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Unternehmen kämpfen mit Omikron-Welle
Aus Rendez-vous vom 05.01.2022.
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Der Omikron-Effekt Deutlich mehr Temporärjobs offen als im Januar üblich

  • Viele Angestellte melden sich in der Omikron-Welle krank oder sind in Quarantäne. Das führt zu Engpässen.
  • Weil immer mehr Festangestellte ausfallen, sind die Dienste der Stellenvermittler jetzt deutlich gefragter als sonst.

Es gibt derzeit dreimal mehr Angebote für temporäre Stellen auf den digitalen Plattformen als normalerweise zu Jahresbeginn und rund 100 Prozent mehr effektive Vermittlungen als in normalen Zeiten. Diese Zahlen hat Yves Schneuwly erarbeitet. Er ist Chef der Firma Coople, die einen digitalen Marktplatz für temporäre Stellen führt.

«Aus unserer Perspektive hat das Jahr einen richtigen Schnellstart hingelegt, es gab nahezu kein Ausklingen oder keine Ruhephase nach dem Peak im Dezember», sagt er. Das liege insbesondere auch daran, wie sich die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt zeige.

Es mangelt an Personal. In den unterschiedlichsten Branchen fallen ganze Teams weg. Normalerweise beginne das Jahr eher gemächlich, dieses Mal sei alles anders, so Schneuwly. Coople hat auf ihrer Plattform eine grosse Datenmenge: Angebot und Nachfrage von temporären Stellen, 400'000 registrierte temporäre Angestellte und 15'000 Betriebe. Diese Daten geben einen guten Einblick.

Knappheit nicht nur im Gesundheitswesen

Einen aktuellen Personalmangel gibt es erwartungsgemäss im Gesundheitswesen, aber auch in anderen Branchen, sagt der Jobvermittler. «Wir sehen im ganzen Bereich E-Commerce, Logistik und Detailhandel, dass teilweise komplette Teams ausfallen, sei das in einem Lager oder in einem Laden.» Solche Ausfälle müsse man «natürlich schnellstmöglich nicht nur mit einer Person kompensieren, sondern zum Teil wirklich mit kompletten Teams».

Wir sehen, dass teilweise komplette Teams ausfallen.
Autor: Yves Schneuwly Geschäftsleiter von Coople

Die Temporärstellen-Vermittler versuchen in der aktuellen Situation zu improvisieren, so dass Mann oder Frau auch in anderen Branchen tätig werden. Schneuwly macht ein Beispiel: «Wir schauen uns an, was eine Person für Fähigkeiten hat, und sehen im Prinzip sehr gut, wie transferierbar die Fähigkeiten von Leuten sind, die zum Beispiel normalerweise in der Gastronomie oder in Eventbereich arbeiten.»

Stellenweise funktioniere das gut, sagt er: «Sei das im Kundendienst, sei das beispielsweise auch in der Logistik. Und so kann man diese Sektorentransfers auch sehr gut begleiten und herbeiführen.» Die Firmen in Not nehmen also auch Leute aus anderen Branchen.

Vermittlung von Fachkräften schwieriger

Bei Fachkräften ist die Vermittlung von temporären Angestellten schwieriger. Die Erfahrung der beiden letzten Jahre zeigt, dass sich die Engpässe zumindest vorübergehend auch auf die Löhne auswirken können. «Aktuell ist es definitiv so, dass insbesondere medizinisches Personal aufgrund der aktuellen Situation stark nachgefragt wird», erklärt der Coople-Geschäftsführer. Teilweise könne man dies auch in der Logistik oder im Detailhandel feststellen.

Viele Unternehmen hoffen derzeit, ihren aktuellen Personalengpass mit dem Einsatz von temporären Angestellten lösen zu können – dies, bis sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder entspannt.

Rendez-vous, 05.01.2022, 12:30 Uhr

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