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Bilanzkonferenz der Post 122 Millionen weniger Gewinn – Management bleibt zuversichtlich

  • Der Konzerngewinn der Post liegt mit 405 Millionen Franken um 122 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert.
  • Schuld daran sind rückgängige Einkünfte bei Postfinance und Zahlungen im Zusammenhang mit der Postauto-Affäre.
  • Andere Bereiche des Postkonzerns konnten ihre Erträge steigern.

Der Verwaltungsrat sei zufrieden, dass sich alle Unternehmensbereiche des Postkonzerns behauptet und gute Ergebnisse geliefert hätten. Dies sagte der Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller anlässlich einer Medienkonferenz zum Jahresergebnis der Schweizerischen Post. Tatsächlich liegt auch das Betriebsergebnis (EBIT) mit 501 Millionen Franken um 217 Millionen Franken tiefer als im Vorjahr.

Postfinance sackt ein

Gründe für die insgesamt rückläufige Gewinn-Entwicklung seien tiefere Erträge bei der Postfinance sowie notwendige Rückzahlungen im Zusammenhang mit der Postauto-Affäre, erklärte Schwaller.

Das Betriebsergebnis von Postfinance sackte von 549 auf 220 Millionen Franken ab. Der Ertrag sank um 372 Millionen auf rund 1.7 Milliarden Franken. Hauptgründe für den Rückgang waren einmalige Realisierungsgewinne aus Aktienverkäufen im Vorjahr von 109 Millionen Franken sowie der marktbedingt tiefere Zins- und Dividendenertrag, der um 155 Millionen Franken abnahm.

Der Postfinance-CEO Hansruedi Köng forderte daher vor den Medien, endlich das Kredit- und Hypothekarverbot für die Postfinance zu bodigen. «Das ist eine unglaublich hinderliche Restriktion,» sagte Köng. Sie untergrabe die Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit von Postfinance langfristig.

Postauto trotz Steigerung in den Miesen

Bei Postauto ist zwar das Betriebsergebnis 2018 von Rückzahlungen geprägt. Unter dem Strich weist das Unternehmen deshalb einen Verlust von 58 Millionen Franken aus, das entspricht einem Rückgang von 77 Millionen Franken. Der Betriebsertrag konnte jedoch um 29 Millionen gesteigert werden. Dieser ergab sich aus einem Ausbau der Leistungen und damit erhöhten sich die Fahrgasteinnahmen.

Schwaller verströmt Zuversicht

Trotz allen Rückgangs: Die Post sei auf Kurs der strategischen Ziele des Eigners, des Bundes. «Wir erfüllen diese Ziele», sagte Schwaller. Trotz sehr turbulenten Momenten habe die Post immer funktioniert.

So boome der Paketmarkt der Post und auch der Bereich PostLogistics hat mit einem Ergebnis von 145 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Ebenfalls erfreulich schlossen die Bereiche Swiss Post Solutions, PostMail sowie PostNetz.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Berger (Adi B.)
    Staatsbetriebe müssten ganz einfach ihre Aufgaben kostendeckend erfüllen. Ein Gewinnstreben ist dabei überflüssig.
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  • Kommentar von Christoph Bosshart (Böse)
    "Schuster bleib bei deinen Leisten" Die Post sollte endlich mal ihr Kerngeschäft auf die Reihe bringen bevor sie sich weiter im Finanzgeschäft angagiert und ein Verlustjahr nach dem andern einfährt.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die Postfinance soll verboten werden +die Post soll in einer realistischen Grösse wieder unsere "Schweizerische Post" werden. Die Post soll keine Bank unterhalten, oder auch umgekehrt, soll keine Bank die Post unterhalten. Die Postfinance zockt an unseren Steuergeldern, das darf nicht mehr sein. Da die Post immer noch ein Unternehmen für die Bevölkerung ist +vom Kanton und Bund Geld erhält, ist es absolut pervers, wenn die Postfinance unter dem Deckmantel Post zur Bank wird. Wolf im Schafspelz¨
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