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Börsenäquivalenz Wirtschaft atmet auf

Legende: Audio Schweizer Börse bleibt das Handeln mit eigenen Aktien abspielen. Laufzeit 01:14 Minuten.
01:14 min, aus HeuteMorgen vom 01.12.2018.

Aufatmen am Freitag in der Schweizer Wirtschaft: Die Notmassnahmen des Bundesrates im Aktienhandel würden das Überleben der Schweizer Börse sichern – auch wenn die EU ihren Börsenhändlern die Arbeit in der Schweiz erschweren sollte.

Grosse Erleichterung ist bei der Schweizer Börsenorganisation SIX zu spüren. Auch die Schweizerische Bankiervereinigung und die Swissholdings, Vertreterin grosser Industrie- und Dienstleistungsfirmen, sehen darin einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung des Wirtschaftsstandortes Schweiz.

Alle hoffen, dass die EU doch noch einlenkt

Alle hoffen zwar, dass die Europäische Union noch einlenkt, doch: Mit dem Entscheid, den der Bundesrat am Freitag getroffen habe, sei zumindest ein Teil des möglichen Schadens abgewendet.

Der Bundesrat schreibt in der Verordnung vor, dass Schweizer Aktien ab dem
1. Januar nächsten Jahres im Prinzip nur noch an der Schweizer Börse gehandelt werden dürfen – ausser ein anderes Land erlaubt allen Handelsteilnehmern den Handel mit allen Aktien in der Schweiz. Genau dies aber verbietet die EU ihren Aktienhändlern, wenn sie die sogenannte Börsenäquivalenz nicht gewährt.

Schweizer Börse verliert nicht vollständig ihre Bedeutung

Mit dem nun eingeführten Notrecht bleibt der Schweizer Börse aber mindestens der Handel mit den eigenen Aktien. Sie verliert damit international ihre Bedeutung nicht vollständig. SIX ist allerdings auch froh, dass der Bundesrat das drei Jahre gültige Notrecht so ausgestaltet hat, dass der Handel von Schweizer Aktien an einzelnen ausländischen Börsen wieder einfach zugelassen werden könnte, sollte die EU doch noch einlenken.

Dann könnte die Finanzmarktaufsicht ohne grossen Aufwand auch EU-Handelsplätze wieder anerkennen – und ihnen den Handel mit Schweizer Aktien gestatten.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von S. Tsiridis (in frieden)
    Was machen wir hier in der CH, wenn China auch noch daherkommt u. von der CH ein institutionelles Abkommen verlangt mit einer automatischen Übernahme von China-Recht? Die EU soll uns doch aufzeigen, ob sie selbst jemals bereit wäre automtisches Canada-Recht zu übernehmen? Es ist leider ein Eigentor, wenn wir die Schweiz auf der einen Seite unabhängig bleiben wollen, aber gleichzeitig Forschungsgelder aus EU-Topf kassieren wollen..
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    1. Antwort von Patrik Müller (P.Müller)
      Wir kassieren nicht nur - wir zahlen auch fleissig ein. Und das nicht zuwenig, in diverse EU Töpfe.
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  • Kommentar von Matthias Zbären (Defender59)
    Bravo! Das war mal eine gute Reaktion des BR an die selbstherrliche sich überschätzende kontraproduktiv agierende EU Kommission. Es fehlt an demokratischem Verständnis in Brüssel, welches wohl auch für die EU eigenen Probleme mitverantwortlich ist. Die Politiker können die grossen Probleme nicht lösen. Der Zeitgeist bewegt sich rückwärts. Verhältnisse wie in den 70iger Jahren finden anklang. Wie das Pendel an der Uhr - mal links - mal rechts - jetzt anti-globalisierend resp. korrigierend.
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