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Vor allem Pharmaprodukte sind sehr gefragt im Ausland
Aus Nachrichten vom 17.06.2021.
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Aussenhandel im Hoch So viel hat die Schweiz noch nie exportiert

Die Exportwirtschaft hat ein Rekordniveau erreicht und die Coronakrise definitiv hinter sich gelassen. Doch nicht alle Branchen profitieren.

Die Schweizer Exporte erreichten im Mai saisonbereinigt einen Wert von 20.81 Milliarden Franken. Das sind 3.5 Prozent mehr als im April. Preisbereinigt lag die Zunahme bei 2.6 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) bekannt gab.

Die Exportwirtschaft liess damit den Corona-Einbruch definitiv hinter sich. Schon vor der Krise hatte sie zum Teil Waren im Wert von über 20 Milliarden Franken pro Monat ins Ausland abgesetzt. Als die Seuche ausbrach, sanken die Ausfuhren dann auf gut 16 Milliarden Franken pro Monat.

Pharma und Chemie stark gefragt

Innerhalb der Exportwirtschaft verlief die Entwicklung aber alles andere als einheitlich: So prägten vor allem eine starke Zunahme bei der Pharma- und Chemiebranche (+7.4%) das Bild.

Die Branche ist für mehr als die Hälfte der gesamten Exporte aus der Schweiz verantwortlich. Innerhalb dieses Segments schnellten etwa die Ausfuhren von Roh- und Grundstoffen mit +39.5 Prozent in die Höhe.

Maschinen und Elektronik weniger gefragt

Hingegen gingen die Verkäufe in den Bereichen Metalle (-0.7 Prozent) sowie Maschinen und Elektronik (-0.3 Prozent) nach mehrmonatigem Wachstum ins Stocken.

Auch Uhren sind wieder gefragt

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Die Ausfuhren von Schweizer Uhren sind im Mai im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet in die Höhe geschnellt. Damals waren sie auf dem Höhepunkt der Pandemie regelrecht eingebrochen. Die aktuellen Zahlen liegen zwar fast wieder auf Vorkrisen-Niveau, die Aufwärtsbewegung hat aber Schwung verloren.

Insgesamt beliefen sich die Uhrenexporte im Mai laut den Zahlen der EVZ auf 1.8 Milliarden Franken. Das entspricht einer massiven Steigerung um fast 180 Prozent im Vorjahresvergleich.

Die aktuellen Mai-Werte liegen zwar deutlich über dem Vorjahreswert, blieben jedoch um 11.9 Prozent hinter dem Vorkrisen-Niveau zurück (Mai 2019: 2.04 Mrd Fr.). Der positive Trend vom April, in dem die 2019er-Werte übertroffen worden waren, wurde damit nicht bestätigt. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Ausfuhren saisonbereinigt um 3.4 Prozent zurück. Es waren vor allem die billigeren Uhren mit einem Verkaufspreis bis 500 Franken, die im Mai weniger beliebt waren.

Aufgeschlüsselt nach Absatzmärkten entwickelten sich die Ausfuhren nach Nordamerika (+6.6 Prozent) und Europa (+3.5 Prozent) deutlich besser als jene nach Asien (-9.4 Prozent). Die Exporte nach Europa hätten somit den Wachstumstrend bestätigt, schreibt die Zollverwaltung.

Es wurde weniger importiert

Bei den Importen kam es im Mai zu einer leichten Abnahme gegenüber dem Vormonat. Sie sanken um 1.6 Prozent auf 16.54 Milliarden
Franken (real: -1.1 Prozent). Für die Handelsbilanz ergibt dies einen Rekordüberschuss von 4.26 Milliarden Franken.

Auch bei den Importen war die Entwicklung uneinheitlich. Geprägt wird das Bild von wertmässig deutlich geringeren Einfuhren von Energieträgern (-15.7 Prozent) und Juwelierwaren (-30.4 Prozent). Auch der Import von Personenautos (-4.8 Prozent) nahm deutlich ab. Derweil erhöhten sich die Einfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkten (+1.1 Prozent) leicht.

Abgesehen von Nordamerika (+1.6 Prozent) sanken die Bezüge aus den anderen beiden wichtigen Liefermärkten, wie es weiter heisst. So habe die Schweiz aus Asien wertmässig 6.5 Prozent weniger Güter und aus Europa 1.7 Prozent weniger bezogen.

SRF 4 News, 17.6.2021, 08.00 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Dann warten wir nach dem Coronaeinbruch nun halt auf den Rahmenabkommeneinbruch. Ja zum Teufel, irgendwann muss doch einfach mal so eine richtige Krise her! Jetzt habe ich's: Die Euro Krise! Die wird alles bisherige in den Schatten stellen...
  • Kommentar von willi mosimann  (willi mosimann)
    Das sind ganz schlechte Nachricht für die SVP.
    Aussage von Frau Martullo-Blocher
    Wir müssen auch aufhören, immer nur auf die EU zu fokussieren. Das anteilmässige Handelsvolumen mit der EU ging in den letzten Jahren zurück, wir haben andere Märkte wie die USA und Asien, die stark gewachsen sind.
    Diese Zahlen beweisen ein etwas anderes Bild.
    1. Antwort von toufiq ismail  (time)
      @herr mosimann: ich denke nicht, dass dies schlechte nachrichten für die svp sind, da sich diese generell nicht sonderlich für fakten zu interssieren scheint. hingegen teile ich ihre meinung sehr, dass es blauäugig ist europa zu ignorieren um auf asien, afrika oder amerika zu setzen. das kann nicht aufgehen.
  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    Nun kommt doch klar auf den Tisch, das all die Unkenrufe der letzten Monate an einem dünnen Faden hingen.
    1. Antwort von Bernhard Haeuser  (Bernie H)
      Wenn dies jetzt all den Arbeitstätigen zugute käme, dann ja. Aber, wer verdient daran? Sind unsere Stellen daher trotzdem sicher? Ich sehe hier ein anderes Bild denn nicht jeder arbeitet in der Pharmaindustrie.