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Schwächstes Wirtschaftswachstum seit den 70er-Jahren
Aus Rendez-vous vom 26.02.2021.
abspielen. Laufzeit 03:29 Minuten.
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Coronakrise in der Schweiz Wirtschaft schrumpfte so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr

  • Die Schweizer Wirtschaft ist im vierten Quartal wegen der zweiten Coronawelle nur noch ganz leicht gewachsen.
  • Die starke Erholung vom Coronaabsturz im Sommer ist damit zum Stehen gekommen.
  • Im Gesamtjahr 2020 sank das BIP so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg in der Periode von Oktober bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorquartal um 0.3 Prozent. Grosse Einbussen hätten jene Dienstleistungsbranchen erlebt, welche direkt durch die verschärften Eindämmungsmassnahmen betroffen gewesen seien, teilt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit. Das Gastgewerbe etwa erlitt eine Einbusse von gut einem Fünftel.

Zweite Welle weniger verheerend

In anderen Bereichen habe sich die Erholung dagegen fortgesetzt. «Insgesamt wirkte sich die zweite Coronawelle bis Ende 2020 deutlich weniger auf die Wirtschaft aus als die erste im vergangenen Frühjahr», schreibt das Seco.

Die Verlangsamung gegenüber dem hohen Wachstum im dritten Quartal – leicht nach oben revidiert auf +7.6 Prozent – kommt in dieser Dimension nicht ganz überraschend und war gar leicht schwächer als erwartet. Von AWP befragte Ökonomen hatten die Entwicklung zum Vorquartal nämlich bei -0.7 bis +0.2 Prozent (und nicht bei +0.3 Prozent) gesehen.

Erstmals hat das Seco auch eine Einschätzung zum Gesamtjahr 2020 gegeben. Demnach schrumpfte die hiesige Wirtschaft im Coronajahr um 2.9 Prozent und damit deutlich weniger stark als anfänglich befürchtet.

Trotzdem ist es laut Seco der stärkste Rückgang seit Mitte der 70er-Jahre im Zuge der damaligen Ölkrise. Besonders stark von der Krise betroffen war der Dienstleistungssektor. Der private Konsum (-4.4 Prozent) sank gar in historischem Ausmass. Die Rückgänge beim verarbeitenden Gewerbe und bei den Exporten waren dagegen weniger stark als in der Finanzkrise.

SRF 4 News, 26.02.2021, 11:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Rueegsegger  (Matterhorn+234)
    Ich hatte schon vor einem Jahr, als der Lockdown begann und die Experten von einem Einbruch des Wirtschaftswachstums von 10% und mehr voraussagten, gesagt, dass der Einbruch unter 5% liegen werde. Ich stelle generell fest, dass die Experten in vielen Situationen sich von der Tagesaktialität leiten lassen und Auswirkungen so krass einschätzen. In diesem Fall wären die staatlichen Kreditvergaben letztes Frühjahr nicht in dieser Höhe notwendig gewesen.
  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Ich glaube die Staaten kommen sehr bald in Zugzwang. Obligationen und Aktien, also eher Staatsfinazierung und Wirtschaftsfinazierung sind komplementäre Anlageplätze die Rentitemössig in Wechselspiel leben. Da zur Zeit die Obligationsrenditen Weltweit steigen machen die Obligationen den Notenbanken Probleme die sie mit Eigenkäufe bremsen müssen. Diese Wechselspiel beeinflusst so manches und macht einigen Notenbankkapitötnen - aus diversen Gründen - Kopfzerbrechen.
  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Mal schön die Kirche im Dorf lassen, wenn ich bitten darf! Wir hatten alleine seit 2017 BIP-Zuwächse von 1.1 bis 3.0% !!! Mag sein, dass dieser coronabedingte Rückgang nun "historisch" im Sinne seiner Quantität ist, er ist aber alles andere als schlimm und wird wohl in spätestens 2-3 weiteren Jahren kompensiert sein! Leider, denn das Wachstum zerstört unser Land und macht all unsere Anstrengungen in verschiedensten Bereichen zunichte! Ergo: kompletter Fehlalarm!