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Wirtschaft Charles Vögele in unsicheren Gewässern

Rückläufiger Umsatz und weiterhin rote Zahlen: Der Bekleidungskonzern Charles Vögele bleibt ein Sorgenkind. 2014 vermieste der warme Herbst das Geschäft. Jetzt belastet der starke Franken das Modegeschäft. Der langjährige Verwaltungsratspräsident Ziegler tritt nicht mehr zur Wiederwahl an.

Der Bekleidungskonzern Charles Vögele hat im Geschäftsjahr 2014 einen weiteren Umsatzrückgang verzeichnet, er sank um 4,8 Prozent auf 901,2 Millionen Franken. Unter dem Strich schrieb das Bekleidungsunternehmen einen kleineren Verlust von 10,8 Millionen nach 29,6 Millionen im Vorjahr.

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Vögele-Chef ist guter Dinge
Aus Tagesschau vom 24.03.2015.
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Mit den Zahlen hat Charles Vögele die Erwartungen des Marktes beim Umsatz verfehlt, ansonsten hingegen übertroffen. Die Analysten der Bank Vontobel und der ZKB hatten mit einem Nettoumsatz von 912 Millionen Franken gerechnet.

Sparen und umbauen bleiben damit auf der Traktandenliste. Diese muss nun aber ein neuer Verwaltungsratspräsident abarbeiten. Der bisherige, Hans Ziegler tritt nicht mehr zu Wiederwahl an. Nachfolger soll der aktuelle Vizepräsident Max Katz werden.

Warmer Herbst beinflusst Geschäft negativ

Nach einem ansprechenden Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr hätten die Märkte ab September gedreht und sich im vierten Quartal rückläufig entwickelt, heisst es weiter. Vögele gab an, man habe im Herbst unter den milden Temperaturen gelitten. Warme Winterkleider waren nicht gefragt. Deshalb verzeichnete der Modeanbieter markante wetterbedingte Verkaufseinbussen.

Sämtliche Verkaufsregionen hätten unter hohem Wettbewerbsdruck gelitten und damit ging auch auf vergleichbarer Fläche sowie währungsbereinigt der Umsatz um 1,1 Prozent zurück. Die Kostendisziplin sowie die verbesserte Bruttomarge verhalfen zu einem leicht positiven EBIT.

Für 2015 legt Vögele den Fokus weiter auf die Massnahmen zum Turnaround, der geschärften Sortimentsausrichtung sowie der neuen Filial-Formatstrategie. Für das laufende Jahr erwartet Vögele ein operatives Ergebnis (EBITDA) im positiven Bereich.

Reaktion auf Frankenstärke

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Die Aufhebung des Mindestkurses stelle eine zusätzliche Herausforderung dar, so Charles Vögele. Der Druck auf die Preise in der Schweiz steige und die Umsätze sowie Margen im Euroraum würden belastet. Als Sofortmassnahme seien mit Lieferanten die Einkaufspreise nachverhandelt worden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Kreis , Ostermundigen
    Ich bin ein schon älterer Kunde, und habe häufig bei CV eingekauft. Leider entwickelte sich der Trend bei CV in die Richtung, dass ich heute sehr aufpassen muss, was ich kaufe. Die Schnitte - selbst teilweise bei Hemden - entsprechen leider nicht mehr den Figuren etwas reiferer, nicht mehr so schlanker Männer. Das ist sehr schade, denn auch diese Kundengruppe wäre für CV bestimmt wichtig gewesen.
  • Kommentar von Gerhard Kalt , Zürich
    All die Äusserungen von Herrn Dettwiler kann ich voll und ganz unterstützen. Das Allerwichtigste dabei ist die soziale Verantwortung. Die soziale Verantwortung Mitarbeitenden gegenüber ist, so ich auf Grund von Gesprächen erfahren habe, nicht sehr gross vorhanden. Mitarbeitende, die trotz dieser Situation, ihren vollen Einsatz zeigen sind zu bewundern. Schade wieder negative Schlagzeilen über dieses Geschäft zu hören, ich bin ein regelmässiger Kunde dort. Mir liege die Mitarbeitenden am Herzen.
  • Kommentar von Hermann Dettwiler , Langenthal
    Es wäre noch die Marktlücke "Kundenzufriedenheit" zu bewirtschaften. Nicht aufgesetztes Lächeln, nicht tiefste Preise - sondern das umfassende Fachwissen über Stoffe, Fasern, Tragekomfort, Verarbeitung, optische Beratung, Ökobilanz, soziale Verantwortung, ja sogar die internen Geldflüsse dem Kunden transparent darstellen.