Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Trotz Stellenabbau: Finanzbranche hält an Ausbildungsplätzen fest. abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 19.08.2019.
Inhalt

Ausbildung in der Schweiz Finanzbranche hält die Türen für Lernende offen

  • Die Zahl der Ausbildungsplätze in der Finanzbranche ist in der Schweiz konstant geblieben.
  • Der Stellenabbau in bestimmten Unternehmensbereichen hat die Zahl der Ausbildungsplätze kaum tangiert.
  • Vor allem in den IT-Betriebseinheiten sei die Nachfrage der Firmen nach Auszubildenden hoch, sagen Experten.

Egal ob UBS oder Crédit Suisse – die Antwort fällt ähnlich aus: Die Zahl der Ausbildungsplätze sei in den letzten Jahren praktisch konstant geblieben. Und dies, obwohl die Banken gleichzeitig viele Stellen abgebaut haben.

«Lernende gehen vor allem in Frontbereiche»

Das sei kein Widerspruch, sagt Sabine Balmer, die bei der Crédit Suisse für die Nachwuchsförderung verantwortlich ist: «Die Lernenden besetzen Stellen, die in diesem Sinne nicht so stark vom Abbau betroffen waren. Mehr abgebaut hat man Stellen in Bereichen, die man digitalisieren konnte. » Die Lernenden arbeiteten mehrheitlich in den Frontbereichen, und die seien weniger stark betroffen worden.

Die Investition lohne sich für die CS allerdings nur, wenn die Lernenden nach Abschluss der Ausbildung in der Bank blieben, sagt Balmer. Bei bis rund 80 Prozent sei das der Fall.

UBS bildet erstmals Mediamatiker aus

Auch bei der UBS, mit 1600 Auszubildenden einer der grössten privaten Ausbilder der Schweiz, ist die Zahl der Lehrstellen in den letzten Jahren praktisch konstant geblieben.

Im August 2019 hätten 260 junge Leute neu mit der Ausbildung begonnen, heisst es auf Anfrage, die meisten im Privatkundengeschäft. Wegen der gestiegenen digitalen Anforderungen würden erstmals auch Mediamatiker ausgebildet.

In der Versicherungsbranche gibt es noch keine Zahlen für das neue Lehrjahr. Aus der Branche heisst es allerdings, die Tendenz bei den Lehrstellen sei steigend.

Nicht nur auf die Kosten der Ausbildung schauen

Ausbildung sei wichtig, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, heisst es bei Dominique Emery, Personalentwicklerin bei der Mobiliar, die dieses Jahr knapp 100 neue Lehrlinge angestellt hat. Vor allem in den IT-Berufen wachse der Bedarf. Emery erklärt: «Die Mobiliar investiert sehr viel in die Aus- und Weiterbildung, weil sie davon überzeugt ist, dass das der richtige Weg ist.»

Es sei aber falsch, nur auf die Kosten der Ausbildung zu schauen. Die Lehrlinge brächten sehr schnell Knowhow in den Betrieb zurück, weil sie in der Schule immer auf den neuesten Stand gebracht würden. Davon profitiere umgekehrt auch der Ausbildungsbetrieb.

Legende: Video Aus dem Archiv: Anfang 2019 waren noch viele Lehrstellen frei. abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.12.2018.
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    In die Zukunft zu investieren ist immer gut. Aber gerade die Banken und Versicherungen werden eher in dramatische Kosten-Senkungen investieren müssen um überhaupt noch überleben zu können. Ohne ausreichende Margen gibt es auch da kein Ueberleben. Leute ausbilden, die man letztlich doch nicht bis zum Renten-Alter beschäftigen kann, macht nicht gerade viel Sinn.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Mohammed Mueller  (mohmueller)
    Ein Studium ist besser für die Finanzbranche geeignet. Solche mit EFZ bleiben meist sehr lange beim Kundendienst und verdienen gerade mal 5000Fr. also nichts. Habe ein BSc in Accounting, MSc in Accounting & Finance. Habe bei der Barclays Bank gearbeitet, habe min 5 mal soviel verdient wie jemand mit einer Lehre und arbeite jetzt in der Wirtschaftsprüfung und da gibts niemanden, der mit einem EFZ arbeitet. Mit Studium hat man das grössere Fachwissen. In Zukunft werden Lehren verschwinden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      Wer 5'000/Mt als "nichts" bezeichnet, legt eine äusserst arrogante Haltung an den Tag. Dass Sie sich selber ins Zentrum des Posts stellen komplettiert diesen Eindruck. Selber Bankangestellter, würde ich mich schämen, wenn mir Fremdschämen als sinnvoll erschiene. Besser erachte ich hier die Widerrede.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen