wieder einstellen.
    Ich bin überzeugt das viele wieder gerne bei Swiss in der Schweiz arbeiten würden.
    Für mich als erfahrener und ehemaliger Crossair/ Swiss Pilot und SAT Instruktor wäre das eine tolle Sache, da ich als Ehemaliger SkyWork Mitarbeiter wieder Arbeitssuchend bin.
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  • Kommentar von Simon Karrer  (-)
    Ich fände es wichtig, dass in solchen Artikeln mehr als einmal die weibliche Form genannt wird. Es gibt ja auch Brillenträgerinnen, die evtl. gerne Pilotin werden.
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    1. Antwort von Achim Frill  (Afri)
      Frau Karrer anhand der vielen dislikes sehen Sie wohl selber, dass solche Forderungen vor allem nur noch eines tun: nerven. Es geht hier bei der Swiss einzig darum, Brillenträger ins Cockpit zu holen, und nicht um den leidigen, überflüssigen Geschlechterkampf.
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    2. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Frau Karrer und Herr Frill, anhand der vielen Dislikes sehen sie, dass es um so wichtiger ist, solche Forderungen zu stellen und die weibliche Form vermehrt anzuwenden.
      Und Herr Frill, wenn Sie die Nachrichten von SRF etwas verfolgt hätten, wüssten Sie, dass die Swiss ganz gezielt Frauen für den Pilotinnenberuf ansprechen will.
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    3. Antwort von L Winkler  (LW)
      Meine Güte, sonst haben wir keine Probleme? Ich kann Herrn Frill nur zustimmen, es nervt wirklich nur noch, soll doch alles nur noch in weiblicher Form geschrieben werden!
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    4. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Doch, L. Winkler, wir haben auch andere Probleme, sicher auch dringendere, aber die Frauendiskriminierung ist deswegen trotzdem ein Problem, das es nicht zu vernachlässigen gilt.
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    5. Antwort von L Winkler  (LW)
      Frau Esslinger, ich bin einverstanden, dass man das Thema Frauendiskriminierung nicht vernachlässigen darf. Ich sehe aber dabei Themen die weitaus dringender sind, als das Benützen der männlichen Form in Medienartikeln. Da gibt es z.B. die Gleichberechtigung in der Arbeitswelt, sprich Lohn und Entwicklungsmöglichkeiten, Kriminalität/Gewalt an Frauen etc. Da sollte doch der Fokus liegen.
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