Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Kommt nun das Freihandelsabkommen? abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
01:49 min, aus SRF 4 News aktuell vom 17.05.2019.
Inhalt

Beziehung Schweiz-USA «Es besteht grosses Interesse am Handel mit Dienstleistungen»

Ist nach dem Besuch von Bundespräsident Ueli Maurer im Oval Office ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Schweiz in greifbarer Nähe? Stefan Legge ist Ökonom an der Universität St. Gallen und forscht genau zu diesem Thema.

Stefan Legge

Stefan Legge

Ökonom an der Uni St. Gallen

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Legge ist Ökonom an der Universität St. Gallen und forscht zu einem möglichen Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA.

SRF News: Schliesst die Schweiz bald ein Freihandelsabkommen mit den USA ab?

Stefan Legge: Aus meiner Sicht ist Bundespräsident Ueli Maurer sehr pragmatisch an die Sache herangegangen. Er hat vor allem die Gemeinsamkeiten und die gemeinsamen Interessen der beiden Länder betont.

Es gibt die Möglichkeit, Kompromisse einzugehen, die im gegenseitigen Interesse sind.

Aus handelspolitischer Sicht sehe ich einen grossen Spielraum für ein solches Abkommen. Aber es gibt noch längere Verhandlungen, in denen einige Kompromisse eingegangen werden müssen.

Bundespräsident Maurer sprach von einem Win-Win-Effekt. Was meint er konkret damit?

Konkret heisst das, dass es eine Reihe von Produkten gibt, bei denen es zu Verbesserungen kommen kann. Hier kann ich ein Beispiel anführen: Ein Auto, das man aus den USA im letzten Jahr importiert hat, unterlag einer Zollgebühr von 15 Franken pro 100 Kilo. Das sind bei einem Auto häufig 200 oder 300 Franken. Solche Barrieren kann man relativ einfach entfernen.

Nicht zuletzt gibt es ein grosses Interesse am Handel von Dienstleistungen. Auch gibt es die Möglichkeit, Kompromisse einzugehen, die im gegenseitigen Interesse sind.

Die US-Administration ist derzeit vor allem mit dem Handelsstreit mit China beschäftigt und nächstes Jahr stehen Wahlen an in den USA. Wann rechnen Sie mit konkreten Verhandlungen?

Es gibt ein klares Prozedere in den USA. Dazu gehört, dass es erst angekündigt werden muss. Dann vergehen 90 Tage, bevor Verhandlungen aufgenommen werden können. Ich hoffe, auf beiden Seiten obsiege der Pragmatismus, sodass man hier relativ schnell – innerhalb von ein, zwei Jahren – grosse Fortschritte erzielen kann.

Das Gespräch führte Jonathan Fisch.

Grafik zeigt Summe der Handelsbilanz in Milliarden Franken zwischen der Schweiz und den USA
Grafik Import und Export USA-China im 10-Jahres-Vergleich
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die Agrarlobby in den USA will schon lange ihr Genfood in Europa absetzen - und darum machen sie auch Druck. Es ist m.E. sehr wichtig, dass der Bürger - oder mindestens das Parlament Einsicht in das Abkommen bekommt, bevor es vom Bundesrat unterschrieben wird. Sollte Genfood durch das Abkommen in der Schweiz legal werden, so ist es abzulehnen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      M.Mitulla Ihre Sorgen teile ich auch aber dafür ist nicht Hr.Maurer zuständig das hat schon Hr.Schneider bearbeitet dessen super Englishkenntnisse interessanterweise nicht so ein Riesenthema waren wie bei Hr Maurer...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christine Hadorn (Baski)
    Ja, Herr Sahli, mir gibt das auch sehr zu denken. Nur manche Politiker sind diesbezüglich taub und blind. Hauptsache man wird von Trump empfangen. Der hat ja dann auch nicht die Fehler in Maurers Interview und im Gästebucheintrag bemerkt. Also stimmt es doch für beide Seiten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      ( Baski )ich vermute dass Sie gerne austeilen wenn Ihnen Jemand nicht passt aber vielleicht sollte man nicht unterschätzen dass auch ein Bundesrat nie Allen recht tun kann und und oft nicht nur seine eigene Meinung vertreten muss darum bitte auch fair und mit Anstand zu beurteilen .
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    "Die Schweiz ist so schön; Stockholm ist eine schöne Stadt"!!! Dies die Aussage des Präsidenten von Amerika. Leute sollte das Euch nicht zu denken geben??? Mir schon.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      Frau EWS und andere Bundesräte waren auch in der USA und nicht unbedingt zu unserem Vorteil warum kritisiert man nun Hr Maurer bevor man weiss was mit Hr Trump besprochen wurde.....der immerhin Präsident der grössten Weltmacht ist ob er uns nun passt oder nicht.Peinlich und kindisch wie hier oft kommentiert und beleidigt wird.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen