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Verkaufsverbot von Verbrennungsmotoren gefordert
Aus Tagesschau vom 06.12.2020.
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Auto-Industrie Swiss eMobility fordert Verbot von Verbrennungsmotoren

Rund fünf Millionen Fahrzeuge sind auf Schweizer Strassen unterwegs – allerdings sind nur zehn Prozent der verkauften Neuwagen elektrisch. Das muss sich ändern, findet zumindest der Verband Swiss eMobility und fordert ein Verkaufsverbot von Verbrennungsmotoren – ab 2030 im öffentlichen und ab 2035 auch im Individualverkehr.

Noch in dieser Session will die Grünliberale Partei (GLP) deshalb eine entsprechende Motion einreichen. Bei der Autobranche kommt das unterschiedlich an.

Was ist Swiss eMobility?

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Swiss eMo­bil­ity, Link öffnet in einem neuen Fenster ist ein Verein, der 2012 gegründet wurde. Ziel gemäss eigenen Angaben ist es, die Schaffung der politischen und institutionellen Grundlagen für die Entwicklung der Elektromobilität in der Schweiz zu unterstützen.

Präsident des Vereins ist der Berner GLP-Nationalrat Jürg Grossen. Er ist auch der Präsident der GLP Schweiz. Vizepräsidentin ist Anne Wolf, sie ist Leiterin Nachhaltigkeit bei der Post.

Freiwilligkeit statt Verbote

Der Chef des grössten Schweizer Autoimporteurs, Morten Hannesbo von der Amag, findet, dass die Elektromobilität vorangetrieben werden müsse, und zwar mit Vollgas. «Für die Technologieförderung sind Verbote sinnvoll», so Hannesbo. Dashalb würde er das Verkaufsverbot ab 2035 unterstützen.

Anders sieht es dagegen Andreas Burgener, Direktor des Verbandes Auto Schweiz. Es brauche die Elektromobilität – aber kein Verbot der Verbrennungsmotoren. «Wir haben strenge CO2-Vorgaben. Da braucht es Innovation. Aber wir versuchen das auf dem freiwilligen Weg, nicht durch Verbote.»

Klimasünder Verkehr

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Die Schweiz will bis 2050 ihren CO2-Ausstoss auf Netto Null senken. Mit 32 Prozent der Emissionen ist der Verkehr hierzulande der grösste Klimasünder.

«Wir müssen jetzt überlegen, wie wir das machen»

Mit Elektroautos verdienten die Händler und Garagisten heute weniger, sagt Burgener. Deshalb brauche es eine finanzielle Förderung, etwa so wie in Deutschland.

Befürworter des Verbots befürchten aber, dass Freiwilligkeit zu lange dauern könnte. Selbst wenn man bis 2034 Verbrenner verkaufen würde, würden diese noch bis 2050 fahren. «Darum müssen wir jetzt überlegen, wie wir das machen», mahnt Hannesbo.

SRF 1, Tagesschau, 6. Dezember 2020, 19:30 Uhr;

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194 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Romano  (roro)
    Leider ist die "Ökobilanz" von E-Autos und sogenannten Hybrid-Auto's nicht wirklich überzeugend (siehe dazu auch https://www.arte.tv/de/videos/084757-000-A/umweltsuender-e-auto/). Anm.: ev. sollte auch SRF diese Dokus einmal ausstrahlen.
    Vielleicht lässt sich dies mit wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen in Zukunft verbessern - PKW's und LKW's wurden auch in CH bereits erfolgreich getestet. Natürlich ist auch die Wasserstoffgewinnung nicht ohne Probleme, aber längerfristig weitaus lösbarere.
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  • Kommentar von Olivier Klossner  (Oli61)
    Wieso hat man das Gefühl beim Kommentar lesen, es gebe nur Tesla... Jetzt beginnt bewegung in die Szene zu kommen, und da könnte Tesla plötzlich vom Markt verschwinden.
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Wieso sollte der Weltmarktführer für E-Autos verschwinden. Kein anderer Hersteller kommt auch nur annähernd an solche Verkaufszahlen. Die Autos sind gut, wie auch deren Ladenetz. Es gibt auch genügend Kundschaft die in solche Preisregionen Autos kaufen.
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    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Tesla hat immer noch über 2 Jahre Vorsprung in (fast) jeder Hinsicht auf alle andern Anbieter, wenn es um Elektro-Autos geht. Es gibt somit bis auf weiteres sehr wenig Anzeichen, dass dieser Anbieter verschwinden könnte. Aber wenn Sie weiter in die Zukunft schauen: Sagen wir einmal 20 Jahre, dann kommt es auf die Marketing-Leiter bei Tesla an, ob sie rechtzeitig schnallen dass sie keine Autos für Normalverbraucher in Europa im Programm haben. Und rechtzeitig umschalten.
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  • Kommentar von Olivier Klossner  (Oli61)
    Jetzt sind schon 10% Neuwagen elektrisch. Es kommt von alleine. Wenn dan die 30%Marke erreicht ist, geht uns der Strom aus und das Jammern beginnt wieder.
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Hr. Klossner, wenn die 30% Marke bei Neuwagen ereicht ist, dann sind auf den Strassen ca. 10% der Autos elektrisch angetrieben. Der Mehrverbrauch dieser 10% ist ca. 2% am heutigen gesamten Elektrizitätsverbrauch. Das merkt nicht einmal jemand, ausser solche wie ich die gelegentlich eine Energiestatistik studieren.
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