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Aussenminister Cassis will gleich lange Spiesse für die Schweiz und die EU
Aus SRF 4 News aktuell vom 11.01.2019.
abspielen. Laufzeit 03:39 Minuten.
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Beziehungen mit Südafrika Ein wichtiger Stützpunkt für Schweizer Unternehmen

Bundesrat Cassis plädiert für ein neues Freihandelsabkommen mit dem Land. Einordnungen von SRF-Wirtschaftsredaktor Klaus Ammann.

Darum geht es: Bundesrat Cassis fordert, dass für die Schweiz im Handel mit Südafrika die gleichen Bedingungen herrschen wie für EU-Staaten. Der Aussenminister plädiert für ein neues Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta), zu der auch die Schweiz gehört, und Südafrika.

Deshalb sind die Beziehungen zu Südafrika speziell: Auch 25 Jahre nach dem Ende des Apartheid-Regimes herrscht noch grosse Ungleichheit. Südafrika ist eines der Länder mit der grössten Schere zwischen Arm und Reich. Mit dem Hinweis auf die Neutralität hat die Schweiz jahrelang mit dem Apartheid-Regime gehandelt, während viele andere Staaten darauf verzichteten.

So wichtig sind die Beziehung heute: Auf der Rangliste der Schweizer Handelspartner nimmt Südafrika den Rang 36 ein. Aufgrund der Korruption wächst die südafrikanische Wirtschaft zurzeit praktisch nicht. «Allerdings ist das Land der wichtigste Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent», sagt SRF-Wirtschaftsredaktor Klaus Ammann. Umgekehrt steht die Schweiz bei Südafrika etwa an 25. Stelle.

Damit handeln die Länder: Die Schweizer Wirtschaft ist an den südafrikanischen Rohstoffen wie Gold, Platin und Diamanten interessiert. Schweizer Unternehmen verkaufen hauptsächlich Maschinen, pharmazeutische Produkte und Zigaretten. Insgesamt handeln die Länder mit Waren im Wert von knapp 2 Milliarden Franken pro Jahr. Das sei vergleichsweise wenig, so Ammann. Mit dem grössten Partner Deutschland handelt die Schweiz jährlich etwa im Wert von 100 Mrd. Franken.

Mehr als Handel: Die Schweiz hat hohe Direktinvestitionen in Südafrika. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO unterstützt das Land bei Reformen der Verwaltung und in den Bemühungen für mehr Transparenz. Zudem ist das Land ein wichtiger Stützpunkt für Schweizer Unternehmen, um mit umliegenden afrikanischen Ländern Beziehungen zu knüpfen. Insgesamt ist der Versuch der Schweiz sicher sinnvoll, in Südafrika gleich lange Spiesse zu erhalten wie die EU-Länder, meint Ammann.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Handel mit Suedafrika... ausweiten... mit einem Land, das enteignen kann ohne Entschaedigung zu bezahlen.. die also meine Farm, die ich bar bezaht habe (mit meiner PK) und die ich aus einer Wildnis zu einer Musterfarm entwickelt habe mit Fleiss und Schweiss und wo ich all mein hart erarbeitetes Geld investiert habe. Bevor die CH mit der Suedafrikanischen Regierung nicht einen Schutzvertrag ausgearbeitet hat soll nicht investiert werden..
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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Was dringender der Aufmerksamkeit und des Handelns bedarft: Die chinesischen Unternehmen und Investoren in die Schranken weisen. Und zwar en Bloc. Die spielen die Europäer gegeneinander aus mit nicht existierendem Staatsgeld, wie früher die Kolonialisten die Eingeborenen mit Glasperlen. U. kaufen so Schlüsselinfrastrukturen u. Industrien, Know How und Boden zusammen. Man fragt sich schon wie masochistisch u. blauäugig wir Europäer geworden sind. Falls nicht, können wir bald Chinesisch lernen.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Was Cassis will...egal, er soll zurücktreten!
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    1. Antwort von Andreas Meier  (Epikur)
      Ist das ironisch gemeint, weil es jetzt effektiv schon Leute gibt, die das ernsthaft fordern; oder sind Sie einer von jenen, die das jetzt schon fordern?
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    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Naja, kommt Zeit kommt Rat. Cassis muss sicher noch an sich schaffen wenn er als guter Bundesrat in die Annalen eingehen will.
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