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Dynamic Pricing: Teures Skivergnügen in der Schweiz
Aus 10 vor 10 vom 01.03.2024.
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Dynamic Pricing So haben sich die Preise von Skitageskarten entwickelt

Die Skihauptsaison ist vorbei. Die Preise für Skitageskarten sind gestiegen. SRF hat die Preise ausgewertet.

Darum geht's: In der Skisaison 2023–2024 setzten viele Destinationen auf die dynamische Preissetzung, dem «Dynamic Pricing». SRF hat die Preise automatisiert gesammelt und ausgewertet. Fest steht: 100 Franken oder mehr für eine Tageskarte sind heute in manchen Skigebieten völlig normal. Und auch im Vorverkauf sind die Preise gestiegen.

Das ist Dynamic Pricing: In den Skigebieten funktioniert die dynamische Preissetzung ähnlich wie bei Flugreisen oder Hotelbuchungen. Je nach Skigebiet sind Nachfrage oder Wetter ausschlaggebend für Preiserhöhungen. Einfach gesagt gilt bei Wintersport-Pässen: Wer früh bucht, fährt billiger. Doch die Unterschiede zwischen den Destinationen sind gross: Mancherorts kostet die Tageskarte im Vorverkauf 60 Prozent weniger, andernorts kann man höchstens ein paar Prozent sparen.

Die Extrembeispiele: St. Moritz, Zermatt und Flims-Laax setzen neue Höchstpreise: Die teuerste Tageskarte für Erwachsene verkaufte St. Moritz am 30. Dezember. Wer damals spontan entschied, auf die Piste zu gehen, zahlte 118.50 Franken. Insgesamt verkaufte St. Moritz an 43 Tagen Tageskarten, die 100 Franken oder mehr kosteten. Auch Zermatt verlangt viel, dort war das an 41 Tagen der Fall, in Flims-Laax an 24 Tagen.

Höher als im Vorjahr: Die Preise in allen drei Gebieten waren deutlich höher als im Vorjahr. Und nicht nur die Tageskarten werden teuer. Zermatt hat im Vorverkauf gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt um 10 Prozent aufgeschlagen. «Wir steuern die Preise nicht, das macht der Algorithmus», sagt Markus Halser, Geschäftsführer der Bergbahnen Zermatt. «Wir stellen fest, dass die Nachfrage gestiegen ist und so hat sich auch der Preis erhöht.» Auch wenn es grosse Ausschläge gegen oben gibt: In St. Moritz und Flims-Laax kann besonders viel sparen, wer früh bucht: zwischen 60 und 40 Prozent.

Hier bewegt sich der Preis moderat: Das Skigebiet Gstaad im Berner Oberland hat die Preise im Vorverkauf gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht. Sie sind im Grossen und Ganzen ähnlich wie vor der Corona-Pandemie. Und der Höchstpreis von 76 Franken für die Tageskarte liegt deutlich unter dem von vergleichbaren Skigebieten.

Die Erklärungen der Skigebiete: Spitzenreiter St. Moritz schreibt auf Anfrage, dass die Preise für Skitageskarten aufgrund der Saison, der Nachfrage und des Zeitpunkts des Kaufs festgelegt würden. Die Gäste hätten ihr Kaufverhalten mittlerweile angepasst, viele würden die Tickets bereits weit im Voraus beziehen. St. Moritz wie auch Flims-Laax schreiben, die Preisausschläge über 100 Franken seien getrieben von der stärkeren Nachfrage. In Flims-Laax und weiteren Gebieten spielte zusätzlich die Wettervorhersage eine Rolle. Die Skigebiete betonen, das dynamische Preismodell helfe, die Auslastung über die Saison zu glätten und werten das Preismodell als Erfolg.

Methodik der Datenauswertung

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Dynamische Preise in Skigebieten sind eine «Blackbox». Zwar deklarieren einige Skigebiete den Höchst- oder den Tiefstpreis, Durchschnittswerte gibt es jedoch selten. Zudem ist kaum transparent, wie die Preise konkret berechnet werden.

«10 vor 10» hat deshalb alle publizierten Preise für jeden Tag auf den Websites von zehn Skigebieten automatisiert mit der sogenannten «Scraping-Methode» gesammelt und ausgewertet.

Die Auswertung berücksichtigt nur Tageskarten für Erwachsene im Zeitraum vom 15. Dezember 2023 bis zum 25. Februar 2024. Die Werte sind ungewichtet: Wie viele Skipässe zu welchem Preis verkauft werden, wissen nur die Skigebiete selbst. Es kann also zum Beispiel sein, dass der günstigste Preis nur für einige wenige Tickets galt.

10 vor 10, 1.03.23, 21:50 Uhr

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