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Geht Tesla von der Börse?
Aus Tagesschau vom 08.08.2018.
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Börse – ja, nein, vielleicht? Musks Twitter-Gewitter könnte ein Nachspiel haben

Elon Musk war nie ein grosser Fan von Börsenanalysten. Er mochte ihre kritischen Fragen nicht, das war bekannt. Auch Spekulanten, die gegen sein Unternehmen wetteten, hatte er nicht gern. Dass Elon Musk Tesla nun privatisieren möchte, erstaunt deshalb nicht. Ohne Börsenkotierung wäre Tesla nicht mehr verpflichtet, Quartalsergebnisse zu veröffentlichen. Er müsste sich keinen kritischen Fragen von Analysten mehr stellen. Der Druck, kurzfristig gute Resultate zu erzielen, würde sinken.

Wie Elon Musk selber auf dem Firmenblog schrieb, möchte er sich auf die langfristigen Unternehmensziele konzentrieren. Gut möglich, dass das für die Entwicklung des Unternehmens tatsächlich von Vorteil wäre.

Allerdings muss das nötige Kapital für eine Privatisierung zuerst vorhanden sein. Ob das tatsächlich der Fall ist, wie Elon Musk behauptete, ist unklar. Denn das Unternehmen hatte zuletzt statt mit satten Gewinnen mit Schulden und Verlusten von sich reden gemacht.

Dass der Tesla-Chef eine so wichtige Ankündigung auf Twitter macht, kommt nicht überraschend. Elon Musk ist bekannt dafür, auf dem Kurznachrichtendienst zu provozieren. Jedoch könnten seine Tweets für Elon Musk noch ein Nachspiel haben, weil er während der öffentlichen Handelszeiten kursrelevante Aussagen verbreitet hat.

Sollte sich beispielsweise herausstellen, dass er Falschinformation verbreitet hat und das nötige Kapital für die Privatisierung gar nicht vorhanden ist, könnte das handelsrechtliche Konsequenzen haben. Allerdings ist nicht bekannt, ob die Börsenaufsicht das Verhalten von Elon Musk überhaupt untersuchen will.

Denise Joder-Schmutz

Denise Joder-Schmutz

Wirtschaftsredaktorin, SRF

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Denise Joder-Schmutz ist seit 2013 bei der Wirtschaftsredaktion von Radio SRF. Davor hat sie mit einem Master in European Business an der Universität Freiburg abgeschlossen und bei verschiedenen Schweizer Unternehmen gearbeitet.

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Die Tweets des Tesla-Chefs sorgen für Verwirrung
01:34 min, aus HeuteMorgen vom 08.08.2018.
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28 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Da ist die ach so kluge Wirtschaftswelt, voll auf eine der grössten Fehlkonstruktionen und zukünftigen Müllberg der Menschheit, hereingefallen. Das Ende ist nicht weit - es wird Blitzen und Donnern und alle haben es dann gewusst, ( besonders die Experten ) und heimlich die Flucht ergriffen .
  • Kommentar von N. Schmid  (Schmid)
    Die Kommentare hier erinnern an das Zitat von Wilhelm Busch: "Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung."
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Praxisreichweiten von mehr als knappe 400km (für die batteriemässig grösste und klar teurere Version) sind nicht dokumentiert. Das kaönnen andere aber auch. Elektromobilität ist grundsätzlich keine HighTech-Sache. Gar ein Opel Ampera fährt in der Alltagspraxis bis zu 400 km. Dokumentiert. Und so bleibt Tesla, was es von Anfang an war: eine Religion. Diskussionen zwecklos.