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Das grosse Aufräumen im Wald «Burglind» fällte einen Viertel der jährlichen Holzmenge

Legende: Audio Nach «Burglind» kommt viel Holz auf den Markt abspielen. Laufzeit 1:30 Minuten.
1:30 min, aus HeuteMorgen vom 17.01.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Besonders der Sturm «Burglind» hat seine Spuren in den Schweizer Wälder hinterlassen.
  • Nun beginnen teure Aufräumarbeiten und viel Holz muss verarbeitet werden. Doch: Der Holzpreis ist bereits im Keller.
  • Trotz hoher Nachfrage eine ungemütliche Situation – sowohl für die Waldbesitzer, wie für Industrie, die das Holz verarbeitet.

Nach «Burglind» kommt viel Holz auf den Markt. Rund 1,3 Millionen Kubikmeter Sturmholz – etwa ein Viertel der Menge, welche die Waldbesitzer jährlich abholzen. Dennoch werden die Preise nicht weiter sinken, denn: Holz ist nach wie vor gefragt, sagt Thomas Lädrach, Präsident des Verbands der Schweizer Holzindustrie. «Die Nachfrage nach Schweizer Holz ist erfreulich gut. Die Auftragslage in der Branche ist auch wirklich gut – entsprechend sind die Sägewerke gut ausgelastet und benötigen auch Holz», sagt er.

Die Auftragslage in der Branche ist auch wirklich gut – entsprechend sind die Sägewerke gut ausgelastet und benötigen auch Holz.
Autor: Thomas LädrachPräsident Verband der Schweizer Holzindustrie

Eine gute Nachricht also für die Waldbesitzer – sie bleiben nicht auf dem Holz sitzen. Trotzdem könnte es für Einige ins Geld gehen, die umgestürzten Bäume räumen zu lassen, sagt Markus Brunner, Direktor von Wald Schweiz, des Verbands der Waldeigentümer. Er erklärt: «Wenn da Bäume kreuz und quer übereinanderliegen, ist es viel komplizierter und rationell nicht so aufrüstbar, wie wenn ich einen geplanten und normal abzuwickelnden Holzschlag durchführen kann.»

Wenn da Bäume kreuz und quer übereinander liegen, ist es viel komplizierter und rationell nicht so aufrüstbar, wie wenn ich einen geplanten und normal abzuwickelnden Holzschlag durchführen kann.
Autor: Markus BrunnerDirektor Wald Schweiz

Die Sägereien wollen den Waldbesitzern immerhin etwas entgegenkommen und helfen, das Holz rasch aus den Wäldern zu bringen – damit nicht noch Borkenkäfer das Holz befallen. Ausserdem tragen sie das Risiko, dass vielleicht noch Risse im Holz versteckt sind.

Die Waldbesitzer hoffen, dass dann ab Frühling – wenn die Folgen von Burglind einmal aufgeräumt sind – die Holzpreise wieder etwas steigen. Die Aussichten sind gut: Holz ist europaweit gefragt und Holzimporte werden wegen des stärkeren Euros teurer.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Fragen wir einen "neutralen" Förster oder Holzfachmann, dann kann der Ihnen sagen, dass zu viele Bäume im Unterland haben, die für die Holzwirtschaft schnell wachsen sollen. Diese Bäume sind dann halt auch nicht so stark, wie "natürlich +ortsgerecht" gewachsene Bäume. Also hat der Sturm den "Holzern" die Arbeit abgenommen, aber leider fallen dabei auch viele junge Bäume, die noch stehen sollten. Also, alles in allem nicht eine gute Idee, die Bäume für die "Wirtschaft" schnell wachsen zu lassen.
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    1. Antwort von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
      In meiner Gegend sind es insbesondere nicht standortgerechte Baumarten, sprich die Fichten, die dann auch noch mit Rotfäule krank sind, welche dem Sturm zum Opfer fielen.
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  • Kommentar von D. Schmidlin (Querenlife)
    Liebe Natur stelle uns für die nächsten Stürme wieder genügend Bäume zur Verfügung. Unsere Windräder bremsen noch zu wenig für die nächsten tausend Jahre.
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