Dank Krebsmedikamenten: Roche steigert Gewinn

Das Pharmaunternehmen hat im ersten Halbjahr des Jahres Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Wachstum basiert auf einer höheren Nachfrage an Krebsmedikamenten. Um Auswirkungen des Brexit auf das Unternehmen macht sich CEO Severin Schwan keine Sorgen.

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Exportsteigerung in der Pharma- und Chemieindustrie

0:36 min, aus Tagesschau am Mittag vom 21.7.2016

Der Pharmakonzern Roche hat im ersten Halbjahr 2016 wie erwartet Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Verkäufe stiegen um 6 Prozent auf rund 25 Milliarden Franken, der Gewinn um 4 Prozent auf 5,4 Milliarden Franken, wie der Konzern mitteilte.

Die grössere Division Pharma trug mit 19,4 Milliarden Franken zum Umsatz bei. Das Wachstum von 6 Prozent geht hauptsächlich auf das Konto der Krebsmedikamente. Der Basler Konzern ist bei den Krebsmedikamenten Weltmarktführer.

Die kleinere Division Diagnostics erzielte 5,5 Milliarden Franken Umsatz, was ebenfalls einem Plus von 6 Prozent entspricht. Sämtliche Regionen hätten zum Wachstum beigetragen, schreibt Roche.

Roche-CEO Severin Schwan betonte die Innovationskraft des Unternehmens. «Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten fünf neue Mittel auf den Markt gebracht – das hat es in der Geschichte von Roche bisher noch nicht gegeben», erklärt Schwan.

Keine Brexit-Sorgen beim CEO

Aus diesem Grund blickt der CEO vergleichsweise entspannt auf die politischen Entwicklungen in den USA mit den bevorstehenden Wahlen.

Gerade die USA seien sehr offen für innovative und spezialisierte Medikamente. «Aber natürlich verfolgen wir die zuletzt intensiver geführten Diskussionen über die Preisgestaltung in den USA.»

Wenig besorgt gibt sich der Manager auch bezüglich des Brexit – zumindest was Roche selbst als Unternehmen betrifft. «Besorgt bin ich dagegen bezüglich Forschung und Entwicklung in Grossbritannien», schränkt Schwan ein. Es sei gerade im Pharma-Bereich wichtig, offen zu sein für Neuerungen und neue Behandlungswege.