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Berlinger zieht sich zurück Keine Anti-Doping-Fläschchen mehr aus Ganterschwil

Legende: Video Berlinger zieht aus Doping-Skandal Konsequenzen abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.03.2018.
  • Das Ostschweizer Unternehmen Berlinger will künftig keine Anti-Doping-Fläschchen mehr herstellen.
  • Berlinger stellt seit den 90er-Jahren Behälter und Sicherheitslösungen für Dopingproben her.
  • Zu den Bestellern gehören etwa das Internationale Olympische Komitee (IOK) oder die Welt-Antidoping-Agentur Wada.
  • Die Toggenburger Fläschchen mit immer wieder neu ausgetüftelten Sicherheitssystemen wurden seit Sydney 2000 an allen Olympischen Spielen eingesetzt.
Anti-Doping-Kit der Toggenburger Firma Berlinger.
Legende: Keystone

Der Doping-Betrug werde immer organisierter: Damit begründet die Berlinger Special-AG in ihrer Mitteilung, dass bald Schluss sei mit den Anti-Doping-Fläschchen aus Ganterschwil. Das Anforderungsprofil an Anti-Doping-Kits habe sich erhöht und stetig verändert. Diese Entwicklungen würden nicht nur dem Sport schaden, sondern sie würden sich auch immer weniger mit den Werten des Unternehmens vertragen.

Berlinger stellt seit den 90-er Jahren Behälter für Dopingproben her. Seit dem Jahr 2000 wird das Sicherheitssystem aus der Schweiz an allen olympischen Spielen eingesetzt. Das Produkt aus Ganterschwil geriet auch immer wieder in Kritik, zuletzt vor den Winterspielen in Pyeongchang.

Geordneter Ausstieg

Nun steigt Berlinger aus diesem Geschäft aus. Mit der Welt-Anti-Doping-Agentur, sei abgesprochen worden, dass vorübergehend weiter geliefert werde.

Die Berlinger werde sich künftig auf das Kerngeschäft, die High-Tech-basierte Überwachung von Kühlketten, konzentrieren, heisst es in der Mitteilung.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Ein übler Dopingbetrug,bei dem diese Fläschen keine Rolle spielen,ist die missbräuchliche Verwendung von Medikamenten für angebliche Krankheiten.Das norwegische Langlaufteam sollte gar nicht Spitzensport treiben,da ausnahmslos alle schwere Asthmatiker sind,die Sportärzte bestätigen das.Komisch,die Durchschnittbevölkerung ist höchstens zu 10% durch Asthma behindert.Gebt das Zeug frei,das gibt spannende Wettkämpfe,bis zum Exitus.
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    1. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Exitus.. gefaellt mir.. der hat bei mir schon stattgefunden, Sport gehoert nicht mehr zu meinen Top's.... da schaue ich nur noch per Zufall...except Hahnenkamm und Lauberhorn.. wegen dem Spektakel..ansonst sind die mir alle egal.. nicht vertrauenswuerdig.. Hinz wie Kunz Ja gebt es frei das Zeugs.. dann wird es wieder spannend...
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aber eben nachgewiesen ist, dass Spitzensportler häufiger an Asthma erkranken. Betrifft nicht nur das norwegische Langlaufteam. So betrachtet stimmt dann dieses Sprichwort:" Sport ist Mord." Oder:" Allzuviel ist ungesund."
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  • Kommentar von Emanuel Känzig (Hermsberg)
    Ein Unternehmen dass auf Geld verzichtet, da seine Produktion nicht mehr seiner Überzeugung entspricht. So soll es doch sein. Bravo
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