Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Dreistelliger Millionenbetrag Graubündner Kantonalbank mit hoher Klage konfrontiert

  • Gegen die Graubündner Kantonalbank GKB und ihre Tochtergesellschaft BZ Bank ist eine Klage eingereicht worden.
  • Der Kläger fordere eine Summe im mittleren dreistelligen Millionenbereich, wie es in einer Mitteilung der GKB heisst.
  • Bei der Klage gehe es um eine Kundenbeziehung und ein Anlageprodukt, das die Tochtergesellschaft verwalte.
  • Für die GKB und die BZ Bank sind die Vorwürfe unbegründet – die beiden Banken wollen sich entsprechend verteidigen.

Die GKB kaufte 2022 dem damaligen Besitzer Martin Ebner eine Mehrheit der BZ Bank ab. Seit Anfang 2025 ist die GKB alleinige Besitzerin. Ebner machte mit dem Verkauf den letzten Schritt in seiner Nachfolgeplanung.

Grosses Gebäude mit Graubünden-Wappen auf Fassade
Legende: Der Hauptsitz der Graubündner Kantonalbank in Chur. Keystone/Archiv

Der bekannte Investor Ebner hatte die Bank 1985 gegründet. Sie war danach Dreh- und Angelpunkt seiner Aktivitäten. Schwerpunktmässig berät sie professionelle, private und institutionelle Kunden bei Aktienanlagen und Beteiligungen.

Medienbericht: GF-Deal als Hintergrund

Laut einem Bericht des Online-Portals Inside Paradeplatz vom Montag soll der aktuelle Streit rund um den Verkauf der ehemaligen Georg-Fischer-Tochter Agie Charmilles an die United Grinding Group ausgebrochen sein. Ebner ist dort Hauptaktionär.

Die BZ Bank habe den Kläger und weitere Privatkunden dazu gebracht, auf Bezugsrechte bei einer Kapitalerhöhung mittels Stimmrechtsaktien zu verzichten – womit diesem Geld entgangen sei. Zudem kritisiert gemäss Inside Paradeplatz der Kläger die Bewertung der Firma. Der Preis für die Aktien sei anhand einer internen Berechnungsformel der BZ Bank künstlich tief angesetzt worden.

SRF 4 News, 4.5.2026, 8:30 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel