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Coronavirus: Swiss ruft nach Staatshilfe
Aus Tagesschau vom 18.03.2020.
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Coronakrise trifft Flugbranche Es droht ein Swiss-Grounding

Die Swiss reduziert ihr Flugangebot um 80 Prozent. Auch der Schweizer Airline setzen die Folgen des Coronavirus zu.

Der Flugbetrieb kommt beinahe zum Erliegen: Die Swiss reduziert ihren Flugbetrieb per sofort um 80 Prozent. Ab Donnerstag will die Airline einen Teil ihrer Flugzeuge am Militärflugplatz Dübendorf parkieren, um dort Wartungsarbeiten vorzuziehen. Laut der Swiss sind es insgesamt 24 Kurz- und Langstreckenflieger.

Nur noch ein kleiner Teil der Maschinen hebt ab. Das hat finanzielle Konsequenzen. Swiss-Chef Thomas Klühr hat bereits staatliche Unterstützung angefordert. «Ich zähle darauf, dass der Bundesrat weiss, was die Schweiz an ihrer Airline hat», sagte Klühr dem Sonntagsblick.

Erinnerung ans Swissair-Grounding

Das weckt Erinnerungen an das Swissair-Grounding von 2001. Damals war die Swissair auf einen Schlag zahlungsunfähig. Hunderte Maschinen blieben am Boden und mit ihnen strandeten tausende von Passagieren aus aller Welt. Bund und Wirtschaft retteten die Airline später mit über drei Milliarden Franken.

Dass die erfolgsverwöhnte Swiss finanzielle Hilfe beim Schweizer Staat anfordert, bringt negative Gefühle aus der Zeit des Swissair-Groundings zurück.
Autor: Michael WeinmannLuftfahrtexperte von SRF

Wie gross der finanzielle Schaden aus der Corona-Krise ist, wird Swiss-Chef Klühr wohl morgen anlässlich der Jahresergebnis-Präsentation präzisieren. Und auch, welche Hilfe er sich vom Bund erhofft. Bereits jetzt ist klar, dass die erneute Forderung nach Staatsgeldern nicht überall gut ankommt, denn die Swiss gehört heute zur deutschen Lufthansa und hat für diese in den letzten Jahren viel Gewinn eingeflogen.

Rettungsgeld ist umstritten

«Dass die erfolgsverwöhnte Swiss finanzielle Hilfe beim Schweizer Staat anfordert, bringt negative Gefühle aus der Zeit des Swissair-Groundings zurück», sagt SRF-Luftfahrtexperte Michael Weinmann. Damals habe die Schweiz mit mehreren Milliarden die Gründung der Swiss ermöglicht, die wenig später zu einem Dumpingpreis an Lufthansa verkauft wurde.

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Aus dem Archiv: Das Drama der Swissair
Aus Katastrophen vom 16.08.2011.
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Dieses Mal müsse ein möglicher Deal besser sein, finden viele Politiker, die das Vorpreschen des Swiss-Chefs irritiert. Die Schweiz solle sich ein Mitspracherecht oder sogar einen Anteil an der Airline sichern. «Ressentiments sind jetzt fehl am Platz», sagt Weinmann. Es gehe nicht nur um die Swiss, sondern auch um viele Zulieferer und andere Firmen, die vom Fluggeschäft leben würden.

Die Swiss sorgt für über 60 Prozent des Passagiervolumens am Flughafen. Als Folge der Coronakrise hat die Swiss für 7800 Angestellten beim Kanton Kurzarbeit beantragt. Dasselbe tat der Flughafen Zürich für die Mehrheit seiner Mitarbeitenden.

Tagesschau vom 18.03.2020

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79 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Einst wurde die Schweizer Fluggesellschaft Swiss von der deutschen Lufthansa übernommen. Die Lufthansa macht glänzende Geschäfte mit ihrer Tochter mit dem Schweizerkreuz auf der Heckflosse. Doch nun zwigt die Coronapandemie auch die Swiss in die Knie. Und nun bittet die Deutsche Lufthansa die Schweiz um finanzielle Unterstützung. Das ist eine unerhörte Frechheit. Es ist Sache der Deutschen, ihre Swiss selber zu retten.
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  • Kommentar von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
    Dann gibt es wohl nur noch eine Chance. Sie können es noch einmal als 'Swi' versuchen, danach gehen ihnen die Buchstaben langsam aber sicher aus.
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  • Kommentar von Fernando Oso  (Fernando Oso)
    Ist ja schade für die Mitarbeitenden. ABER meiner Meinung wird mehr als genug geflogen, wurde die Swissair schon einmal auch von mir (zugegeben nicht frewillig) unterstützt und vom Gewinn danach sah ich keinen Rappen. Also bitte landen oder auf Neudeutsch "graunden", abstürzen, selber wursteln lassen!
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