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Seltene Erden: Die USA und Australien wollen China ausbremsen
Aus SRF 4 News aktuell vom 20.09.2019.
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Chinas Trumpf im Handelsstreit USA und Australien schmieden Allianz für Seltene Erden

Unter dem Druck des Handelsstreits plant US-Präsident Trump eine alternative Lieferkette für den begehrten Rohstoff.

Im Zuge des Handelsstreits mit China bündeln die USA bei der Versorgung mit Seltenen Erden ihre Kräfte mit Australien. Am heutigen Freitag will US-Präsident Donald Trump mit dem australischen Premierminister Scott Morrison einen entsprechenden Plan vorstellen. Dies sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Beide Länder wollen demnach Ressourcen und Expertise zusammen dafür einsetzen, dass der Weltmarkt kontinuierlich mit den begehrten Rohstoffen versorgt wird. Bei Seltenen Erden handelt es sich um 17 chemische Elemente, die für viele High-Tech-Produkte wie Handys und auch in der Rüstungsindustrie unverzichtbar sind.

Begehrter Rohstoff

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Die Touchscreens von Smartphones etwa funktionieren nur dank Praesodym, einem der seltenen Elemente. Auch in Festplatten sind Seltene Erden vorhanden. Sie kommen aber etwa auch bei Lenkwaffen zum Einsatz.

Zwar gibt es Versuche, die seltenen Metalle zu ersetzen – etwa bei Motoren von Elektrofahrzeugen. Bei vielen anderen Produkten ist das allerdings schwierig – denn die Seltenen Erden haben in vielen Punkten einzigartige Eigenschaften und können deshalb nicht einfach ersetzt werden. (smud)

Die USA decken etwa 80 Prozent ihres Bedarfs aus der Volksrepublik. Der US-Techgigant Apple beispielsweise ist für seine Tablets und IPhones auf die Seltenen Erden angewiesen. Chinas Staatsmedien hatten Ende Mai wegen des Handelskonflikts mit den USA über eine Begrenzung des Exportes spekuliert.

SRF
Legende: SRF

SRF-Wirtschaftsredaktorin Denise Joder-Schmutz überraschen die Pläne nicht. Denn trotz der anhaltenden Exporte befürchte Washington, dass die Chinesen die Lieferungen des Rohstoffs einstellen könnte: «Nach einem diplomatischen Streit ist Peking auch gegen Japan so vorgegangen.» Die Gefahr, dass China die Seltenen Erden als Druckmittel einsetzen könnte, sei durchaus real.

Einfacher gesagt, als getan

Doch lässt sich der weltgrösste Lieferant Seltener Erden einfach umgehen? Dies rasch zu bewerkstelligen, dürfte schwierig werden, schätzt die Wirtschaftsredaktorin. Zwar seien in Australien Projekte zur Gewinnung Seltener Erden angedacht. Aber mit der Förderung der Metalle ist es nicht getan.

Monument bei Damao
Legende: Monument in der Inneren Mongolei in China mit vielsagender Botschaft: «Die Heimat der Seltenen Erde begrüsst Sie». Geht es nach Washington und Canberra, soll der Rohstoff ein neues Zentrum bekommen. Reuters

«Viel schwieriger dürfte es nämlich werden, die Herstellungsprozesse weiter hinten in der Lieferkette aufzubauen», sagt Joder-Schmutz. Bei der Produktion von Magneten, die in Festplatten vorkommen oder bei Batterien habe China jahrelange Erfahrung. Dieses Know-how von heute auf morgen aufzubauen, sei wohl zu ambitiös.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    China wurde wegen ihren Exportbeschränkungen von seltenen Erden von der WTO offiziell verurteilt (Schiedgericht). Daraufhin hat China 2015 nachgegeben.
    Und das ist wohl auch der Grund, wieso China eine erneute Exportbeschränkung meidet.
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Da hat Trump im Wirtschaftskrieg mit China zu hoch gepokert. Wenn China die Lieferung von Seltenen Erden an die USA und deren Unternehmungen einstellt, gibt es im Trump-Lager nichts mehr zu lachen!
  • Kommentar von B Näf  (uluru)
    Speziell mit Australien wird das schwierig. Fördern geht noch, die übrigen Aufgaben müssen nach Asien verlagert werden.