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Legende: Audio Valora kann die Kioske weiterbetreiben abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 25.04.2019.
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Coop schaut in die Röhre Kiosk-Standorte in SBB-Bahnhöfen werden von Valora bewirtschaftet

  • Valora hat von den SBB den Zuschlag für die Bewirtschaftung der schweizweit 262 Kiosk- und Convenience-Flächen erhalten.
  • Damit hat sich der Kiosk-Betreiber gegen die Angebote mehrerer nationaler und internationaler Firmen durchgesetzt.
  • Das Unternehmen habe mit seinem erneuerten Konzepten «k kiosk» und «avec» am meisten überzeugt, teilte die SBB mit.
  • Valora konnte sich damit auch gegen die beiden Detailhändler Coop und Migros durchsetzen.
Legende: Video Aus dem Archiv: Valora tüftelt am Laden der Zukunft abspielen. Laufzeit 05:06 Minuten.
Aus 10vor10 vom 05.04.2019.

Die Ausschreibung habe zu diversen Produktinnovationen und Angebotserweiterungen geführt, hiess es weiter. Davon würden die Kunden an den Bahnhöfen, beispielsweise von Gratiskaffee in «Kaffee-Wägeli» auf dem Perron bei grösseren Verspätungen oder von Gutscheinen für besondere Überraschungen profitieren. Diese Innovationen und Erweiterungen würden nun konkretisiert. Die neuen Läden werden laufend bis 2021 eröffnet.

«Avec box» – Ein Laden ohne Ladenkasse

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Front eines Ladens in der Bahnhofshalle
Legende:keystone

Valora testete Anfangs April erstmals neue Ladenkonzepte ohne Kasse. In den beiden Läden «Avec box» sowie «Avec X» ist der Einkauf nur mit einer Handy-App möglich. Wer in die Läden hinein will, muss sich in der Avec-App registriert haben und einen QR-Code einscannen. Erst dann öffnen sich die Glastüren. Danach kann der Kunde die gewünschten Produkte mit seinem Handy einscannen und dem persönlichen Warenkorb hinzufügen. Abgeschlossen wird die Bezahlung zum Schluss in der Avec-App. Mit Bargeld kann man nicht bezahlen.

Die Geschäfte bieten ein «Convenience-Sortiment» an mit Esswaren für unterwegs, Getränken, Lebensmitteln und einem Sortiment an Haushaltswaren. Auch ein Zigarettenautomat, der eine Alterskontrolle durchführt, steht zur Verfügung. Alkoholische Getränke gibt es dagegen keine. Insgesamt stehen in der «Avec box» auf rund 40 Quadratmetern rund 1000 Produkte zur Auswahl.

Valora hat sich gemäss der Mitteilung dazu verpflichtet, auch in ökologischer Hinsicht Verantwortung zu übernehmen und beispielsweise Food-Waste zu reduzieren oder bei recyclebaren Getränke-Verpackungen neue Wege zu beschreiten.

Der schweizweite Mietvertrag für alle Kiosk-Flächen in SBB Bahnhöfen läuft Ende 2020 aus und wurde im Juni 2018 von der SBB öffentlich ausgeschrieben. Bestandteil der Ausschreibung waren auch die heute bestehenden Convenience-Stores, deren Mietverträge ebenfalls auslaufen.

EBIT-Prognose für 2019 angepasst

Aufgrund der Ausschreibung passt Valora ihre Ergebnisziele für 2019 an. Diese würden «bei einem sonst guten Geschäftsgang aufgrund der Ausschreibungseffekte knapp am unteren Ende der kommunizierten Bandbreite» liegen, schrieb die Gesellschaft.

Einschätzung von SRF-Wirtschaftsredaktorin Maren Peters

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Nicht nur die Nerven von Valora Chef Michael Müller hatten zuletzt gelitten, auch der Aktienkurs war ins Trudeln geraten. Schuld daran war vor allem die Unsicherheit darüber, ob Valora seine strategisch wichtigen Standorte an den SBB-Bahnhöfen auch über das Jahr 2020 hinaus weiter betreiben darf. Sie steuern rund ein Drittel zum Umsatz bei. Die SBB hatte die Standorte im letzten Juni neu ausgeschrieben. Darum bewarben sich viele namhafte Konkurrenten aus dem In- und Ausland, darunter auch die Detailhändler Coop und Migros. Doch jetzt ist klar: Valora darf mindestens noch zehn Jahre weitermachen. Die SBB-Verkaufsstellen würden aufgrund der zunehmenden Mobilität der Bevölkerung immer attraktiver, betont Valora in einer Mitteilung. Das Unternehmen will einen Teil der Standorte nun modernisieren und dafür allein im kommenden Jahr mehr als 38 Millionen Franken investieren.

Im Februar hatte sie für 2019 eine Steigerung des Betriebsgewinns EBIT auf vergleichbarer Basis von 4 Prozent in Aussicht gestellt. Gemäss neuer Rechnungslegung IFRS 16 erwartete Valora einen Betrag zwischen 96 und 104 Millionen, bei einer Marge von rund 5 Prozent.

31 neue Standorte

Die ausgeschriebenen Standorte teilen sich auf in 116 Kiosk- und 146 Convenience-Flächen. In der Ausschreibung enthalten waren auch 191 k kiosk, 8 Press & Books und 32 Avec-Verkaufsstellen von Valora, die in der Schweiz fast 1'200 Läden betreibt. Entsprechend erweitert das Unternehmen sein Netzwerk um 31 neue Standorte.

Die Food-Service-Formate Brezelkönig, Caffè Spettacolo und BackWerk seien nicht von den Veränderungen betroffen, hiess es weiter.

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