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Auf Expansionskurs Novartis baut neue Produktionsanlage mit bis zu 450 Stellen

Legende: Video Novartis investiert in Zell- und Gentherapien abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.08.2018.
  • Novartis baut in Stein (AG) eine Produktionsanlage für Zell- und Gentherapien gegen Krebs.
  • Der Pharmakonzern will innerhalb von drei Jahren 90 Millionen Franken investieren und 260 neue Stellen schaffen.
  • Ist der Betrieb erfolgreich, sollen bis zu 120 Millionen Franken investiert und bis zu 450 Stellen geschaffen werden.
  • Die ersten Therapien aus Stein werden voraussichtlich Anfang 2020 für Patienten in Europa und der Schweiz verfügbar sein.
Novartis-Schriftzug auf Dach
Legende: Archiv/Keystone

Erst vergangene Woche hatte Novartis von der EU-Kommission die Zulassung für eine Zell-Therapie erhalten. Sie darf eingesetzt werden bei bestimmten Formen von Leukämie und Lymphdrüsenkrebs. In der Schweiz rechnet Novartis mit der Zulassung noch in diesem Jahr.

Das sagt Steins Gemeindeammann Beat Käser

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«Das ist für das ganze Dorf eine sehr gute Nachricht. Vor allem in der heutigen Zeit, wo eher Stellen abgebaut werden, ist es schön zu hören, dass der Standort gefestigt wird und sogar Stellen zusätzlich geschaffen werden. Das ist für das ganze Fricktal wichtig.»

Produziert werden soll die Zell-Therapie am Standort Stein (AG), wo für Novartis bereits heute rund 2000 Mitarbeiter Medikamente herstellen. Geplant ist, zum Teil bestehende Mitarbeiter von alten Anlagen umzuschulen und für die neue Zell-Therapie-Anlage auszubilden. Wieviele Stellen in Stein effektiv neu geschaffen werden, kann deshalb nicht beziffert werden.

Weitere Standorte

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Novartis stellt bereits Zell- und Gentherapien in Morris Plains, New Jersey (USA), her. Zudem wurde im Juli mit dem französischen Unternehmen CELLforCURE ab 2019 die Produktion von Therapien an deren Standort Les Ulis (Essone) in Frankreich vereinbart.

Bei der Zell-Therapie werden einem Patienten irgendwo in Europa Immun-Zellen entnommen und eingefroren nach Stein geschickt. Dort werden die Zellen im Labor so umprogrammiert, dass sie gegen den Krebs angehen können. Die Zellen werden vervielfacht, dem Patienten zurückgeschickt und ihm als Infusion verabreicht, quasi als «lebendiges Medikament».

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8 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Jetzt ist der Damm zur Zweiklassenmedizien gebrochen, die Therapie soll CHF 475'000.-- pro Person kosten und von entsprechenden Zusatzversicherungen übernommen werden. Die Ungeniertheit dieser Industrie und deren Riesen-Lobby in Bern ist schon fast bewundernswert! Gesundheitssystem, quo vadis?
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Wollen und brauchen wir expandierende Milliardenkonzerne, haben wir noch nicht genug gelernt, dass lassen sich solche Riesen nieder es immer auf Kosten der Community, der Umwelt geht. Die können Rechnen und im Gegensatz zu den Leuten vor Ort, zur Mitwelt vor Ort können sie innert kürzester Zeit ihre Zelte abbrechen. Sind wir nicht schon genug der Willkür globalisierter Konzerne ausgeliefert? Denn was der Neoliberalismus im Kern ist, ist wie es Ralph Nader sagt a globalized corporatism ....
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    1. Antwort von Peter Singer (P.S.)
      Ich bin voll Ihrer Meinung. Am besten, wir gehen zurück ins Mittelalter. Kleinmanufakturen sind doch viel besser als böse, grosse Firmen. Wer braucht schon moderne Gentherpien und so'n Zeug. Jeder kann seine Medikamente selbst herstellen. Wer braucht schon eine hohe Lebenserwartung?
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    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Es scheint nur ein zurück für manche zu gebe echte Alternativen scheinen da keine vorzuliegen Herr Singer? und doch es gibt sie und by the way, das MA war so düster wohl nicht. Düster waren die Zeiten des sich industrialisiereden Europas und dahin kehren so manche im Sinne des Verlagswesens zurück und meinen erst noch das neoliberale Superlos gezogen zu haben. Gentherapie ist das eine, Genpfuscherei das andere. Klar müssen die Gentechnokraten ihr Tun mit 'nützlicher' Therapie legitimieren.
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    3. Antwort von Peter Singer (P.S.)
      Doch, das Leben ist viel besser geworden durch die Industrielle Revolution. Davor sind die meisten Kinder schon im Kleinkindalter oder davor gestorben. für die Überlebenden war die Lebenserwartung nur rund halb so hoch wie heute. Die Arbeit war brutal und ausbeuterisch. Leute sind an einfachen Krankheiten gestorben. Es gab viel mehr Kriege und Kriegstote... Und wo ist eigentlich das Problem, wenn ein böser Konzern an einer Krebstherapie forscht? Es wird ja niemand dazu gezwungen werden.
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    4. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Mit moralischen Begriffen wie gut und böse zu operieren, wird der Frage neoliberaler Ausbeutungspraktiken, die heute einfach in richtiger kolonialistischer Tradition ausgelagert werden, nicht gerecht. Es geht hier, wenn schon um Gerechtigkeit. Gerade manche Konzerne, können sich durch ihr Praktiken der Luft-Wasserverschmutzung und der Vergiftung des Erdreiches für so manche Krebserkrankung verantwortlich zeichnen. Was die Logik vom Zwang, den es anscheinend nicht gibt angeht, die ist gar dünn?
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Härzig, wie die sich positionieren um die Goodies, die von der Steuervorlage17, Patentboxen und sonstige Steueroptimierungen zu erwarten sind, in Empfang zu nehmen. Zudem "innovative Zell- und Gentherapien" Dieses Forschungsgebiet müsste doch nach dem Nutzen grundsätzlich hinterfragt werden und zwar BEVOR und nicht Danach! Wollen wir solche Risikoreiche Gentechnologie eigentlich supporten? Noch meinen sich die Genmanipulierer frei von gesellschaftlichen Verpflichtungen und Verantwortungen?
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